Ich bin keine Anfängerin mehr, was Bullet Journaling angeht. Ein Bullet Journal ist fester Bestandteil meines Alltags und ich möchte dir heute aufzeigen, welche Methoden von Ryder Carrolls Bullet Journal Methode ich übernommen und welche ich für mich gestrichen habe.

Fazit nach vier Bullet Journals

Ich habe das vierte Bullet Journal gefüllt und würde mich jetzt nicht mehr als Anfängerin bezeichnen.

In vielen Aspekten bin ich von der Bullet-Journal-Methode von Ryder Carroll abgewichen und erzähle dir heute mal etwas darüber, was ich für mich wie optimiert habe. Vielleicht ist auch etwas für dich dabei.

Allgemein lässt sich sagen: ich liebe das Bullet Journaling. Ich bin dabei eine der effizienten, wenig Dekorations-orientierten Leute und könnte niemals Stundenlang die Seiten dekorieren, nur um sie danach mit echtem Kram vollzukritzeln. Versteh mich nicht falsch: ich mag Design, aber Design muss eine Funktion haben. Alles, was überflüssig ist, fliegt raus. Dabei achte ich einfach nur darauf, dass mein Bullet Journal ordentlich, übersichtlich, nicht hässlich und auch in mehreren Jahren noch aufschlussreich ist.

 

Das nutze ich nicht mehr: Future Log, Rapid Logging und Geistiger Fundus

Future Log

Der Future Log besteht aus zwei, vier oder sechs Doppelseiten am Anfang eines Bullet Journals und trägt Überschriften von den zukünftigen Monaten, die noch nicht aktuell sind. Wenn ich heute beispielsweise eine Aufgabe in die Finger kriege, die im Oktober relevant wird, schreibe ich sie in den Future Log für Oktober 2021 und habe sie erstmal aus den Augen, aus dem Sinn.

Ich muss sagen: ich bin mit dem Future Log schon seit Beginn meiner Bullet Journal Karriere auf Kriegsfuß. Erst habe ich ihn brav angelegt, genau wie den geistigen Fundus, dann habe ich es aber nie genutzt. Alles, was ich mir für folgende Monate vorgenommen habe und hier an den Anfang des Bullet Journals reingeschrieben habe, wurde irgendwann redundant. Ich habe es gestrichen, einfach weggelassen und nicht vermisst. Inzwischen habe ich weder Future Log noch Geistigen Fundus. Für den Future Log habe ich Trello und plane meine Aufgaben darin flexibel und übersichtlich voraus. Wenn mich die Karten nerven, kann ich sie auch einfach ein paar Monate zurückstellen, bis sie dann Anfang September für Oktober wieder aus dem Archiv auftauchen.

 

Geistiger Fundus

Der geistige Fundus ist meine Ideen-Liste. Auch eine Trello-Karte mit vielen Checklisten ,die ich ein Mal im Monat ergänze, aussortiere oder bestimme, was ich in die Tat umsetzen möchte. Insgesamt hat sich mein Bullert Journal von Anfang an sehr schnell in ein schriftliches Trello verwandelt, was mir weder gut getan, noch irgendwo Sinn ergeben hat.

 

Rapid Logging

Daher bin ich jetzt wieder umgeschwenkt und habe das Bullet Journal zu dem gemacht, was es sein sollte: Ursprünglich habe ich nämlich mit dem Bullet Journal angefangen, um mir nicht nur im Beruflichen, sondern auch im Privaten Ziele setzen zu können. Inzwischen schreibe ich darin eine Art Tagebuch. Das Rapid Logging, das Ryder Carroll in seinem Buch „Die Bullet-Journal-Methode*“ beschreibt, habe ich zu Beginn begriffen, dann irgendwie für mich umfunktioniert, dann neulich wieder begriffen und gemerkt, dass ich sie nicht brauche. Dabei ist Rapid Logging, also das tagesaktuelle und ungeordnete Notieren von allem, was einem im chaotischen Alltag begegnet, neben dem geistigen Fundus und dem Future Log ein zentraler Bestandteil vom Bullet Journal. Ich schreibe eher auf, welche Aufgaben ich erledigt habe und sortiere Gedanken wie Geschenkideen, Kontakte oder ähnliches sofort an Ort und Stelle.

 

Veranstaltungs-BuJo als separates Buch

Für Buchmessen habe ich ein eigenes Bullet Journal. Da ein allumfassendes Bullet Journal bei mir etwa fünf bis neun Monate hält, wäre es sinnlos, alle Bullet Journals mit auf eine Buchmesse zu schleppen, und auch die alltägliche Arbeitsplanung ergibt bei einer Messe keinen Sinn. Nein, ich habe für Messen und Events ein einzelnes Bullet Journal und kann hierin in Sekundenschnelle nachlesen, was bei der letzten Messe war. So kann ich bei Geschäftskontakten und Akquise-Gesprächen bei jeder Messe dort weitermachen, wo ich vor einem halben Jahr – oder inzwischen vor fast zwei Jahren – aufgehört habe. Genial, oder?

 

Was richtig gut funktioniert

Darüber habe ich ja letzte Woche schon gesprochen, aber ich erwähne es gerne hier nochmal:  ich springe auf jede Art von Gamification an. Challenges, Habit Tracker, Collections mit allem, was nach Wettbewerb, Spiel oder Competition aussieht: Ich fahr da total drauf ab.

Allgemein kann ich sagen, dass Habit Tracker, insbesondere solche, die mit der Arbeit zu tun haben, bei mir gut funktionieren. So lange sie einfach zu füllen sind! Wenn ich für einen Kunden 100 Texte schreiben soll und für jeden Text ein Kreuz mache und es grün anmale, habe ich somit schon einen tollen Kontrollmechanismus, der mir zudem Spaß und Motivation bringt.

Egal, ob du Bullet Journals magst oder nicht, ob du Erfahrung hast oder Anfänger*in bist: Ich kann dir wärmstens empfehlen, einen Blick auf das Prinzip von Bullet Journals zu werfen und die Methodik für zwei, drei Monate auszuprobieren. Vielleicht ist für dich genau das, was ich für mich rausgeschmissen habe, total wichtig und lebensverändernd. Vielleicht auch nicht. Was ich dir auf djeden Fall aber ans Herz legen möchte, sind Habit Tracker und Collections.

Damit machen Projektplanung und -überwachung auf jeden Fall ein kleines bisschen mehr Spaß als ohne.

Alles Liebe,

Kia



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