Twitter, den 25. Januar 2017. Es ist Abend. Ein Donnernetter grollt in weiter Ferne. Es bewegt sich auf uns zu und wird uns in Kürze einholen. Noch einmal schlafen, und dann wird es plötzlich unter uns sein: Das Wort zum Donnerstag. Die Nettigkeit ohne Hintergedanken. Die Aktion, bei der jeder mitmachen kann oder soll, was nur nett ausgedrückt ist für “Pflicht erwünscht”, startet morgen.

Wieso sie startet? – Nun, weil morgen Donnerstag ist.
In welcher Form sie startet? – Seid nett zueinander.

Foto und Gestaltung: Kia Kahawa

Foto und Gestaltung: Kia Kahawa

Eigentlich begann es am Donnerstag, den 12. Januar 2017. Als ich bei meinem Schlichtungsverfahren mit meiner Ausbilderin gekämpft habe, die mich wegen irrationaler Arschloch-Gründe rausschmeißen wollte. Es ging dabei auch um Twitter. Und empört versuchte ich mit über Tweetdeck voreingestellten Tweets zu beweisen, dass Twitter kein Alibi ist.

Ich hatte Tweets in Planung, die in Richtung “Twitter ist kein Alibi” oder “Ich bin gerade in Amsterdam. Liebe Grüße!” gehen würden. Provokant und möglicherweise riskant, falls sie im falschen Sehnerv-Hirn-Konstrukt ankommen und unglücklich verarbeitet werden. Also entschied ich mich, diese Tweets, die während des Schlichtungsverfahrens, wenn ich also unter Zeugen gar nicht aktiv twittern kann, einfach nett zu gestalten. Ich sagte über Nika Sachs, Ally J. Stone und Elenor Avelle, dass ich sie hübsch finde.

Und das wurde sehr positiv angenommen. Bruno E. Thyke (oder auch: “Der Typ von augenschelm.de“) verteilte dann zusammenhanglos Nettigkeiten am Donnerstag nach jenem Donnerstag. Irgendwie kam man dann zufällig und spaßeshalber auf das Wort Donnernett. Ich mache daraus das Donnernetter und verteile Nettigkeit am Donnerstag. An diesem netten Donnerstag ist also jeder herzlich eingeladen, einfach mal dauernett, also donnernett zu sein.

Ist gut für’s Karma, erhöht die ernstgemeinten Likes, entspannt die Schlachten, die über die Worte der Twittertrends ausgefochten werden und kann irgendwann Nettigkeit auf dich zurückwerfen.

Wieso also nicht mit dem Hashtag #Donnernetter einfach mal freundlich sein?
Kostet nichts. Dauert nicht lang.
Mach’ doch einfach!

Ein Donnernetter wird nicht die Welt verändern, aber vielleicht ein kleines Stück verbessern.

Stell dir folgendes vor: Da ist ein Mensch, dem nur Unglück geschieht. Er sieht sich selbst am Rande seiner Existenz und steckt gerade in einer echt tiefen emotionalen Krise. Nichts funktioniert und irgendwie ist er auch ziemlich allein dabei. Dann kommst du. Nichtsahnend. Nicht zu nahe tretend. Mit einer netten Aussage. Einfach so. Wie ein blaues Vögelchen flatterst du in seine Tweitter-Timeline, sagst ‘was Nettes und verschwindest wieder. Das heitert den Menschen auf, ohne ein plattes “Kopf hoch” oder ein zwingend-herausforderndes “hey, erzähl doch mal”. Eine Nettigkeit nimmt Rücksicht auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen. Ein Donnernetter ist leicht, belastet nicht und kann nicht falsch rüberkommen. Das Donnernetter hilft, freundlich und gemeinschaftlich zueinander zu sein und pusht den Empfänger: Ob in Lebenskrise oder Stimmungshoch. Es kann nur bergauf gehen.

Roll’ du also mit mir die Steine, die uns das Leben in den Weg legt, ein Stück weiter bergauf. Beteilige dich am #Donnernetter und hab’ Spaß dabei, einfach mal nett zu sein.

Wieso nur Follow-Friday mit #ff-Empfehlungen? Erhöhen Follower unser Ego, unsere Beliebtheit, unsere Reichweite? Ja, bestimmt.

Aber das #Donnernetter erhöht das Selbstwertgefühl. Das Selbstwertgefühl erhöht die Selbstwirksamkeit.

Und das, liebe Freunde, nennt man dann Stärke.

kia_kahawa

Kia mit Bio-Rooibos-Tee*.

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