Heute reden wir über unsere Jahresplanung 2021.

Wir, das sind Lin Rina, Magret Kindermann, S. D. Foik und ich, Kia Kahawa.

Wir sprechen darüber, was wir uns für 2021 vorgenommen und eingeplant haben, welche Veränderungen wir uns wünschen und welche wir selbst erwirken wollen und zuletzt äußert jede und jeder von uns einen Wunsch für das Jahr 2021.


 

Das Winterferien-Programm

Seit April 2020 gibt es jeden Freitag eine Autorenleben-Podcastfolge. Ab 2021 verändert sich das Podcast-Konzept, und ich werde ihn unter dem Namen Auto(r)preneur überall dort veröffentlichen, wo es Podcasts gibt. In den Monaten Juli und Dezember allerdings pausiere ich meinen eigenen Podcast und lasse andere Autor*innen zu verschiedenen Themen zu Wort kommen.

Vom 01. Dezember bis zum 02. Januar wirst du 8 Podcasts hören, an denen insgesamt 10 Autor*innen mitgewirkt haben. Sei dabei und höre kostenlos die Folgen, die du möchtest (oder gerne alle!), oder unterstütze dieses Projekt zusätzlich mit einem monatlichen Betrag auf meiner Patreon-Seite: www.patreon.com/kiakahawa . Wenn du heute mit zwei Euro pro Monat einsteigst, zahlst du pro Podcast im Winterferien-Programm eine Unterstützung von etwa 25 Cent. Das klingt enorm wenig, kann uns aber helfen, dieses Programm zwei Mal jährlich mit immer neuen Autorinnen und Autoren zu veröffentlichen.

 

Transkript des Podcasts

Kia Kahawa Liebe Magret, was hast du für 2021 geplant?

Magret Kindermann Für 2021 habe ich tatsächlich ziemlich viel geplant. 2020 war bei mir sehr mager, was die Veröffentlichungen angeht. Also bei mir kam und kommt nichts Neues. Und das ist das erste Mal in meinem Schreiballtag, dass ich da nichts habe, was ich rausbringen kann. Nicht mal die Anthologie von Nikas Erben ist ja rausgekommen, bei der ich Teil bin. Sondern das wird dann alles 2021 passieren. Und mein neues Buch, das Fantasy-Buch “Aro und der Tod” wird rauskommen. Das ist für mich auch ein großer Moment, weil das ein Buch ist, mit dem ich, glaube ich, eine größere Zielgruppe anspreche, als mit meinen sonstigen Büchern, die ja relativ große Nischenprojekte sind. Und ich werde auch an einem neuen Projekt schreiben. Daran schreib ich auch jetzt schon. Ich hab jetzt angefangen, an dem zweiten Teil von “Killing Zombies and Kissing You” zu schreiben. Und der wird hoffentlich im Sommer fertig sein, sodass ich dann auch schon mit dem zweiten Teil von “Aro und der Tod” fertig werden kann. Also lauter zweite Teile. 2021 wird ein Jahr der zweiten Teile. Und ich habe auch noch geplant, ein Buch, das im Selfpublishing rauskommen soll, das jetzt den Arbeitstitel “Hexenruhe” trägt. Und es ist nicht biografisch, aber es enthält persönliche Wunden, wenn man so sagen kann. Deswegen hab ich dafür auch Selfpublishing ausgesucht, weil ich einfach glaube, das ist der richtige Ort dafür. Es ist auch sehr ein experimentelles Werk. Mir ist aber bewusst, dass ich wahrscheinlich nicht alle drei Sachen in einem Jahr fertigstellen kann. Deswegen. Ja, ich schätze mal, dass ich mich um mein persönliches Werk, das im Selfpublishing rauskommen soll, also “Hexenruhe”, dass ich mich darum ein bisschen drücken werde und erstmal die witzigen Sachen schreiben werde. Aber naja, dafür sind sie da und das ist auch in Ordnung.

Kia Kahawa Vielen Dank dafür. Ich bin gespannt, was zuerst kommt und was ich zuerst lesen werde. Liebe Lin Rina, was hast du für 2021 geplant?

Lin Rina Mein aktueller Plan ist auch der Plan, den ich für 2021 weiterverfolgen werde: Den zweiten Band von meiner Diologie zu schreiben. Der erste Band heißt “Vom Wind geküsst” und ist im Drachenmond neu erschienen und ich möchte gerade den zweiten Teil schreiben. Und habe auch schon angefangen, werde es aber dieses Jahr nicht mehr fertig schaffen. Deswegen ist es auch mein Plan, fürs Frühjahr 2021, weiter daran zu arbeiten. Danach bin ich frei. Ich habe keine Fortsetzungen zu schreiben. Ich habe keine Verpflichtungen. Und werde mal schauen, welche von meinen eine Million Ideen, die in meinem Kopf spuken, ich dann umsetzen möchte. Ich habe schon ein paar Favoriten, die ich angehen möchte, wie z. B. einen Faithful New Adult Roman zu schreiben oder eine Superhelden-Geschichte. Aber für was ich mich schlussendlich entscheiden werde, was das Projekt 2021 wird, das habe ich noch nicht entschieden. Und es gefällt mir auch gerade ganz gut, es einfach noch nicht entschieden zu haben und noch mit diesem offenen Blick rauszugehen und zu schauen, welche Idee mich 2021 wirklich packen wird. Genau. Schreiben werde ich auf jeden Fall, auch wenn wir nächsten Sommer wahrscheinlich umziehen werden. Aber das Schreiben, das kriegt man, das brauche ich einfach. Das kriegt man nicht weg, egal was gerade für Trubel los ist.

Kia Kahawa Das klingt ja absolut so, als wäre 2021 wirklich das Jahr der zweiten Teile. Denn mein Ziel ist es, von meiner “Abschalter” Trilogie, ja, Band zwei fertigzustellen. Er ist im Grunde in der Rohfassung bereits fertig. Ich habe allerdings noch ein paar Wochen, um das Buch zu überarbeiten. Und danach ist mein Ziel, für nächstes Jahr, Teil drei, komplett von Anfang an zu schreiben und damit meine allererste Trilogie fertigzustellen und dann beim Verlag abzugeben. Das ist also schon mal super spannend, dass es da so viele zweite Teile gibt. Und dann auch in meinem Fall noch einen dritten Teil. Jetzt bin ich mal total gespannt. Sebastian, auch als S.D. Foik bekannt, erzähl uns doch mal, was hast du 2021 geplant?

S.D. Foik Der Plan ist für 2021, zu Weihnachten den zweiten Roman rauszubringen. Und es wird wahrscheinlich… Also es wird auf jeden Fall die Fortsetzung von “Ära des Verrats” sein. Und wie ich mich, wenn alles klappt und ich mich konsequent hinsetze, dann werde ich das auch schaffen. Im Kopf ist die Geschichte im Prinzip schon geschrieben. Ich muss die dann noch irgendwie auf’s Papier bringen. Ja, was auf jeden Fall weiterlaufen und regelmäßig veröffentlicht wird, ist der Podcast “Buch und Bühne”, den ich mit meiner Schwester, Patrizia, auch betreibe und wo es halt um Autorenleben geht, um Leben auf der Bühne von meiner Schwester. Die ist ja Schauspielerin und Theaterpädagogin. Und ich versuche immer wieder, wie gesagt, Autorenkollegen zu interviewen. Das wird auf jeden Fall im nächsten Jahr weiter fortgesetzt.

Kia Kahawa Okay, ich werd’ nicht mehr. Wir alle sind das Team oder der Club der Fortsetzenden. Oder die Fortsetzungsschreiber*innen. Das finde ich total spannend. Und ich muss auch sagen, ich finde das gerade ziemlich witzig. Dann darf ich vielleicht an der Stelle nochmal darauf hinweisen, Magret hat vor, eventuell dieses eine Werk, das kein zweiter Teil ist, zu schreiben. Und ich habe dann auch noch einen lesbischen Liebesroman, der bei mir in der Schublade ist. Der war für Juni 2021 geplant. Aber ich bin jetzt schon mal ganz großzügig auf die Planung für 2022 gegangen. Und nächstes Jahr möchte ich im Selfpublishing kein Buch rausbringen. Mir reicht mein Verlagswerk, das am 15. Februar erscheint. Es ist übrigens noch nicht offiziell angekündigt. Das heißt, wer Interesse hat, darf mal schnell googeln und es vor allen anderen herausfinden. Und jetzt würde ich gerne noch auf das Thema Veränderungen eingehen. Was für Veränderungen erwartet ihr in 2021? Also mir geht’s da nicht unbedingt darum, was ihr konkret plant. Und wenn ihr doch konkret plant, dann was? Aber auch so ein bisschen in Richtung: Wie soll sich das Autorenleben weiterentwickeln? Was sagt ihr dazu?

Lin Rina Meine größte Veränderung 2021 wird wahrscheinlich der Umzug sein. Im Moment wohnen wir gefühlt fernab aller Autorenkollegen und Menschen, mit denen ich in der Buch-Bubble zu tun habe. Und ich wünsche mir, dass wir an einen Ort ziehen werden, an dem ich diesen Menschen näher bin. Und sie dadurch hoffentlich, wenn Corona bis dahin wieder fort ist, was wir uns ja alle wünschen für nächstes Jahr, die häufiger im Real Life zu sehen. Sowas wie einen Autoren-Stammtisch zu gründen, wo man sich regelmäßig wirklich trifft, um zu schreiben, gemeinsam sich auszutauschen und das nicht nur virtuell zu tun. Das sind meine Pläne. Die Veränderung, die im nächsten Jahr ansteht und auch natürlich meine Wünsche.

Kia Kahawa Woa. Ich muss sagen, das triggert ein bisschen mein schlechtes Gewissen, denn ich bin ja die Leiterin des Autoren-Stammtisches in Hannover. Und wir haben uns lange nicht getroffen. Und da muss ich gestehen, Corona ist mir da ziemlich recht gekommen. Denn ich glaube, auch ohne Corona, hätten wir uns dieses Jahr kaum getroffen, denn mein großes Ziel an Veränderung für 2021 ist, dass ich endlich loslassen lerne. Ich habe keine Zeit für meinen Autoren-Stammtisch und ich habe keine Zeit für andere Projekte. Und ich möchte gerne diese eine wichtige Sache mit 100 Prozent erledigen. Und dazu brauche ich tatsächlich Raum und Zeit. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und deshalb möchte ich, für mich persönlich, die Veränderungen etablieren, dass ich im nächsten Jahr Projekte fallen lasse und auch endgültig beende und sage: Es ist weg. Ich mache das nicht mehr. Bitte, es muss jemand anderes machen oder das gibt es nicht mehr. Und dazu gehört dann eben auch das wirklich innere Loslassen. Denn Loslassen ist ja nicht loswerden. Also ja, das ist mein To-Do, meine Veränderung to-do für 2021. Wie sieht es bei dir aus, Magret?

Magret Kindermann Welche Veränderungen ich erwarte, weiß ich nicht, um ehrlich zu sein. Ich erwarte eigentlich eine andere Sorte von Leserinnen. High Fantasy hatte ich bisher noch nicht und da bin ich sehr gespannt. Ich bin selbst keine Fantasy Leserin, deswegen fühlt es sich ein bisschen an, als würde ich da ein Genre unterwandern und kann mir vorstellen, dass ich da viel gemacht habe, was vielleicht untypisch ist und was vielen oder manchen, also was vielen am Ende nicht gefallen könnte. Aber es ist natürlich auch eine Chance, dass ich einen objektiveren Blickwinkel auf das Genre habe und mich loslöse von diesen ganzen ständig wiederholenden Geschichten, die ja auch einfach überall sind. Von daher, ich bin gespannt. Es kann gut gehen und es kann schlecht gehen. Mal schauen. Aber das ist auf jeden Fall das Spannende, Große, Neue für mich. Ich plane sowas eigentlich nicht wirklich. Für mich stehen immer nur so die nächsten Schreibprojekt an. Und dann schwinge ich mich von Buch zu Buch, weil ich mich auch nicht unter Druck setzen möchte, indem ich mehrere Bücher gleichzeitig plane, was jetzt ein bisschen schiefgegangen ist. Immerhin habe ich drei große Projekte vor mir. Aber versuche eben da auch Prioritäten zu machen und sagen: Okay, jetzt ist zuerst die Fortsetzung der Zombis dran, dann die Fortsetzung für Aro und dann schreibe ich mein persönliches Wunden-Projekt. Ob das alles so klappt, weiß ich nicht. Aber es kann immer sein, dass ich mir selbst ein Bein stelle. Und was ich mir wünsche, ist klar. Ich wünsche mir, dass mein neues Buch, das dann rauskommt, viel gelesen wird. Ich hoffe, dass ich nochmal eine sehr viel größere Leserschaft haben kann. Einfach mehr Reichweite. Mehr, ja. Auch ein bisschen mehr Anerkennung. Ich glaube, als Autorin ist es natürlich immer schwierig, wenn man immer nur so ein Insider bleibt. Und ich wäre, glaub ich, gerne mal ein bisschen mehr diskutiert. Weil dann macht es auch mehr Spaß, wenn dann Leute ihre Meinungen einbringen und dann verschiedene Leserinnen verschiedene Meinungen haben und man einfach so ein bisschen mehr ins Gespräch kommt. Das ist dann das Spannende und da fängt es an. Und das hab ich mit meinen anderen Büchern bisher immer nur im Kleinen gehabt und das wäre schön.

Kia Kahawa Okay, vielen Dank dafür. Jetzt möchte ich von euch dreien noch wissen: Wenn ihr einen Wunsch frei hättet, egal welchen, was würdet ihr euch für 2021 wünschen? Sebastian, fängst du an?

S.D. Foik Na ja, dass Corona verschwindet. Also sowohl halt als Auto und auch als Lehrer finde ich das schon sehr anstrengend. Also wie gesagt, im Unterricht oder den Unterricht mit Maske zu führen ist schon echt die Hölle. Und es ist einfach, auf die absehbare Zeit wird sich da nicht viel ändern. Und die Begegnung zwischen uns Autoren findet ja nur virtuell statt und das ist halt okay. Aber ich glaube, dass das Miteinander auf einer Messe oder anderen Begegnungsmöglichkeiten schon cool wäre. Und ich hab das damals nur bruchstückhaft 2019 auf der Frankfurter Buchmesse erlebt. Es war schon sehr magisch und ich würde mir wünschen, so etwas nochmal erleben zu können.

Kia Kahawa Stimmt, da haben wir beide uns ja auch persönlich kennengelernt. Ja, das vermisse ich auch aus tausend Gründen und kann mich da total anschließen. Lin, wie sieht das bei dir aus? Was wäre dein Wunsch?

Lin Rina (Lacht) Ich glaube, uns brennt allen auf der Seele Corona loszuwerden. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, dass Corona weg ist. Und auch keine andere Krankheit dafür aufkommt, die so schlimm ist oder schlimmer. Ja, falls das aber nicht geht, würde ich mir wünschen, dass wir in Zukunft weniger Plastik kaufen müssen. Dass die Menschen endlich einsehen, dass wir so mit unserem Planeten nicht weitermachen können. So, und wenn ich einen Wunsch frei hätte, der sich nur auf die Büchersache bezieht, weil ich ja Autorin bin. Was würde ich mir wünschen? Weiß nicht. Ich glaube, ich wünsche mir, dass meine Bücher weiterhin zu den Leuten kommen, die sie lieben und die sie vielleicht auch gebrauchen können.

Kia Kahawa Ah, das ist schön. Vielen Dank dafür. Als allerletzte Frage im diesjährigen Winterferien-Programm zum Auto®preneur Podcast, möchte ich gerne von Magret Kindermann wissen: Was würdest du dir wünschen, wenn du einen Wunsch frei hättest für 2021?

Magret Kindermann Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich wahrscheinlich gleich das große Ganze nehmen, weil warum auch nicht. Und wenn es ’21 kommen würde, wäre es auch okay. Also es kann auch später kommen. Aber wenn ich schon mal einen Wunsch frei hab, ne, dann würde ich mir natürlich wünschen, dass ich so viel Erfolg mit meinen Büchern habe und so viele Leute mich entdecken, dass ich davon leben kann. Und ich fände es sehr, sehr toll, wenn ich dafür nicht irgendeinen großen Verlag an Land ziehen muss oder dahin wechseln muss oder meine Bücher weggekauft werden müssen dafür. Weil ich sehr, sehr gerne bei meinem kleinen Verlag, Gedankenreich Verlag, bleiben würde. Der ist sehr toll. Ich finde, der wählt die Bücher sehr gut aus, behandelt die Autorinnen alle so fair. Die Arbeit mit den Menschen macht einfach so viel Spaß und man kann so viel Input geben. Da würde ich einfach gerne bleiben. Und wenn ich das schaffen würde dann mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, dann würde ich quasi die Aufmerksamkeit ja auch mit auf den Verlag lenken. Und das wäre ein großer Wunsch, der gerne in Erfüllung gehen kann.

 

Kia Kahawa Ich glaube, ich möchte das einfach so stehen lassen und mich bei euch bedanken. Zum einen bei Lin Rina, Magret Kindermann und S.D. Foik. Und zum anderen natürlich bei all jenen, die mich auf meiner Patreon Seite schon seit Monaten, zum Teil seit Jahren, unterstützen. Die diesen Podcast schon gefühlt immer verfolgt haben. Den gab es ja vorher noch nicht in seiner Form als Autorpreneur … Autor-Preneur – ich muss mich an meinen eigenen Namen gewöhnen, ich habe ihn vor kurzem erst gewählt. Und es ist tatsächlich etwas ungewöhnlich, dass man mit einem Winterferien-Programm, durch Abwesenheit und Gästeinterviews, einen neuen Podcast startet. Aber tatsächlich starte ich einen neuen Podcast. Was zuvor der Autorenleben-Podcast war, der exklusiv auf Patreon erschienen ist, wird jetzt ein bisschen umgemodelt, umstrukturiert und wird als Auto(r)preneur Podcast ab 2021 überall veröffentlicht, wo es Podcasts gibt. Vielen, vielen Dank fürs Zuhören, fürs Supporten, für den finanziellen Support, für Reichweiten, für jeden Retweet, für jede Bewertung und vor allem natürlich, fürs Mitdenken.

 

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