22. September 2016

Warum die Zeit missverstanden wird

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Warum die Zeit missverstanden wird – Akuelles

 

  • Derzeit suche ich Testleser für den Roman! Meldet euch über Twitter bei mir @KiaKahawa oder schreibt mir eine Mail!
  • Am 30. November brachte ich das Manuskript auf 50.000 Worte und gewann damit den National Novel Writing Month 2016 (NaNoWriMo 2016). Das ergänzte, neue Manuskript wird voraussichtlich 2017 als Printversion veröffentlicht.
  • Im September 2016 veröffentlichte ich Warum die Zeit missverstanden wird als ebook auf amazon unter KDP Select. Es ist über Kindle Unlimited kostenlos erhältlich.

 

Buchinformationen

 

Veröffentlichung E-Book: September 2016

Druck & Verlag: geplant für Frühjahr 2017

Lektorat: Micha Feuer

Covergestaltung: Kia Kahawa

Coverdesign: Sleepyheadphone

 

Cover

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Klappentext

Was ein Fünftürerverschwender ist, wie ein Buchgutschein das Leben eines Mannes grundlegend verändern kann, was geschnittene Karotten mit einer Afrika-Reise zu tun haben und warum nichts unentbehrlicher sein darf, als eine Tasse Tee mit dem Großvater zu trinken – auf das und weiteres findet die kleine Familie aus diesem Buch eine Antwort.

Diese Erzählung über die missverstandene Zeit spielt in vier Köpfen aus drei Generationen, die zwar unter einem Dach leben, aber meilenweit voneinander entfernt sind.

 

Leseprobe (Auszug)

Benjamin stand genau in diesem Moment auf und bewegte sich ins Badezimmer. Er verübte seine morgendlichen Pflichten und konnte schon bald sein Meerschweinchen begrüßen. Heute nannte er es Fleckchen, wie er entschied, und taufte es gleich darauf mit der Tränke, aus dem er das Tierchen nie trinken sah. Doch anhand des Wasserstandes wusste er, dass Fleckchen, also eigentlich Fauli, genügend getrunken hatte.
Sein Vater rauschte mit einem flüchtigen »Morgen« am verschlafenen Grundschüler vorbei und suchte hastig seinen Autoschlüssel.
Wie jeden Morgen überlegte Benjamin, ob er dem Papa sagen sollte, dass die Schlüssel am Schlüsselbrett hingen – wie eigentlich jeden Morgen. Doch er dachte nur wirklich sehr, sehr kurz darüber nach, denn trotz seines jungen Alters wusste der Junge, wie wichtig Pünktlichkeit und Disziplin im Leben waren. Erwachsene mussten Geld verdienen, denn sonst könnte er seinem Meerschweinchen keine Leckerchen kaufen und bekäme weniger Taschengeld. Schnell schüttelte er mit dem Kopf und winkte Fauli – beziehungsweise Fleckchen – mit dem Salatblatt zu, das Mama gestern extra für den kleinen Nager von der Zubereitung des Abendessens übrig gelassen hatte.
›Immer müssen Erwachsene Dinge tun. Müssen, müssen, müssen. Ich bin schon mindestens drei Mal älter als Fleckchen, und ich habe noch nie in meinem ganzen langen Leben gehört, wie ein Erwachsener gesagt hat, dass er etwas gerne macht.‹ eigentlich wollte Benjamin seinem Vater in diesem Moment einen Hinweis auf den Fundort der Schlüssel geben, aber er wurde von seinem Meerschweinchen abgelenkt.
Fleckchen schob sich langsam aus seinem dunklen Häuschen. Das liebevoll bemalte Sperrholz machte einen kleinen Satz, als das Meerschwein das gesamte Haus mit seinem Unterkörper beim Versuch, durch das ausgeschnittene Törchen zu kommen, verschob.
›Gern geschehen sagen Erwachsene doch nur, wenn sie jemandem einen Gefallen tun, wobei sie davon ausgehen, dass sie einen ähnlichen Gefallen zurückbekommen werden‹, dachte Benjamin, als er seinen Freund beobachtete, wie er sich nach dem Salatblatt reckte. ›Und eigentlich verbringen die eh den ganzen Tag mit langweiligem Kram! Wer will denn schon den ganzen Tag Zahlen angucken und abschreiben? Oder in langweiligen, grauen Besprechungsräumen in langweiligen, grauen Anzügen mit langweiligen, grauen Männern sprechen?‹
Benjamin verstand zwar sehr viel vom Leben als Kind (und als Meerschweinchen), aber nicht viel vom Leben im Büro. Dass es sich um zwei Welten handelte, war ihm allerdings schon lange klar. Er wusste von der Wichtigkeit eines Berufes und von Geld, aber tief in sich wünschte sich der Junge, dass er sein Geld später mal mit spaßigen Tätigkeiten verdienen würde.
»Am Schlüsselbrett, Papa«, brummelte Benjamin lang gezogen und versuchte, seine Stimme möglichst genervt und gleichzeitig besonders intelligent klingen zu lassen. Denn so taten es die Erwachsenen, wenn jemand anderes scheinbar ein bisschen dööfer war als man selbst.
Nachdem sein Vater das Haus daraufhin schwungvoll verlassen hatte, malte sich Benjamin beim Streicheln seines Meerschweinchens aus, wie er als Meerschweinchendompteur arbeiten würde. Er käme jeden Tag von der Arbeit nach Hause und hätte seinem haarigen Freund einen neuen Trick beigebracht. Er konnte sich auch vorstellen, Feuerwehrmann zu werden, weil die so selten arbeiteten und Zeit für ihre Kinder hätten. Benjamin wünschte sich, dass sein Vater ein Feuerwehrmann wäre. Er müsste dann nur arbeiten, wenn es irgendwo brennen würde. Und Benjamin wusste, dass es in seiner Stadt sehr selten brannte.

 

Warum die Zeit missverstanden wird kostet 2,99 € als E-Book und ist auf Amazon erhältlich:

 

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Random Facts zu “Warum die Zeit missverstanden wird”

 

Benjamin ist am Anfang des Buchs neun, am Ende achtzehn Jahre alt.

Der Opa heißt Rembert, was sich von “das Alphabet” herleiten lässt und so viel bedeutet, wie dass er den Anfang zu etwas darstellt. Ein weiterer fiktiver Charakter, dessen Name sich auf diese Weise ableiten lässt, ist Iroh aus der Zeichentrickserie Die Legende von Aang bzw. Die Legende von Korra. Sein weiser Charakter hat Remberts Art und Weise inspiriert und genährt. Die Liebe zu gutem Tee ist eine weitere Gemeinsamkeit der beiden alten Männer.

Iroh