Aufbewahrungsfristen für Geschäftspapiere

Aufbewahrungsfristen für Geschäftspapiere

Papier hier, Papier da – ein Scanner kann Abhilfe verschaffen, wenn du ein ausgeklügeltes und sicheres Ablagesystem hast. Doch was musst du wie lange aufbewahren? In diesem Artikel kläre ich über Aufbewahrungspflichten, Aufbewahrungsfristen und deren Wichtigkeit auf.

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Steuer-Neuheiten 2021: Autoren an die Steuer!

Steuer-Neuheiten 2021: Autoren an die Steuer!

Hallo, 2021! Hallo, neues Steuerjahr!

Warum erst jetzt? Nun, ich habe den Januar damit verbracht, das „Autoren an die Steuer“-E-Book neu aufzusetzen. Es gibt nicht nur eine aktualisierte Version, sondern auch jede Menge steuerlicher Neuheiten – und ein paar ergänzende Kapitel!

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Planung für 2021: So wird das neue Jahr!

Planung für 2021: So wird das neue Jahr!

Heute reden wir über unsere Jahresplanung 2021.

Wir, das sind Lin Rina, Magret Kindermann, S. D. Foik und ich, Kia Kahawa.

Wir sprechen darüber, was wir uns für 2021 vorgenommen und eingeplant haben, welche Veränderungen wir uns wünschen und welche wir selbst erwirken wollen und zuletzt äußert jede und jeder von uns einen Wunsch für das Jahr 2021.

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Weitere Informationen

Das Winterferien-Programm

Seit April 2020 gibt es jeden Freitag eine Autorenleben-Podcastfolge. Ab 2021 verändert sich das Podcast-Konzept, und ich werde ihn unter dem Namen Auto(r)preneur überall dort veröffentlichen, wo es Podcasts gibt. In den Monaten Juli und Dezember allerdings pausiere ich meinen eigenen Podcast und lasse andere Autor*innen zu verschiedenen Themen zu Wort kommen.

Vom 01. Dezember bis zum 02. Januar wirst du 8 Podcasts hören, an denen insgesamt 10 Autor*innen mitgewirkt haben. Sei dabei und höre kostenlos die Folgen, die du möchtest (oder gerne alle!), oder unterstütze dieses Projekt zusätzlich mit einem monatlichen Betrag auf meiner Patreon-Seite: www.patreon.com/kiakahawa . Wenn du heute mit zwei Euro pro Monat einsteigst, zahlst du pro Podcast im Winterferien-Programm eine Unterstützung von etwa 25 Cent. Das klingt enorm wenig, kann uns aber helfen, dieses Programm zwei Mal jährlich mit immer neuen Autorinnen und Autoren zu veröffentlichen.

 

Transkript des Podcasts

Kia Kahawa Liebe Magret, was hast du für 2021 geplant?

Magret Kindermann Für 2021 habe ich tatsächlich ziemlich viel geplant. 2020 war bei mir sehr mager, was die Veröffentlichungen angeht. Also bei mir kam und kommt nichts Neues. Und das ist das erste Mal in meinem Schreiballtag, dass ich da nichts habe, was ich rausbringen kann. Nicht mal die Anthologie von Nikas Erben ist ja rausgekommen, bei der ich Teil bin. Sondern das wird dann alles 2021 passieren. Und mein neues Buch, das Fantasy-Buch „Aro und der Tod“ wird rauskommen. Das ist für mich auch ein großer Moment, weil das ein Buch ist, mit dem ich, glaube ich, eine größere Zielgruppe anspreche, als mit meinen sonstigen Büchern, die ja relativ große Nischenprojekte sind. Und ich werde auch an einem neuen Projekt schreiben. Daran schreib ich auch jetzt schon. Ich hab jetzt angefangen, an dem zweiten Teil von „Killing Zombies and Kissing You“ zu schreiben. Und der wird hoffentlich im Sommer fertig sein, sodass ich dann auch schon mit dem zweiten Teil von „Aro und der Tod“ fertig werden kann. Also lauter zweite Teile. 2021 wird ein Jahr der zweiten Teile. Und ich habe auch noch geplant, ein Buch, das im Selfpublishing rauskommen soll, das jetzt den Arbeitstitel „Hexenruhe“ trägt. Und es ist nicht biografisch, aber es enthält persönliche Wunden, wenn man so sagen kann. Deswegen hab ich dafür auch Selfpublishing ausgesucht, weil ich einfach glaube, das ist der richtige Ort dafür. Es ist auch sehr ein experimentelles Werk. Mir ist aber bewusst, dass ich wahrscheinlich nicht alle drei Sachen in einem Jahr fertigstellen kann. Deswegen. Ja, ich schätze mal, dass ich mich um mein persönliches Werk, das im Selfpublishing rauskommen soll, also „Hexenruhe“, dass ich mich darum ein bisschen drücken werde und erstmal die witzigen Sachen schreiben werde. Aber naja, dafür sind sie da und das ist auch in Ordnung.

Kia Kahawa Vielen Dank dafür. Ich bin gespannt, was zuerst kommt und was ich zuerst lesen werde. Liebe Lin Rina, was hast du für 2021 geplant?

Lin Rina Mein aktueller Plan ist auch der Plan, den ich für 2021 weiterverfolgen werde: Den zweiten Band von meiner Diologie zu schreiben. Der erste Band heißt „Vom Wind geküsst“ und ist im Drachenmond neu erschienen und ich möchte gerade den zweiten Teil schreiben. Und habe auch schon angefangen, werde es aber dieses Jahr nicht mehr fertig schaffen. Deswegen ist es auch mein Plan, fürs Frühjahr 2021, weiter daran zu arbeiten. Danach bin ich frei. Ich habe keine Fortsetzungen zu schreiben. Ich habe keine Verpflichtungen. Und werde mal schauen, welche von meinen eine Million Ideen, die in meinem Kopf spuken, ich dann umsetzen möchte. Ich habe schon ein paar Favoriten, die ich angehen möchte, wie z. B. einen Faithful New Adult Roman zu schreiben oder eine Superhelden-Geschichte. Aber für was ich mich schlussendlich entscheiden werde, was das Projekt 2021 wird, das habe ich noch nicht entschieden. Und es gefällt mir auch gerade ganz gut, es einfach noch nicht entschieden zu haben und noch mit diesem offenen Blick rauszugehen und zu schauen, welche Idee mich 2021 wirklich packen wird. Genau. Schreiben werde ich auf jeden Fall, auch wenn wir nächsten Sommer wahrscheinlich umziehen werden. Aber das Schreiben, das kriegt man, das brauche ich einfach. Das kriegt man nicht weg, egal was gerade für Trubel los ist.

Kia Kahawa Das klingt ja absolut so, als wäre 2021 wirklich das Jahr der zweiten Teile. Denn mein Ziel ist es, von meiner „Abschalter“ Trilogie, ja, Band zwei fertigzustellen. Er ist im Grunde in der Rohfassung bereits fertig. Ich habe allerdings noch ein paar Wochen, um das Buch zu überarbeiten. Und danach ist mein Ziel, für nächstes Jahr, Teil drei, komplett von Anfang an zu schreiben und damit meine allererste Trilogie fertigzustellen und dann beim Verlag abzugeben. Das ist also schon mal super spannend, dass es da so viele zweite Teile gibt. Und dann auch in meinem Fall noch einen dritten Teil. Jetzt bin ich mal total gespannt. Sebastian, auch als S.D. Foik bekannt, erzähl uns doch mal, was hast du 2021 geplant?

S.D. Foik Der Plan ist für 2021, zu Weihnachten den zweiten Roman rauszubringen. Und es wird wahrscheinlich… Also es wird auf jeden Fall die Fortsetzung von „Ära des Verrats“ sein. Und wie ich mich, wenn alles klappt und ich mich konsequent hinsetze, dann werde ich das auch schaffen. Im Kopf ist die Geschichte im Prinzip schon geschrieben. Ich muss die dann noch irgendwie auf’s Papier bringen. Ja, was auf jeden Fall weiterlaufen und regelmäßig veröffentlicht wird, ist der Podcast „Buch und Bühne“, den ich mit meiner Schwester, Patrizia, auch betreibe und wo es halt um Autorenleben geht, um Leben auf der Bühne von meiner Schwester. Die ist ja Schauspielerin und Theaterpädagogin. Und ich versuche immer wieder, wie gesagt, Autorenkollegen zu interviewen. Das wird auf jeden Fall im nächsten Jahr weiter fortgesetzt.

Kia Kahawa Okay, ich werd‘ nicht mehr. Wir alle sind das Team oder der Club der Fortsetzenden. Oder die Fortsetzungsschreiber*innen. Das finde ich total spannend. Und ich muss auch sagen, ich finde das gerade ziemlich witzig. Dann darf ich vielleicht an der Stelle nochmal darauf hinweisen, Magret hat vor, eventuell dieses eine Werk, das kein zweiter Teil ist, zu schreiben. Und ich habe dann auch noch einen lesbischen Liebesroman, der bei mir in der Schublade ist. Der war für Juni 2021 geplant. Aber ich bin jetzt schon mal ganz großzügig auf die Planung für 2022 gegangen. Und nächstes Jahr möchte ich im Selfpublishing kein Buch rausbringen. Mir reicht mein Verlagswerk, das am 15. Februar erscheint. Es ist übrigens noch nicht offiziell angekündigt. Das heißt, wer Interesse hat, darf mal schnell googeln und es vor allen anderen herausfinden. Und jetzt würde ich gerne noch auf das Thema Veränderungen eingehen. Was für Veränderungen erwartet ihr in 2021? Also mir geht’s da nicht unbedingt darum, was ihr konkret plant. Und wenn ihr doch konkret plant, dann was? Aber auch so ein bisschen in Richtung: Wie soll sich das Autorenleben weiterentwickeln? Was sagt ihr dazu?

Lin Rina Meine größte Veränderung 2021 wird wahrscheinlich der Umzug sein. Im Moment wohnen wir gefühlt fernab aller Autorenkollegen und Menschen, mit denen ich in der Buch-Bubble zu tun habe. Und ich wünsche mir, dass wir an einen Ort ziehen werden, an dem ich diesen Menschen näher bin. Und sie dadurch hoffentlich, wenn Corona bis dahin wieder fort ist, was wir uns ja alle wünschen für nächstes Jahr, die häufiger im Real Life zu sehen. Sowas wie einen Autoren-Stammtisch zu gründen, wo man sich regelmäßig wirklich trifft, um zu schreiben, gemeinsam sich auszutauschen und das nicht nur virtuell zu tun. Das sind meine Pläne. Die Veränderung, die im nächsten Jahr ansteht und auch natürlich meine Wünsche.

Kia Kahawa Woa. Ich muss sagen, das triggert ein bisschen mein schlechtes Gewissen, denn ich bin ja die Leiterin des Autoren-Stammtisches in Hannover. Und wir haben uns lange nicht getroffen. Und da muss ich gestehen, Corona ist mir da ziemlich recht gekommen. Denn ich glaube, auch ohne Corona, hätten wir uns dieses Jahr kaum getroffen, denn mein großes Ziel an Veränderung für 2021 ist, dass ich endlich loslassen lerne. Ich habe keine Zeit für meinen Autoren-Stammtisch und ich habe keine Zeit für andere Projekte. Und ich möchte gerne diese eine wichtige Sache mit 100 Prozent erledigen. Und dazu brauche ich tatsächlich Raum und Zeit. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und deshalb möchte ich, für mich persönlich, die Veränderungen etablieren, dass ich im nächsten Jahr Projekte fallen lasse und auch endgültig beende und sage: Es ist weg. Ich mache das nicht mehr. Bitte, es muss jemand anderes machen oder das gibt es nicht mehr. Und dazu gehört dann eben auch das wirklich innere Loslassen. Denn Loslassen ist ja nicht loswerden. Also ja, das ist mein To-Do, meine Veränderung to-do für 2021. Wie sieht es bei dir aus, Magret?

Magret Kindermann Welche Veränderungen ich erwarte, weiß ich nicht, um ehrlich zu sein. Ich erwarte eigentlich eine andere Sorte von Leserinnen. High Fantasy hatte ich bisher noch nicht und da bin ich sehr gespannt. Ich bin selbst keine Fantasy Leserin, deswegen fühlt es sich ein bisschen an, als würde ich da ein Genre unterwandern und kann mir vorstellen, dass ich da viel gemacht habe, was vielleicht untypisch ist und was vielen oder manchen, also was vielen am Ende nicht gefallen könnte. Aber es ist natürlich auch eine Chance, dass ich einen objektiveren Blickwinkel auf das Genre habe und mich loslöse von diesen ganzen ständig wiederholenden Geschichten, die ja auch einfach überall sind. Von daher, ich bin gespannt. Es kann gut gehen und es kann schlecht gehen. Mal schauen. Aber das ist auf jeden Fall das Spannende, Große, Neue für mich. Ich plane sowas eigentlich nicht wirklich. Für mich stehen immer nur so die nächsten Schreibprojekt an. Und dann schwinge ich mich von Buch zu Buch, weil ich mich auch nicht unter Druck setzen möchte, indem ich mehrere Bücher gleichzeitig plane, was jetzt ein bisschen schiefgegangen ist. Immerhin habe ich drei große Projekte vor mir. Aber versuche eben da auch Prioritäten zu machen und sagen: Okay, jetzt ist zuerst die Fortsetzung der Zombis dran, dann die Fortsetzung für Aro und dann schreibe ich mein persönliches Wunden-Projekt. Ob das alles so klappt, weiß ich nicht. Aber es kann immer sein, dass ich mir selbst ein Bein stelle. Und was ich mir wünsche, ist klar. Ich wünsche mir, dass mein neues Buch, das dann rauskommt, viel gelesen wird. Ich hoffe, dass ich nochmal eine sehr viel größere Leserschaft haben kann. Einfach mehr Reichweite. Mehr, ja. Auch ein bisschen mehr Anerkennung. Ich glaube, als Autorin ist es natürlich immer schwierig, wenn man immer nur so ein Insider bleibt. Und ich wäre, glaub ich, gerne mal ein bisschen mehr diskutiert. Weil dann macht es auch mehr Spaß, wenn dann Leute ihre Meinungen einbringen und dann verschiedene Leserinnen verschiedene Meinungen haben und man einfach so ein bisschen mehr ins Gespräch kommt. Das ist dann das Spannende und da fängt es an. Und das hab ich mit meinen anderen Büchern bisher immer nur im Kleinen gehabt und das wäre schön.

Kia Kahawa Okay, vielen Dank dafür. Jetzt möchte ich von euch dreien noch wissen: Wenn ihr einen Wunsch frei hättet, egal welchen, was würdet ihr euch für 2021 wünschen? Sebastian, fängst du an?

S.D. Foik Na ja, dass Corona verschwindet. Also sowohl halt als Auto und auch als Lehrer finde ich das schon sehr anstrengend. Also wie gesagt, im Unterricht oder den Unterricht mit Maske zu führen ist schon echt die Hölle. Und es ist einfach, auf die absehbare Zeit wird sich da nicht viel ändern. Und die Begegnung zwischen uns Autoren findet ja nur virtuell statt und das ist halt okay. Aber ich glaube, dass das Miteinander auf einer Messe oder anderen Begegnungsmöglichkeiten schon cool wäre. Und ich hab das damals nur bruchstückhaft 2019 auf der Frankfurter Buchmesse erlebt. Es war schon sehr magisch und ich würde mir wünschen, so etwas nochmal erleben zu können.

Kia Kahawa Stimmt, da haben wir beide uns ja auch persönlich kennengelernt. Ja, das vermisse ich auch aus tausend Gründen und kann mich da total anschließen. Lin, wie sieht das bei dir aus? Was wäre dein Wunsch?

Lin Rina (Lacht) Ich glaube, uns brennt allen auf der Seele Corona loszuwerden. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, dass Corona weg ist. Und auch keine andere Krankheit dafür aufkommt, die so schlimm ist oder schlimmer. Ja, falls das aber nicht geht, würde ich mir wünschen, dass wir in Zukunft weniger Plastik kaufen müssen. Dass die Menschen endlich einsehen, dass wir so mit unserem Planeten nicht weitermachen können. So, und wenn ich einen Wunsch frei hätte, der sich nur auf die Büchersache bezieht, weil ich ja Autorin bin. Was würde ich mir wünschen? Weiß nicht. Ich glaube, ich wünsche mir, dass meine Bücher weiterhin zu den Leuten kommen, die sie lieben und die sie vielleicht auch gebrauchen können.

Kia Kahawa Ah, das ist schön. Vielen Dank dafür. Als allerletzte Frage im diesjährigen Winterferien-Programm zum Auto®preneur Podcast, möchte ich gerne von Magret Kindermann wissen: Was würdest du dir wünschen, wenn du einen Wunsch frei hättest für 2021?

Magret Kindermann Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich wahrscheinlich gleich das große Ganze nehmen, weil warum auch nicht. Und wenn es ’21 kommen würde, wäre es auch okay. Also es kann auch später kommen. Aber wenn ich schon mal einen Wunsch frei hab, ne, dann würde ich mir natürlich wünschen, dass ich so viel Erfolg mit meinen Büchern habe und so viele Leute mich entdecken, dass ich davon leben kann. Und ich fände es sehr, sehr toll, wenn ich dafür nicht irgendeinen großen Verlag an Land ziehen muss oder dahin wechseln muss oder meine Bücher weggekauft werden müssen dafür. Weil ich sehr, sehr gerne bei meinem kleinen Verlag, Gedankenreich Verlag, bleiben würde. Der ist sehr toll. Ich finde, der wählt die Bücher sehr gut aus, behandelt die Autorinnen alle so fair. Die Arbeit mit den Menschen macht einfach so viel Spaß und man kann so viel Input geben. Da würde ich einfach gerne bleiben. Und wenn ich das schaffen würde dann mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, dann würde ich quasi die Aufmerksamkeit ja auch mit auf den Verlag lenken. Und das wäre ein großer Wunsch, der gerne in Erfüllung gehen kann.

 

Kia Kahawa Ich glaube, ich möchte das einfach so stehen lassen und mich bei euch bedanken. Zum einen bei Lin Rina, Magret Kindermann und S.D. Foik. Und zum anderen natürlich bei all jenen, die mich auf meiner Patreon Seite schon seit Monaten, zum Teil seit Jahren, unterstützen. Die diesen Podcast schon gefühlt immer verfolgt haben. Den gab es ja vorher noch nicht in seiner Form als Autorpreneur … Autor-Preneur – ich muss mich an meinen eigenen Namen gewöhnen, ich habe ihn vor kurzem erst gewählt. Und es ist tatsächlich etwas ungewöhnlich, dass man mit einem Winterferien-Programm, durch Abwesenheit und Gästeinterviews, einen neuen Podcast startet. Aber tatsächlich starte ich einen neuen Podcast. Was zuvor der Autorenleben-Podcast war, der exklusiv auf Patreon erschienen ist, wird jetzt ein bisschen umgemodelt, umstrukturiert und wird als Auto(r)preneur Podcast ab 2021 überall veröffentlicht, wo es Podcasts gibt. Vielen, vielen Dank fürs Zuhören, fürs Supporten, für den finanziellen Support, für Reichweiten, für jeden Retweet, für jede Bewertung und vor allem natürlich, fürs Mitdenken.

 

In dieser Folge mit dabei:

 

S. D. Foik

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Instagram: https://www.instagram.com/s.d.foik/

Twitter: https://twitter.com/belgarriion

 

Magret Kindermann

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Twitter: https://twitter.com/magretkind

Instagram: https://www.instagram.com/magretkind/

 

Lin Rina

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Lin_Rina

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… und ich: Kia Kahawa

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Dankbarkeit im Jahr 2020

Dankbarkeit im Jahr 2020

Heute reden wir über Dankbarkeit im Jahr 2020.

Wir, das sind Carolin Summer, Lily Magdalen, Liv Modes und ich, Kia Kahawa.

Wir sprechen darüber, wofür wir im Jahr 2020 trotz der weltweiten Corona-Pandemie dankbar sind. Und wir erzählen, was wir in diesem Jahr erreicht und geschafft haben und verteilen ein bisschen Liebe und Faszination für unser Umfeld.

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Weitere Informationen

Das Winterferien-Programm

Seit April 2020 gibt es jeden Freitag eine Autorenleben-Podcastfolge. Ab 2021 verändert sich das Podcast-Konzept, und ich werde ihn unter dem Namen Auto(r)preneur überall dort veröffentlichen, wo es Podcasts gibt. In den Monaten Juli und Dezember allerdings pausiere ich meinen eigenen Podcast und lasse andere Autor*innen zu verschiedenen Themen zu Wort kommen.

Vom 01. Dezember bis zum 02. Januar wirst du 8 Podcasts hören, an denen insgesamt 10 Autor*innen mitgewirkt haben. Sei dabei und höre kostenlos die Folgen, die du möchtest (oder gerne alle!), oder unterstütze dieses Projekt zusätzlich mit einem monatlichen Betrag auf meiner Patreon-Seite: www.patreon.com/kiakahawa . Wenn du heute mit zwei Euro pro Monat einsteigst, zahlst du pro Podcast im Winterferien-Programm eine Unterstützung von etwa 25 Cent. Das klingt enorm wenig, kann uns aber helfen, dieses Programm zwei Mal jährlich mit immer neuen Autorinnen und Autoren zu veröffentlichen.

 

Transkript zum Podcast

Kia Kahawa Ich möchte mit Carolin Summer beginnen. Liebe Carolin, wofür bist du 2020 dankbar?

Carolin Summer Am dankbarsten bin ich dieses Jahr meiner Familie für den Rückhalt und die Unterstützung, die sie mir gegeben haben. Als freischaffende Künstlerin ging es mir, wie so vielen anderen, mit der aktuellen Situation nicht gut. Und es wäre längst nicht so glimpflich für mich ausgegangen, wenn ich meine Familie nicht hätte. Und das ist mir einfach unfassbar viel wert. Und ich bin ihnen da sehr, sehr dankbar dafür.

Kia Kahawa Als nächstes hören wir Lily Magdalen. Lily, wofür bist du in diesem Jahr dankbar?

Lily Magdalen Huh. Wofür bin ich dankbar? Das ist eine Frage, die man sich ja oft stellt am Ende eines Jahres. Wenn man zurückblickt und ein bisschen reflektiert. Und ja, für 2020 wird die Frage plötzlich nochmal doppelt intensiv, finde ich gerade. Und ich bin sehr froh, dass mir direkt Sachen einfallen, für die ich dankbar bin. Das erste, was ich sagen will, ist gar keine Sache, sondern das sind tatsächlich die Menschen, die an meiner Seite sind und die 2020 besonders an meiner Seite waren. Und das hat gar nichts damit zu tun, ob sie mir räumlich nahe sind. Weil das braucht es nicht unbedingt immer. Und es gab so viele schöne Momente und auch so viele Safe Spaces, die man sich gemeinsam geschaffen hat in diesem total verrückten Jahr. Dafür bin ich dankbar. Und ich bin sehr dankbar dafür, dass meine Liebsten und ich, alle, bis zum jetzigen Zeitpunkt, wo ich diese Sprachnachricht aufnehme, alle gesund durch das Jahr 2020 gekommen sind. Das ist so viel wert. Und da kann man gar nicht dankbar genug darum sein. Und ich hoffe auch, dass sich das, dass das weiterhin so bleibt. Und dann bin ich tatsächlich dankbar für alle kreativen Momente, die ich erleben durfte. Und für das Tanzen. Ich bin so dankbar, dass ich tanzen darf. Ich mach Pole Dance und tanze da in einem wundervollen Studio, mit einer richtigen Wohlfühlatmosphäre. Und das hat mich tatsächlich – also das Training, klar, aber tatsächlich auch zu tanzen. Auch frei zu tanzen, hat mich 2020 zu einem ganz großen Teil über Wasser gehalten. Dafür bin ich sehr dankbar.

Kia Kahawa Mein dritter Gast heute ist Liv Motes. Und ich würde gerne wissen, liebe Liv, wofür bist du in diesem Jahr dankbar?

Liv Motes Ich bin dieses Jahr tatsächlich am dankbarsten einfach dafür, dass meine Familie, meine Freunde und ich bisher relativ unbeschadet und gesund durch diese Zeit gekommen sind. Das ist eine Sache, das war mir vorher nicht bewusst, dass körperliche Gesundheit eben keine Selbstverständlichkeit ist. Und Corona hat es einen gelehrt. Corona hat mich auch eine zweite Sache gelehrt dieses Jahr, für die ich dankbar bin. Und zwar hat mich gerade die Quarantäne-Zeit dazu gezwungen, mich mit ein paar Fragen zu beschäftigen, die ich schon ein paar Jahre mit mir herumtrage und die mich das eine Mal mehr, das andere Mal weniger belastet haben. Und zwar: Wohin will ich mit dem Schreiben? Was bedeutet es für mich? Und welchen Platz und welchen Stellenwert will ich dem in meinem Leben geben? Und das sind Fragen, die ich für mich klären konnte dieses Jahr, wofür ich auch sehr dankbar bin, weil es einfach extrem hilft, weitere Schritte zu planen. Und auch allgemein den Umgang mit dem Schreiben in meinem Leben besser zu gestalten.

Kia Kahawa Das klingt doch schon mal richtig super. Ich hatte bei der Auswahl des heutigen Themas ein bisschen Angst, dass es ein, ja, ein schwieriges Thema ist. Gerade für Solo-Selbstständige und gerade für Schriftstellerinnen, die einfach wirtschaftlich sehr, sehr benachteiligt wurden und große Probleme hatten. Gerade durch den Ausfall von sämtlichen Buchmessen und Literaturveranstaltungen ist vermutlich keine von uns vieren unbeschadet aus dem Jahr herausgegangen. Aber dennoch für Unterstützung, für Auszeiten, für das eigene Vorankommen, das eigene Überleben dankbar zu sein, das ist doch schon mal ein sehr, sehr schöner Abschluss für 2020. Und bringt uns in eine gewisse Perspektive für einen schönen Start in 2021. Ich würde von euch dreien jetzt gerne noch wissen: Was habt ihr in diesem Jahr geschafft? Worauf könnt ihr zurückblicken, wo ihr sagt: Hey, das hab ich erledigt und ich bin vorangekommen? Was waren eure Fortschritte? Lily, fang du doch bitte an.

Lily Magdalen Ja, zu dem Zeitpunkt, wo dieser Podcast erscheint oder ausgestrahlt wird oder wie auch immer, werde ich es hoffentlich geschafft haben, meinen Debüt-Roman tatsächlich erfolgreich – naja, erfolgreich – also erstmal veröffentlicht zu haben. Das ist dann schon der Erfolg in dem Moment. In dem Moment, wo ich die Sprachnachricht aufnehme, arbeite ich noch daran. Befinde mich im wirklich, wirklich unglaublich anstrengenden Endspurt. Wenn der Podcast erscheint, dann habe ich es hoffentlich geschafft. Dann steht dieses Buch als Buch in meinem Regal und in hoffentlich ganz vielen anderen Regalen. Und das wäre das größte Geschenk. Und ich möchte gerne, unabhängig davon, ob das dann eintritt oder nicht, einfach sagen können: Ich habe alles gegeben. Und wenn ich das sagen kann, habe ich, glaube ich, auch alles erreicht.

Kia Kahawa Dabei wünsche ich dir natürlich ganz viel Erfolg und alle Zuhörerinnen und Zuhörer können jetzt gerne kurz pausieren und Lily Magdalen googlen und schauen, ob das geklappt hat. Carolin, wie sieht es bei dir aus? Was hast du in diesem Jahr geschafft? Ich weiß es zwar schon, aber erzähl’s uns doch mal.

Carolin Summer Tatsächlich habe ich es dieses Jahr, trotz allem, geschafft, meine geplante Veröffentlichung so durchzuziehen, wie ich sie mir vorgenommen habe. Was vor allem finanziell echt eine Herausforderung war, durch die ausgefallenen Messen und durch viele abgesagte Aufträge. Aber es hat trotzdem funktioniert. Und im November ist mein neues Buch erschienen.

Kia Kahawa Ja, herzlichen Glückwunsch dazu. Da kann ich zu sagen, ich war die Buchsetzerin dieses Buches und daher weiß ich das natürlich schon etwas länger bzw. wusste ich es schon, bevor es öffentlich war. Und an dieser Stelle kann ich glaube ich ganz gut selbst anschließen und sagen, wofür ich in diesem Jahr dankbar bin, dass ich es geschafft habe. Ich kombiniere die Frage für mich ganz geschickt, also die ersten beiden Fragen. Denn ich habe Corona überlebt. Nicht im Sinne von: Ich war krank. Nein, ich habe es nicht bekommen. Mir geht es gesundheitlich, seit meinem Killer-Virus im Januar, da war ich ja in Portugal und in Portugal war ich furchtbar krank. Ich hatte schon gefühlt Corona, damals. Seitdem bin ich wirklich komplett gesund und dafür bin ich super, super glücklich und dankbar. Und das ist richtig toll. Und etwas, das ich geschafft habe, was ich aber gefühlt gar nicht so richtig selbst geschafft habe, ist das wirtschaftliche Überleben. Es gab am Anfang des Jahres, so um die Zeit, als diese Corona-Soforthilfe ausgezahlt wurde, wo der Staat dann sowas gesagt hat wie: Hallo Solo-Selbstständige, hier habt ihr 3.000 Euro. Davon müsst ihr eure Betriebsausgaben für den Rest des Jahres bewältigen. Und wenn ihr nicht überleben könnt, dann beantragt doch bitte Hartz IV. Das habe ich genauso gemacht. Ich war auf Hartz IV als Unterstützung angewiesen. Ich hatte null Aufträge und irgendwie kam es dann, dass gefühlt viele Leute während dieser Lockdown-Zeit, die gar keine Lockdown-Zeit war, sondern einfach nur zu Hause bleiben und Homeoffice großflächig und Schulen-Schließungen und Kita-Schließungen. In dieser Zeit haben viele Leute offenbar Bücher geschrieben und vorangebracht, sodass ich tatsächlich ab etwa Juli / Ende Juli / Anfang August wieder Kundinnen und Kunden bekommen habe. Und das wurden immer mehr. Immer, immer, immer mehr. Sodass ich am Ende tatsächlich im Oktober 2020 so viel Umsatz in einem Monat gemacht habe; wie noch nie in meinem Leben zuvor. Das bedeutet, dass ich nicht nur von den Kunden-Aufträgen und von den Finanzen her in der Krise zwar groß geschadet wurde und danach wieder irgendwie rehabilitiert wurde. Also es ist rehabilitiert. Komisches Wort. Aber es ist sogar so, dass es gefühlt noch gewachsen ist. Also irgendwie hab ich Wachstum geschafft, obwohl diese Krise war. Und dazu kommt noch, dass ich „Nachklang der Hoffnung“ veröffentlicht habe, seit etwa zwei Wochen. Also seit dem 11. Dezember ist mein Buch als E-Book erhältlich und inzwischen sogar als Print-Exemplar, das leider nicht pünktlich unter dem Weihnachtsbaum liegen kann, aber jetzt schon an gewisse Leute unterwegs ist. Wie sieht es denn bei dir aus, Liv? Was hast du in diesem Jahr geschafft?

Liv Motes Ich glaube, mein größtes Achievement dieses Jahr ist tatsächlich die Anthologie der Berlin Autors. Die Berlin Authors sind ein Autor*innen-Netzwerk, das ich letztes Jahr zusammen mit Freundinnen in Berlin gegründet habe. Und wir geben unter anderem jährlich eine Anthologie heraus. Und wir hatten so viel Stress und Zeitdruck damit auf den letzten Metern. Sie ist jetzt vor kurzem erschienen und es fühlt sich immer noch extrem unwirklich an, dieses Buch aus dem Regal nehmen zu können und durchblättern zu können und einfach zu sehen, wie geil es geworden ist. Trotz dieser ganzen Widrigkeiten. Wir haben uns ein bisschen verschätzt. Es sind auch Sachen passiert, die wir nicht einplanen konnten. Corona ist passiert. Und das hatte alles irgendwo seinen Einfluss. Und ich bin einfach so verdammt stolz auf uns, dass wir es geschafft haben, trotzdem dieses mega Buch zu veröffentlichen. Und eine zweite Sache, die sehr cool war dieses Jahr, ist der Verlagsvertrag, den ich gewonnen habe. Nächstes Jahr im Winter erscheint eine Young Adult Romance von mir bei Impress. Und ich bin im Rahmen einer Challenge, einer Schreib-Challenge, die sie veranstaltet haben, dazu gekommen. Ich finde es immer noch lustig im Nachhinein, weil ich das Projekt, was ich eingereicht habe, gar nicht mit der Intension eingereicht habe, tatsächlich einen Vertrag zu bekommen. Sondern einfach nur, weil ich es pünktlich zur Deadline fertig hatte. Aber vielleicht war das der letzte Funken an Einstellung und Karma, den es gebraucht hat, damit es geklappt hat. Auf jeden Fall freue ich mich extrem darauf das jetzt zu schreiben und dann eben nächstes Jahr auch zu sehen, wenn es raus ist.

Kia Kahawa Herrlich! Das klingt wirklich wundervoll und ich freue mich doppelt für dich. Jetzt würde ich gerne als letztes eine etwas abwegigere Frage stellen. Nämlich haben wir in diesem Jahr tatsächlich sehr, sehr häufig durch die Medien gelernt, dass der Mensch ziemlich doof ist. Aber wir Autorinnen schreiben ja über Menschen. Und ich hab mir die Frage gestellt: Warum eigentlich? Also irgendwas müssen wir doch an Menschen mögen und irgendwas muss uns doch an unserem Verhalten, an der Psyche, an Beziehungen faszinieren, denn sonst könnten wir doch auch über Steine schreiben. Jetzt mal so ganz doof gesagt. Also, ich möchte gern einfach mal hören, was magst du an Menschen? Oder warum schreibst du über Menschen? Carolin, fängst du an?

Carolin Summer Das finde ich tatsächlich schwer zu beantworten. Ich glaube, ich versetze mich gerne in andere Personen hinein und wechsele mal den Blickwinkel, um vielleicht auch für gewisse Dinge andere Sichtweisen zu entwickeln und andere Lösungsansätze zu finden. Oder auch, um Mitmenschen besser zu verstehen, die eben nicht so denken wie ich oder die Dinge nicht so sehen wie ich. Und das kann man dadurch, dass man sich Figuren ausdenkt und sich Gedanken darum macht, wie die Entwicklung dieser Figuren stattfindet und was sie für Handlungsgrundlagen haben, ganz gut umsetzen.

Kia Kahawa Danke sehr. Wie sieht es bei dir aus, Liv?

Liv Motes Ich finde die menschliche Psyche extrem faszinierend. Und ich finde es so spannend zu sehen: Warum sind Menschen, wie sie sind? Und warum werden sie, wie sie werden? Wie entwickeln sie sich in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen? Wie entwickeln sie sich für sich selbst? Und warum? Und das ist es auch, was ich in meinen Texten und in meinen Figuren ergründen will und darstellen will. Und es macht mir so Spaß, mir zu überlegen: Wie würden Figuren sich zueinander verhalten? Wie würden sich Figuren in bestimmten Situationen verhalten und warum? Aufgrund welcher Erfahrungen und welcher Historie tut sie Dinge, wie sie sie tut? Und warum tut sie sie vielleicht nicht? Würde diese Figur in einer Konfliktsituation eher zumachen und nicht mehr antworten, würde sie zurückschreien, würde sie weglaufen? Und warum? Das sind die Sachen, die mich am Schreiben und an Menschen extrem faszinieren. Und das ist das, was ich eigentlich in all meinen Projekten irgendwo verarbeite.

Kia Kahawa Das kann ich ziemlich gut nachvollziehen. Und ich glaube, das deckt sich auch mit meiner eigenen Eigenschaft oder meiner eigenen Faszination für Menschen. Und ich würde es für mich persönlich noch ergänzen um ein: Was wäre, wenn? Das interessiert mich immer sehr. Also nicht nur die Psyche des Menschen und das Ganze ergründen, was Carolin und Liv gerade gesagt haben, sondern auch immer die Frage, was wäre, wenn irgendetwas anders wäre und das schmetterlingseffektmäßig nach und nach einen ziemlich großen Effekt hätte. Also das finde ich dann auch noch faszinierend, weil man sich dann die Personen oder eher Figuren, die man sich ausgedacht hat, wirklich total lebendig vorstellen kann. Denn, wenn etwas Großes passiert, das alle beeinflusst und man hat seine Charaktere total im Griff und man kennt sie richtig gut und sie sind zum Leben erweckt, dann reagieren sie quasi automatisch. Und das ist für mich, was diese Faszination für die menschlichen Protagonisten und Hauptfiguren und Nebenfiguren ausmacht. Fragen wir doch mal Lily Magdalen: Wie sieht das bei dir aus? Warum schreibst du über Menschen?

Lily Magdalen Ja. Steine erzählen keine Geschichten. Ein Geologe würde mir direkt widersprechen. Ich glaube, das ist etwas, was die Menschen an sich auszeichnet und auch vereint. Dieser Drang nach Geschichten. Ich glaube, das liegt so tief in uns. Und schon immer. Also schon immer in einem wirklich, wirklich unglaublich langen Zeitraum. Dieser Drang, das Leben in Geschichten zu packen und durch Geschichten fassbar zu machen und Geschichten zu hören, aber auch Geschichten zu erzählen. Und ich habe hier, tatsächlich genau jetzt neben mir, ein Buch liegen. Das ist ein Sachbuch „The Storytelling Animal“, das genau, ja, da tiefer rein blickt. Woher dieser Drang zum Geschichtenerzählen eigentlich kommt in der Menschheit an sich. Und es ist nicht wirklich eine Antwort auf diese Frage. Ich tue mich da auch so ein bisschen schwer damit. Aber letztendlich, wenn ich es runterbrechen müsste, ist es einfach genau das: Der Drang, Geschichten zu erzählen und deswegen auch mein eigener Drang, Geschichten zu erzählen. Da, ja, das ist ein Kreis.

Kia Kahawa Vielen Dank für diesen Einblick. Ich bin super dankbar für diese Podcastfolge. Ich bin dankbar für alle Zuhörerinnen und Zuhörer, die die letzten Folgen und diese Folge und hoffentlich auch die nächsten Folgen verfolgt haben. Folge Folge. Wie oft kann man Folge in einem Satz sagen? Ja, genau, Kia. Ich danke Carolin Summer, Lily Magdalen und Liv Motes, dass sie hier in diesem Podcast heute zu Gast waren. Ich finde, es ist eine sehr, sehr positive und den Feiertagen angemessene, besinnliche Folge dabei herausgekommen. Und genau das war auch mein Plan. Daher wollte ich heute mal nur das Positive betrachten. Dankbarkeit für 2020. Ein kleines Zurückblicken auf Erfolge von vier Autorinnen und ein bisschen Liebe zum Menschen, der menschlichen Psyche, „was wäre, wenn“-Fragen und natürlich der Eigenschaft, Geschichten zu erzählen. Und wenn ein Geologe da draußen ist, dann erzähl doch mal: Was für Geschichten erzählen denn Steine? In der nächsten Folge geht es dann weiter mit der Planung für 2021. Auch für diesen Podcast habe ich einige Gäste. Und danach ist das Winterferien-Programm schon vorbei bzw. müsste ich es korrekt formulieren: Danach wird es vorbei sein. Also Futur II.

 

 

In dieser Folge mit dabei:

 

Carolin Summer

Website: www.wanderkraehe.de

Twitter: https://www.twitter.com/wanderkraehe

Instagram: https://www.instagram.com/wanderkraehe

Twitch: www.twitch.tv/welchenwechsler

 

Lily Magdalen

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Autoren- und Buchwerbung: Unsere Gedanken

Autoren- und Buchwerbung: Unsere Gedanken

Heute reden wir über Werbung.

Wir, das sind Charles Barnes, Julia von Rein-Hrubesch, Lin Rina, S. D. Foik und ich, Kia Kahawa.

Wir sprechen heute über Werbung für Autor*innen und über Buchwerbung. Ich frage meine Gäste heute, woraus deren Buchwerbung besteht und wie sie ihre Verkaufszahlen in die Höhe treiben. Es geht außerdem darum, womit Autor*innen in ihrem Schriftsteller-Dasein am besten Geld verdienen können und wie Buchwerbung richtig kreativ und schön geht.

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Weitere Informationen

Das Winterferien-Programm

Seit April 2020 gibt es jeden Freitag eine Autorenleben-Podcastfolge. Ab 2021 verändert sich das Podcast-Konzept, und ich werde ihn unter dem Namen Auto(r)preneur überall dort veröffentlichen, wo es Podcasts gibt. In den Monaten Juli und Dezember allerdings pausiere ich meinen eigenen Podcast und lasse andere Autor*innen zu verschiedenen Themen zu Wort kommen.

Vom 01. Dezember bis zum 02. Januar wirst du 8 Podcasts hören, an denen insgesamt 10 Autor*innen mitgewirkt haben. Sei dabei und höre kostenlos die Folgen, die du möchtest (oder gerne alle!), oder unterstütze dieses Projekt zusätzlich mit einem monatlichen Betrag auf meiner Patreon-Seite: www.patreon.com/kiakahawa . Wenn du heute mit zwei Euro pro Monat einsteigst, zahlst du pro Podcast im Winterferien-Programm eine Unterstützung von etwa 25 Cent. Das klingt enorm wenig, kann uns aber helfen, dieses Programm zwei Mal jährlich mit immer neuen Autorinnen und Autoren zu veröffentlichen.

 

Transkript des Podcasts

Kia Kahawa Den Anfang macht heute Charles H. Bans. Lieber Charles, wie machst du Buchwerbung? Wie wirbst du für deine Bücher und wie sorgst du dafür, dass sie sich verkaufen?

Charles H. Barnes Ganz ernsthaft? Gar nicht. Ich schalte keine Werbung, ich verteile keine Flyer, ich habe keinen großen Social Media Kanal und kenne auch niemanden, der einen hat. Die Leute finden mich. Also beim letzten Buch, das war das zweite Band einer Trilogie, das wurde am Freitagabend gegen 22 Uhr bei Amazon freigeschaltet und ich hab dann immer mal so geschaut, wieviel verkaufe ich denn? Wahrscheinlich gar nicht. Und dann zack, 20 Bücher waren verkauft. Ich hab keine Ahnung, wie die Leute mich finden. Wahrscheinlich kannten sie mich von meinem ersten Band. Aber selbst das. Das habe ich am Silvesterabend veröffentlicht. Ich glaube, es wurde so gegen 23 Uhr, also eine Stunde vor Neujahr, freigeschaltet und selbst da habe ich schon 2, 3 verkauft. In den nächsten Tagen hat es weiter geplätschert. Nach zwei Wochen ging es dann so richtig rauf, wo ich eigentlich gedacht hatte, ich muss mal langsam Werbung schalten. Habe angefangen, mich damit so ein bisschen zu beschäftigen und dann war mir das alles zu kompliziert. Dann habe ich es vor mich hingeschoben und auf einmal, zack: 20 Bücher, 30 Bücher, 50 Bücher am Tag verkauft. Ich habe keine Ahnung. Also selbst heute hab ich noch nichts geschaltet und verkaufe immer noch ein bis zwei Bücher jeden Tag, obwohl das Buch jetzt ein Dreivierteljahr schon auf dem Markt ist. Ich denke einfach, ich habe das Glück, dass das Genre als LitRPG sehr, sehr klein ist und die Fans einfach aktiv suchen. Nachteilig natürlich, jetzt im Januar ungefähr werde ich das dritte Buch meiner Trilogie veröffentlichen und dann das Genre wechseln. Dann wieder zur Fantasy, meine eigentliche Leidenschaft seit kleinster Kindheit. Und dann sieht es natürlich mit der Konkurrenz ganz anders aus. Die ist ja wahnsinnig groß. Und wenn ich Pech habe, muss ich spätestens dann anfangen, tatsächlich Werbung und Marketing zu betreiben.

Kia Kahawa Im Grunde ist das, was Charles gerade erzählt hat, der Traum von jeder Autorin und von jedem Autor. Wenn die Konkurrenz so klein ist und die Nische so klar definiert ist, dass man durch, einfach durch Suchanfragen und durch Leserinnen und Leser gefunden wird. Das ist doch ein Traum. Ich kann mir vorstellen, dass das wirklich sehr schön ist. Aber dadurch im Kontrast, wenn es dann an die Fantasy-Werke auf dem riesigen, hart umkämpften Fantasy-Markt geht, dass es dann tatsächlich deutlich schwieriger wird. Dann würde ich jetzt gerne mal von Sebastian, also von S.D. Foik, hören, wie er denn seine Werbung macht. Denn ich weiß, dass sein Buch in einem Genre vertreten ist, das definitiv von mehr Wettbewerb umgeben ist. Lieber Sebastian, wie machst du deine Buchwerbung?

S.D. Foik Das ist eine gute Frage, die ich nicht so beantworten kann, weil ich da einfach zu wenig Erfahrung gesammelt habe bis jetzt. Was ich aber schon durch diverse Gespräche herausgehört habe ist, dass Facebook-Werbung wohl irgendwie gar keinen Effekt hat. Also Amazon-Werbung sollte man schon gut und gezielt schalten und das schlägt sich wohl schon in den Verkaufszahlen nieder. Allerdings fehlt mir da auch die Erfahrung dazu. Und ich muss eigentlich gestehen, dass das, was sozusagen sich wirklich bei mir natürlich positiv auf die Zahlen ausgewirkt hat, war einfach der Artikel in der WAZ über mich. Also das ist eine Zeitschrift, die regional im Ruhrgebiet erscheint. Also das war so, wo ich wirklich einen signifikanten Verkaufserfolg erzielt habe.

Kia Kahawa Okay, ich merke schon, der heutige Podcast wird super spannend, denn ich komme später noch zu dem, wie ich Buchwerbung mache. Aber was ich jetzt schon mal sagen kann ist, ich war in der Neuen Presse und ich glaube auch schon mal in der Hannoverschen Allgemeinen, also in Hannover und Umgebung. Und ich glaube auch in ganz Niedersachsen relativ bekannt, die Zeitung. Also hat auf jeden Fall eine hohe Auflage. Und da hat sich nichts getan. Ich war sogar in Hannover im H1, im Fernsehen, hatte ein Fernseh-Interview zum Crowdfunding. Da ging nichts. Aber über Facebook-Werbung geht ’ne Menge bei mir. Also das finde ich schon mal super spannend, dass wir da genau andersherum die Erfahrung oder die Gedanken haben. Ich gehe da aber später nochmal drauf ein, denn zuerst möchte ich nochmal eine weitere Stimme aus meiner Reihe der Gäste hören. Und zwar von Julia von Rein-Hrubesch. Julia, wie machst du Werbung für deine Bücher?

Julia von Rein-Hrubesch Ich bewerbe meine Werke gern damit, dass ich auf den Punkt komme. Das ist auch etwas, was ich selbst beim Lesen bevorzuge. Mich nervt unheimlich, dieses ewig lange Gelaber und Geschwafel. Ich hab auch oft das Gefühl, dass Schreibende sich einfach gern selbst hören und das nervt mich total. Also ich finde viele Wälzer, die könnten locker mit der Hälfte an Seitenzahl auskommen. Und ich finde auch, dass dieses zu viel Erzählen total faul ist. Denn mit wenigen und guten Worten auf den Punkt zu kommen, das ist doch eigentlich das Schwierige. Ich finde, das ist Kunst. Und da bin ich schon stolz auf mich, dass ich immer davon ausgehe, dass mir das gelingt. Damit werbe ich.

Kia Kahawa Okay. Das ist auch eine Art, auf meine Frage zu antworten. Hier ist Julia jetzt eher darauf eingegangen, was so ihr Credo ist, was ihre Bücher zusammenhält oder was ihr USP ist. Diese Unique Selling Proposition. Also das Alleinstellungsmerkmal für sie als Autorin bzw. für alle Bücher zusammen. Da sage ich ja immer gerne: Entweder ich schreibe Bücher, in denen die Protagonisten ihre eigenen Widersacher sind, oder ich sage, ich schreibe Außenseiter-Romane. Und so in der Art ist es bei Julia. Das gesamte Marketing, sie hat jetzt nicht gesagt, welche Methoden der Buchwerbung sie verwendet, so hier Facebook, YouTube, LovelyBooks, dies das, sondern vielmehr, womit sie all ihre Marketingmaßnahmen und die Bücher und ihr eigenes Autorinnen-Dasein auf einen Nenner bringt. Und ich finde, das ist auch eine super wertvolle Antwort und ein enorm wichtiger Gedanke für jeden und jede, die da draußen zuhört. Mein vierter Gast heute ist Lin Rina. Liebe Lin, wie machst du deine Buchwerbung?

Lin Rina Ich bin unglaublich schlecht darin meine eigenen Bücher in die Kamera zu halten und die Leute dazu zu bringen es zu kaufen, weil es das Beste ist, was sie je gesehen haben. Es ist einfach (lacht). Es fühlt sich so falsch an das zu behaupten. Und deswegen habe ich mich darauf verlegt, etwas zu tun, indem ich wirklich gut bin. Und das ist, ich sein. Ich versuche eine natürliche, echte Person zu sein, mit Stärken und Schwächen, die nicht nur die Sonnenseiten des Lebens zeigt und nicht nur die aufgeräumten Ecken ihrer Wohnung, sondern, die einfach ein wirklicher Mensch ist. Und ich versuche, mit den Menschen mein Ich zu teilen, meine Ansichten, meine Vorlieben, meine Schwächen. Und stelle oft fest, dass die Leute, die mich mögen und die Art, wie ich bin, auch meine Bücher mögen und die Art, wie sie sind. Weil natürlich von mir und von meinen Gedanken ja unglaublich viel in diesen Büchern drinsteckt. Und ja, das ist so, denke ich, meine, in Anführungszeichen, Werbestrategie. Weil es das ist, was ich kann. Ich sein.

Kia Kahawa Vielen Dank für deine Antwort. An Marketingmaßnahmen ist hier jetzt schon einiges bei rumgekommen. Lin Rina sagt, sie fokussiert sich eher auf das Autorinnen-Marketing und auf Social Media und verkauft so dann ihre Bücher über ihre Autorinnen-Marke. Julia hat quasi ein gleichbleibendes Konzept für alles, was sie macht. Sie kommt immer auf den Punkt. Charles ist offenbar relativ exklusiv in seiner Nische bei Amazon und wird von Leserinnen und Lesern gefunden. Hat sich also ganz, ganz klar positioniert. Wenn ihr herausfinden wollt, was das denn ist, wozu Charles sagt: Ja, keine Ahnung. Passt schon. Das nennt sich Positionierung. Und Sebastian fokussiert sich auf Public Relations, auf Presseberichte. Ich finde, dass das ein sehr, sehr gesunder und bunter Mix ist. Und das führt mich jetzt auch zu meiner Antwort auf meine eigene Frage. Liebe Kia, wie machst du Buchwerbung? Ja. Das ist meine Antwort. Ja. Ich mache tatsächlich alles bzw. habe ich bisher fast alles probiert und bin auf dem Weg alles einmal durch zu probieren. Ich habe schon kurz erwähnt, ich war in mehreren Zeitungsberichten. Ich habe einen Auftritt in einem Fernsehsender gehabt, so richtig mit Fernseher und Einschalten und so, also H1. Jetzt nicht Internet und on demand, sondern wirklich live, also live ausgestrahlt. Ich war im Radio, das war bei Radio LeineHertz in Hannover. Und ich verschicke Pressemitteilungen quasi immer, wenn es in meiner Schriftsteller-Manufaktur einen neuen Pups gibt, über den man berichten könnte. Und da ist dann tatsächlich auch einiges bei rausgesprungen. So, wie der Auftritt im Radio und der Auftritt im Fernsehen. Das kam dadurch, dass ich immer Pressemitteilungen rausschicke. Und das kann ich jedem und jeder immer nur empfehlen. Schickt Pressemitteilungen raus und lernt vorher ordentlich die zu schreiben. Macht euch eine Liste mit Chefredakteurinnen und Chefredakteuren, denn außer Chef ist nix gut genug für mich. Ich will immer gleich nach oben und ich will wichtig sein. Und so tun, als wäre ich wichtig. Und dann glauben die anderen das vielleicht. Und schreibt die Leute persönlich an. Ruft sie an. Es ist super unangenehm, aber ruft sie an und kündigt an, dass da eine Pressemitteilung kommt und fragt nach, ob das relevant sein könnte. Genau. Also pressemäßig hab ich da einiges schon ausprobiert. Dann geht es noch in Richtung, dass ich Social Media natürlich ziemlich stark bespielt habe in den letzten Jahren. Angefangen mit Facebook, was mir überhaupt keinen Spaß macht und mich auch nicht weiterbringt. Dann hab ich Facebook-Werbung probiert. Da kam ich dann bei einem negativen Return of Investment raus. Das heißt, da war dann, wenn ich einen Euro in Werbung reinstecke, wurden so viele Bücher gekauft, dass ich weniger als einen Euro Umsatz gemacht habe, sodass die Werbung nur gekostet hat. Der positive Return of Investment heißt ja quasi, ich stecke einen Euro rein und verdiene durch Käufe infolge meiner Werbung 1,10 Euro. Und dann habe ich 10 Cent quasi gewonnen. Das ist ein positiver Return of Investment. Was ich dann noch probiert habe, ist Blogger Relations. Daran arbeite ich tatsächlich seit 2016. Und die allererste Bloggerin, die ich je angeschrieben habe, hat dann gleich mein Buch gefeiert und geliebt und bei YouTube präsentiert und ist bis heute eine sehr, sehr gute Freundin. Wenn nicht vielleicht sogar meine beste Freundin inzwischen. Ja, könnte sein. Egal. Auf jeden Fall habe ich da wirklich nachhaltige, langfristige Kontakte. Und die Blogger Relations bringen jetzt nicht direkt die Verkäufe, aber den guten Ruf. Und ehrliche Meinungen über die Bücher und Rezensionen sind meiner Meinung nach extrem wichtig. Und jetzt aktuell konzentriere ich mich wirklich auf Bezahl-Werbung. Das heißt, wirklich Anzeigenwerbung, Bannerwerbung, gesponsorte Tweets, eine Premium LovelyBooks-Runde, ein BuchDeals Newsletter und Ankündigung der Neuerscheinung mit Push-Benachrichtigungen auf das Handy der Kunden und Targeting und so. Also ja, ich kann sagen meine Buchwerbung sieht jedes Mal anders aus. Zuerst war ich ganz ganz ganz stark in der Richtung Blogger und Leser gewinnen. Und dazu gehörte auch erstmal ein Name zu werden, bekannt zu werden. Das heißt, ich hab mir da eine Website zusammengefriemelt und ein Logo. Und ich bin dann für über 2.000 Euro auf die Leipziger Buchmesse mit einem Stand und hab da ausgestellt. Ich habe auf der gesamten Leipziger Buchmesse zwei Bücher verkauft, aber seitdem gehöre ich irgendwie zur Buchbranche und ich hab mich super gut vernetzt. Und das gehört eben auch dazu, um Blogger*innen und Leser*innen zu finden. Langfristig gesehen. Das war bei der „Krankheitensammlerin“ 2016 bis 2019, dann bei Hannovers Blind, da gab es ja zwei Crowdfundings, einmal für das Buch und einmal für das Hörbuch. Da ging’s extrem in Richtung PR, damit wir diese 2.500 Euro zusammen kriegen. Und das hat dann auch geklappt. Und das Buch wurde dann veröffentlicht mit Selfpublishing, Preisnominierung und mit Hörbuch. Und PR ist da einfach goldwert. Auch, weil man vor Ort regional sagen kann: Oh, da wohnt jemand um die Ecke und wurde zu einem Preis nominiert. Hey, das schreiben wir in die Zeitung. Yes! Daumen hoch! Und jetzt bei „Nachklang der Hoffnung“ gehe ich ganz stark auf Bezahlwerbung. Und was ich dann daraus lerne, das kann ich euch vermutlich sagen, wenn ich Buch Nummer zehn veröffentlicht habe und den perfekten Buchwerbungs-Cocktail für mich herausgefunden habe. Denn das hab ich noch nicht. Denn ich bin ein krasser Langzeitspieler und möchte erst tausend Erfahrungen haben, bevor ich für mich persönlich ein, ja, etwas davon ableite. Okay, das war jetzt mein langer Monolog zum Thema Buchwerbung, aber das wollte ich ganz gerne in die Runde schmeißen. Und ich glaube, gemeinsam mit den Ergebnissen bzw. Antworten von Lin, Sebastian, Charles und Julia ist das jetzt schon mal ein sehr, sehr interessanter und wertvoller Buchwerbungs-Cocktail. So, und jetzt würde ich gerne von Charles Barnes wissen: Was für weitere Tipps hast du, was für Werbestrategien kennst du, womit kannst du uns noch bereichern?

Charles H. Barnes Leider kann ich euch überhaupt nichts sagen zu Messen, Social Media, Werbungen schaltet etc pp. Ich kann euch ein bisschen was zu Amazon sagen, weil ich bisher nur da veröffentlicht habe. Und zwar gibt es da die Auswahl zwischen reine Verkäufe und dieses Kindl Unlimited, wo dann halt die Leute für ein Abo sich so viel ausleihen können, wie sie wollen. Als Autor bekommst du dann pro gelesene Seite einen Bruchteil eines Cents – ungefähr einen Cent für vier gelesene Seiten. Aber die Seitengröße ist natürlich halt deren intern genormte Seite. Die ist nicht mal so groß wie eine Norm-Seite, sondern irgendwie anders. Wird auch nirgendwo genau erwähnt, wie groß das ist. Da bekommt man relativ wenig. Also, wenn es geht, verkaufen. Wenn ihr noch nicht bekannt seid, natürlich, nehmt ihr an beidem teil, um überhaupt Leute für euch zu interessieren. Weil die sind auf der sicheren Seite, wenn sie bei Kindern Unlimited sind, euch erst mal nur auszuleihen.

Kia Kahawa Vielen Dank dafür, Charles. Julia, wie sieht es bei dir aus? Wie verdienst du mit deinen Büchern Geld? Was machst du dafür?

Julia von Rein-Hrubesch Geld verdienen? Das ist eine gute Frage. Ich finde, die kommt auch in der Kunst; gerade beim Schreiben; immer zu kurz. Das ist etwas, worüber man nicht spricht. Warum eigentlich? Gut, dass wir das jetzt ändern. Ja: bei Lesungen. Das würde ich auf jeden Fall wählen. Also bei Lesungen hab ich Bücher verkauft, gut Bücher verkauft. Auf den Buchmessen bin ich oft also mit keinen Büchern mehr heimgegangen. Und es ist sogar schon vorgekommen, dass mich eine Leserin auf der Buchmesse gefragt, ob ich noch ein Buch hab. Ich gesagt: Nein, ich bin leider ausverkauft. Ach, das fand ich toll. Genau. Social Media Werbung, das hab ich auch entdeckt jetzt letztes Jahr, für mich. Das ist, wenn man z.B. Lesenden anbietet, signierte Exemplare zu verkaufen. Das geht ganz gut. Ansonsten bin ich, was Werbung angeht, nicht so gut. Leider. Aber das muss ich ändern.

Kia Kahawa Danke, Julia. Womit lebst du für deine Bücher, Sebastian?

S.D. Foik Ich werbe immer damit, dass meine Bücher authentisch und gut recherchiert sind. Und ich sage ja immer, alles, was im Buch so drinsteht, hat sich auch ereignet. Und das ist halt mein Anspruch als Historiker.

Kia Kahawa Okay, und wie ist die perfekte Buchwerbung deiner Meinung nach? Oder gibt es da was, was du gesehen hast, worüber du berichten möchtest?

S.D. Foik Mir ist die Notwendigkeit von Werbung schon klar. Aber dennoch muss ich sagen, ist mir keine Buchwerbung so prägnant in Erinnerung geblieben, dass sie mich begeistert hätte. Und was ich aber wirklich abgefahren finde, sind Werbeaktion von diversen Bloggern, die irgendwelche Aktion starten, um ein Buch zu promoten. Zu erwähnen wäre da sicherlich Jasmin Zipperling, die wirklich verrückte Aktionen für Bücher macht, um die zu promoten. Also sowohl die eigenen, als auch fremde Bücher. So hat sie sich zum Beispiel für das Buch „A Single Night“ von Avi Andrews selbst ein Kleid aus 1 Dollar-Scheinen genäht und das auch angezogen und dann Fotos daraus gemacht oder damit gemacht, weil das in dem Buch vorkam. Und das ist halt wirklich crazy. Und diese Aktion ist halt auf Insta dokumentiert und sieht wirklich total abgefahren aus.

Kia Kahawa Danke dir. Und was findest du nervig an Buchwerbung?

S.D. Foik Nervig finde ich Werbung, wenn sie einfach zu oft auftaucht. Und deswegen versuche ich meine immer so etwas, ein bisschen gezielter zu dosieren.

Kia Kahawa Okay, Dankeschön. Dann würde ich gerne Julia fragen: Erinnerst du dich an eine kreative, abgefahrene oder besonders tolle Werbeaktion?

Julia von Rein-Hrubesch Nein, ich erinnere mich nicht, was die kreativste und schönste Buchwerbung ist, die ich je gesehen habe. Ich finde immer, Cover sind eigentlich die beste Buchwerbung. Wenn ich ein gutes Cover sehe, dann bin ich erst mal total Feuer und Flamme und will das Buch haben. Inzwischen gibt’s ja Gott sei Dank Leseproben. Aber eine bessere Werbung kann ich mir schlecht vorstellen. Ja, außer dann, wenn ein Buch von Lesenden empfohlen wird. Genau.

Kia Kahawa Und was ist die nervigste Werbung, die du in Erinnerung behalten hast?

Julia von Rein-Hrubesch Aaah, auf jeden Fall immer wiederkehrende Werbung. Zu oft, meine ich damit. Und definitiv sexistische Werbung. Viele Produkte werden ja immer noch beworben mit halbnackten Frauen, wo auch überhaupt keine Relevanz zum Produkt da ist. Da ist es dann so, dass ich das Produkt gar nicht erst kaufe und mich dann tierisch darüber aufrege. Genau.

Kia Kahawa Jetzt würde ich gerne von Charles H. Barnes hören: Was ist die nervigste Werbung – oder, nee, fangen wir erst mal an: Was ist die beeindruckendste und beste Werbung für Bücher, die du gesehen hast? Und danach erzähle gerne von der nervigsten oder schlimmsten Erfahrung, die du da mit Buchwerbung gemacht hast.

Charles H. Barnes Ich weiß ja nicht, wo ihr unterwegs seid oder auch selbst schon gemacht habt, aber so wirklich kreative Buchwerbung hab ich noch nicht erlebt. Sondern der Standard eigentlich nur: Cover und drunter der Klapptext dann irgendwo hingepinnt bei Twitter, Instagram oder was es auch immer zurzeit gibt. Einen Buch-Trailer hab ich noch nie gesehen. Weder bei YouTube noch sonst irgendwo, sondern nur von den Werbetreibenden. Als ich mich damals mal informiert habe, was könnte ich so machen? Ja, also da kenne ich jetzt nicht wirklich viel außerhalb der Norm. Zum Glück gibt’s auch jetzt nicht so viel nervige Werbung in meinem Leben. Bei Netflix und Spotify ist alles werbefrei und wenn ich bei YouTube oder auch meinetwegen Spiegel Online unterwegs bin, gibt’s natürlich die Versicherungswerbung et cetera pp. Die skippt man irgendwie schnell oder macht aber den Ton leiser. Also heutzutage ist es deutlich leichter als in den 90ern oder der Jahrtausendwende, als wir bei RTL, Pro7 et cetera nur so zu geklatscht worden sind mit Seitenbacher Werbung oder was es da alles gab.

Kia Kahawa Danke dir! Zum Schluss würde ich gerne von Lin Rina noch wissen: Gibt es die eine perfekte Buchwerbung deiner Meinung nach?

Lin Rina Ich denke, diese eine perfekte Strategie, um am besten Geld zu verdienen, gibt es einfach nicht. Ich glaube, jeder hat ein eigenes Talent dafür, seine Bücher zu präsentieren. Auf seine eigene, besondere Art. Für manche ist das Social Media, für andere ist das Anzeigen zu gestalten. Für wieder andere ist es einfach, sich an der Mund-zu-Mund Propaganda zu beteiligen oder da einfach gut zu sein, das zu unterstützen. Ich glaube, das ist auch sehr Genre- und Zielgruppenabhängig. Und diese eine, perfekte Strategie werden wir da wohl nie finden.

Kia Kahawa Ich danke euch allen. Das war eine super spannende Podcastfolge. Ich bin mir sicher, dass nicht nur ich beim Zuhören und Fragen stellen, sondern auch die Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen super viel mitgenommen haben. Und ich habe das Gefühl, dass wir alle total unterschiedlich sind und viele verschiedene Erfahrungen und Meinungen haben, aber doch irgendwie total miteinander übereinstimmen. Es ist ein ganz merkwürdiges Gefühl. Aber ich glaube, das ist tatsächlich, was diese Podcastfolge aussagt. Buchwerbung ist so individuell, wie jedes Buch selbst. Und sowie Autorinnen und Autoren selbst. Und daher sollte jeder seinen oder ihren Weg finden. Und wenn dieser Weg noch nicht gefunden ist, dann einfach ausprobieren, weitermachen, authentisch sein und eben auch mal, meiner Meinung nach zumindest, auch mal auf die Nase fallen, wieder aufstehen und in eine andere Richtung gehen. Irgendwie hab ich gerade total Lust Buchwerbung zu machen und ich fühle mich gerade sehr motiviert. Ich hoffe, euch geht es auch so. Und wenn das so ist, dann bedanke ich mich, auch in eurem Namen, bei meinen heutigen Gästen, bei Charles H. Barnes, bei Lin Rina, bei Julia von Rein-Hrubesch und bei Sebastian aka S.D. Foik.

 

In dieser Folge mit dabei:

 

Charles H. Barnes

Twitter: https://twitter.com/CharlesHBarnes

 

Julia von Rein-Hrubesch

Website: www.juliaschreibtblog.wordpress.com

Twitter: www.twitter.com/JuliaInNathen

 

S. D. Foik

Website: https://sdfoik.com/

Instagram: https://www.instagram.com/s.d.foik/

Twitter: https://twitter.com/belgarriion

 

Lin Rina

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Lin_Rina

Instagram: https://www.instagram.com/teekind

 

… und ich: Kia Kahawa

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