Jeder, der schon einmal ein Buch oder einen sonstigen Text längeren Umfangs geschrieben hat, kennt diesen Moment, in dem er einfach nichts mehr auf die Tastatur bringt: die Schreibblockade. Hartnäckig versucht man vor dem Bildschirm immer wieder, dort anzuknüpfen, wo das Schreiben doch noch so leicht von der Hand ging, leider meist ohne Erfolg.

Wie du eine Schreibblockade effektiv überwinden kannst, zeige ich dir in diesem Artikel.

 

Schreibe etwas anderes

Falls du an einem bestimmten Abschnitt in deinem Manuskript hängen geblieben bist, versuche, mit einem anderen Kapitel fortzufahren. Hier gehst du unvoreingenommener und mit anderen Gedanken heran. Um den Problemabschnitt kannst du dich später immer noch kümmern, wenn du wieder im Flow bist.

Oft hilft auch Abstand zum gesamten Manuskript. Vielleicht arbeitest du parallel noch an einem anderen Schreibprojekt, auf welches du dich erst einmal konzentrieren könntest.

Möchtest du so wenig Zeit wie möglich verlieren, kannst du methodischer vorgehen und über deine Schreibblockade selbst schreiben. Nimm dir dazu am besten Stift und Papier, um wenigstens vom Bildschirm wegzukommen. Notiere dann, was in deinen Gedanken vor sich geht: Was könnte es sein, das dich am Weiterschreiben hindert? An was denkst du und was fühlst du dabei? Schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt, auf diese Weise nimmst du der Schreibblockade ein stückweit ihre Macht.

 

Hole dir Inspirationen

Distanziere dich für den Moment einmal völlig vom Schreiben und lies beispielsweise andere Bücher, um dich inspirieren zu lassen. Es können auch Artikel im Internet oder in Zeitschriften sein, Hauptsache, dein Manuskript steht für einen gewissen Zeitraum einmal nicht im Fokus.

Helfen kann es auch, einmal gezielt einen deiner Sinne zu beanspruchen. Dazu kannst du beispielsweise Hörbücher oder auch Filme deines Genres nutzen.

Wenn du das Schreiben pausierst, dich Büchern und Worten aber nicht völlig abwendest, schwindet das möglicherweise aufkommende Gefühl, die Arbeit an deinem Manuskript vor dir herzuschieben – schließlich bist du ja immer noch auf der Suche nach neuen Ideen und Inspirationen.

 

Schreibblockaden effektiv vorbeugen

Zum Schluss dieses Beitrags möchte ich dir noch zwei Tipps an die Hand geben, die dir dabei helfen, erst gar nicht in die Situation einer Schreibblockade zu kommen.

 

Plane deinen Schreibprozess

Erstelle dir vor Schreibbeginn einen Plan deiner Handlung, etwa in Form eines Plots oder einer groben Gliederung. So hast du eine Struktur, an der du dich entlanghangeln kannst, und es wird unwahrscheinlicher, dass du an einen Punkt kommst, an dem du nicht weißt, wie es weitergeht.

Mehr dazu erfährst du im Artikel Ideen im Selfpublishing umsetzen.

 

Trenne das Schreiben strikt vom Redigieren

Verfalle während des Schreibens nicht der Versuchung, zurückzuspringen und Optimierungen vorzunehmen. Konzentriere dich zunächst auf das, was du zu sagen hast. Wenn die Rohfassung deines Manuskriptes steht, machst du dich an den Feinschliff. Erst dann ist es Zeit für Ergänzungen, Umschreiben & Co.

 

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