von Kia Kahawa | 29. Sep. 2025
Dieser Artikel stammt aus dem Jahr 2017 und wird nicht aktualisiert. Alles Aussagen können veraltet und überholt sein.
Samstag, der 24.06.2017 auf dem Literaturcamp in Heidelberg. In der ersten Session-Planung meldet sich Bastian mit einem wichtigen Thema für uns alle: Content. Dabei soll es um Content-Strategien gehen. Genauer: Es geht darum, wie wir unsere Zielgruppe definieren, analysieren und sie für uns gewinnen.
Session-Vorschlag #Litcamp17: Digitale #Contentstrategien für Autoren. #Zielgruppen #Analyse #MeinVerlag
— MeinVerlag (@Mein_Verlag) 24. Juni 2017
#kiaunterwegs zur Session ohne Talent, aber auffällig
Nach der üblichen Abstimmung kommt die Session zustande. 14 Uhr. Döner in der Hand. Treffen auf dem Flur. Session über Content-Strategien. Auf der beschreibenden Karte auf dem originalen Programmplan stand irgendwas von „Content ist nicht King“ oder „Content ist nicht immer King“. Interessiert stolpere ich im wahrsten Sinne des Wortes in die Session von Bastian von „Mein Verlag 2020“. Die Session beginnt für mich ein bisschen aufreibend. Mit veganem Döner vom Mittagessen in der Hand und einer herabfallenden Hartplastikflasche auf den Steinboden werde ich von Zippi mit „Ist gar nicht peinlich, Kia“ begrüßt. Den Beginn der Session habe ich nicht mitbekommen; die Session hat aber mich mitbekommen. Ich geselle mich unter die twitternd-zuhörende Teilnehmerschaft und versuche total erfolgreich, unauffällig zu sein.
Ein Autoren-Stuhlkreis zum Thema digitale #Contentstrategien auf dem #litcamp17. pic.twitter.com/PytZESRJf5 — MeinVerlag (@Mein_Verlag) 24. Juni 2017
Content-Strategien beinhalten nahezu alle Marketingmethoden
Content-Strategien haben nicht nur mit dem wertvollen Content- und Inbound-Marketing zu tun. Es geht darüber hinaus ums Netzwerken, Branding und Influencer Marketing.Angenommen, Leser deines Phantastik-Romans würden gerne nähen. Du würdest diese potentiellen Leser womöglich in Nähforen antreffen.Bastian erklärt sein Thema anhand eines Phantastik-Romans in Kombination mit dem lebhaften Beispiel nähbegeisterter Leser, erklärt, wie man sich in seine Zielgruppe hineindenken und sie überhaupt analysieren soll.Deine Zielgruppe unterscheidet sich nicht nur in Persönlichkeit, Ort und Interessen, sondern in deutlich feineren Eigenschaften. Bastian vermittelt uns, dass sich Zielgruppen auch anhand von Berufen, Hobbies, Familienstand und anderen spezifischen Attribute unterscheiden können.An dieser Stelle bringt sich Jasmin Zipperling selbst als Kinderbuchautorin als Beispiel ein. Ihr Problem mit der Zielgruppe ist verschärft: Nicht die Zielgruppe (Kinder), sondern deren erwachsene Angehörige kaufen das Buch. Das bietet schwierigere Hindernisse beim Verkaufen eines Buches und entkräftet die Verkaufsorientierung an der Zielgruppe gewissermaßen.
Ergattere deinen Fuß in der Buchbranche mit der Buyer Persona
An dieser Stelle folgt eine kurze Diskussion, Bastian fährt anschließend fort, indem er das Prinzip der Buyer Persona anführt. Das habe ich schon mehrmals gehört, finde es aber schön, wie einfach der Vortragende das Thema an die Session-Teilnehmer heranbringt.
Definiere deine Zielgruppe als fiktiven Charakter. Wird dein Buch von jungen Erwachsenen gelesen, überlege dir, welchen Beruf sie haben. Das Thema interessiert womöglich überwiegend Studenten. Was interessiert sie? Welche Hobbies haben sie? Welche Online-Kanäle verwenden sie?Bastel dir all die Antworten auf die Fragen zusammen und erschaffe einen einzigen Charakter. Für diese Person schreibst du dein Buch. Um deine Zielgruppe immer lebhaft und genau definiert vor den Augen zu haben, solltest du ihr einen Namen geben und sie zumindest vor deinem inneren Auge visualisieren. Glaubt mir, das hilft!
Bastian erklärt uns, dass wir Themen besetzen sollen. Ähnlich wie beim Branding ist es hier wichtig, das Thema zu konsumieren. Besetz es auf Twitter, indem du Leuten folgst, die mit dem oder durch das Thema bekannt sind. Folge ihnen, beschäftige dich mit ihnen und interagiere! Deine Follower, die zur Zielgruppe gehören, werden sehen, dass du dich mit dem Thema befasst und sie werden dich automatisch intensiver wahrnehmen und aktiver auf Social Media begleiten.Im Anschluss macht uns Bastian von „Mein Verlag 2020“ darauf aufmerksam, dass wir mit unserer Zielgruppe an verschiedenen Stellen in Kontakt kommen können. Das ist auch logisch, denn wenn deine Buyer Persona Carmen heißt, 42 Jahre alt ist und gerne liest, näht und Tennis spielt, hast du mindestens drei Berührungspunkte. Nachdem ich meine Gedankengänge beendet habe, höre ich Bastian weiter zu.
Arbeitet euch in die Zielgruppe ein und steckt dort Aufwand rein. Ohne Aufwand geht es einfach nicht!
Man hat nicht unendlich Ressourcen. Zielgruppenorientierung spart Zeit und Energie #ContentMarketingStrategie #litcamp17
— BlueSiren/Babsi 🐳🖋 (@blues1ren) 24. Juni 2017
Wichtige Infos über Content-Strategien
Im Gegensatz zum Branding geht es nicht darum, sich als Experte in einem bestimmten Thema zu etablieren, sondern seiner Zielgruppe näherzukommen, beziehungsweise sich in die Zielgruppe selbst einzufügen. Fällt dir das schwer? Erinnere dich daran, wie du an das Literaturcamp geraten bist. Du bist bestimmt nicht zuerst dem @LitcampHD gefolgt, sondern wurdest durch Autoren, Buchblogger und andere branchenrelevante Twitterer darauf aufmerksam. Marketing muss immer ehrlich sein. Man darf sich nicht in Gruppen einschleichen, in die man eigentlich nicht reinpasst. Kommt das heraus, fällt man leicht aus der Gruppe heraus und ist unten durch. Die Menschen wollen kein Marketing, das offensiv und plakativ ist und die Zielgruppe „alle“ anspricht. Es geht nicht darum, wie wir unser Buch schreiben und au die Zielgruppe anpassen, sondern wie wir die richtige Zielgruppe für unser Buch finden. Fast alle Inhalte sind irgendwo relevant.
Gegen Gießkannenmarketing. Erreicht eure Leser über die Definition der Buyer Persona. #litcamp17 #Marketing pic.twitter.com/2Lq42ZtMJi — Kia (@KiaKahawa) 24. Juni 2017
Über den Tellerrand hinausschauen
Authentizität ist enorm wichtig, betont Bastian und verliert sich dabei ein bisschen in den Fragen der Teilnehmer. Das ist nicht schlimm, im Gegenteil: Die gestellten Fragen sind sehr interessant und bringen uns weiter. Ich genieße einen Mehrwert und sitze wie auf Speed tippend in der Ecke und höre zu, während ich meine Gedanken mitschreibe.Werbung auf Facebook kann man nicht nur auf den Ort und das Alter, sondern auch auf den Beruf und die Hobbies zuschneiden. So kann man mit so wenig Aufwand wie möglich seine Zielgruppe erreichen. Nur so kann Outbound Marketing (also das plakative, frontale Marketing) funktionieren: Indem es denjenigen erreicht, der mit höchster Wahrscheinlichkeit an deinem Buch interessiert ist, weil er deine Buyer Persona verkörpert.
Weiter geht es wieder mit dem Content. Bastian hat keinen roten Faden, der den Vortrag lenkt, sondern agiert sehr natürlich und stellt sich auf uns ein. Die Conversion Rate ist beim Content Marketing hoch, denn es fühlt sich für den Erreichten wie ein natürliches Marketing an und hat den Hintergrund „Ich möchte dir helfen“. So holt man den Leser dort ab, wo er abgeholt werden möchte.
Digitale Content-Strategien für Autoren: Mein Fazit
Die Idee deiner Content-Strategie sollte auf folgenden Fragen fußen:• Was mache ich mit meine Inhalten?• Wo platziere ich sie?• Wen erreiche ich?• Wie verkaufe ich dadurch?Sei vorsichtig und verzichte auf die Holzhammermethode (es sei denn, sie hat Erfolg).
Finger weg von der Holzhammermethode! #Zielgruppe #Marketing #Litcamp17 pic.twitter.com/c68JLoVDWE
— Jasmin Zipperling 🐾 (@JZipperling) 24. Juni 2017
Setze einen Anker in deiner Zielgruppe, indem du dich unter sie mischt.Für mich hat Bastian von „Mein Verlag 2020“ mir mit seinen Ausführungen dazu, wie man als Nicht-Mitglied einer Zielgruppe an ebendiese geraten kann, am meisten geholfen. Er gab uns dem Impuls, uns in Facebook-Gruppen oder Foren einzubringen, in denen wir uns offen als Autoren outen und Fragen stellen, Umfragen veranstalten oder Diskussionen mitlesen. So kann man sich in seine Zielgruppe „einschleichen“, ohne dabei unauthentisch oder invasiv zu wirken.Mit dieser Session auf dem LitCamp 2017 war ich zufrieden und bedanke mich bei Bastian für seinen Mut und Input.
Zur Website: Mein Verlag 2020Zum Twitter-Account: @MeinVerlagZum Blogartikel von Bastian Rang: ipunkt.biz
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von Kia Kahawa | 20. Sep. 2025
Disclaimer: Dieser Bericht bezieht sich auf ein Event im Jahr 2017 und wird nicht mehr überarbeitet. Angaben und Aussagen könnten entsprechend veraltet sein.
Dos und Donts für Selfpublisher – das klingt aus dem Mund von Books on Demand wie eine Wunschliste. Ich bin gespannt.
Die vierte Session am Samstag, die ich besuche, findet um 16:30 in der Halle statt und wird live übertragen. Ich konnte mich nur ganz spontan entscheiden zwischen einer Session über Verlagsautoren vs. Selfpublishing, dem Konzipieren meiner eigenen Session (17:30 Uhr), der Datenwiederherstellung einer überschriebenen Word-Datei und dieser Session. Letztlich habe ich mich dafür entschieden, der Session von BoD beizuwohnen. Alles andere würde schon irgendwie funktionieren.
Gleich auf dem @LitcampHD im Raum „Fairer Buchmarkt“. 😉 #litcamp17 #selfpublishing pic.twitter.com/QBQYyVDWDN
— BoD Books on Demand (@booksondemand) 24. Juni 2017
Wie die Session beginnt, weiß ich selbstverständlich nicht, denn Pünktlichkeit ist bei mir persönlich irgendwie nicht vorgesehen auf dem Literaturcamp in Heidelberg. Den Einstieg in diese Session finde ich erst mit der Grafik, die einen Kreis darstellt und die drei wichtigen Schritte des Veröffentlichens beleuchtet. Es geht ums Schreiben, Veröffentlichen und Vermarkten.
Dos und Donts für Selfpublisher: zunächst viel zu banal
Thorsten Simon beginnt mit banalen Tipps:
- Macht nicht alles allein.
- Benutzt Tools wie Scrivener oder Papyrus Autor.
- Spart nicht am Cover.
Natürlich sind wir Selfpublisher keine eierlegenden Wollmilchsäue, aber wenn man sich das Überangebot müheloser Veröffentlichungen ansieht, sind solche Tipps wohl zu jeder Zeit am rechten Platz.
Letzteres scheint ebenso banal wie die Tipps davor, ist aber unheimlich wichtig. Den Fehler habe ich selbst gemacht und mit der Krankheitensammlerin* gelernt, dass ein zu schlichtes, zu günstiges Cover verkaufsschädigend sein kann. Heute würde ich vieles anders machen, beziehungsweise einen Profi an die Covergestaltung heranlassen. Timon neben mir atmet schon wieder tief durch, offenbar ist es ihm zu banal. Ich bin auch noch nicht mitgenommen und begeistert – aber nach dem Vortrag von Benjamin Spang kann mich eigentlich nahezu nichts vom Hocker hauen, fürchte ich. Gleichzeitig halte ich es für jeden, der sich noch nicht mit Selfpublishing auseinandergesetzt hat, wichtig, dass dieser Einstieg genau so gemacht wird.
Plötzlich wird’s interessant: Covergestaltung
Die Kosten bei einem Grafiker für ein Cover sollen bei etwa 220 Euro plus liegen. Die Cover müssen auch im kleinen Format funktionieren, aber ebenfalls im Barsortiment begeistern. Der Vortrag geht auf ein paar wichtige Eigenheiten eines Covers ein und fordert zur Plakativität auf. Dos und Donts für Selfpublisher: Cover
- Do: Suche dir einen Profi, der wirklich weiß, was er tut!
- Don’t: Spare nicht am Cover
- Do: Das Cover muss auch auf dem Handy in kleinster Vorschau erkennbar sein
- Don’t: Das Cover darf nicht zu simpel sein
- Do: Das Cover muss im Barsortiment überzeugen
- Do: Vergleiche dein Cover mit denen von Vergleichstiteln!
Books on Demand hat einen Tool zum Vergleichen von Covern. Jetzt wird es spannend: Das wusste ich noch nicht. Und dieses Tool hilft jedem von uns, die Dos und Donts für Selfpublisher im Bezug auf Cover besser nachvollziehen zu können, denn die Schwierigkeit hinter den zahlreichen Tipps ist die Balance. Das „Vergleichen Sie Ihr Cover“-Tool von Books on Demand bietet die Funktion, dass man sein eigenes Cover in das Tool zieht und mit anderen Covern des ausgewählten Genres vergleichen kann. Worüber der Stellvertreter von BoD leider kein Wort verliert: Irgendwo muss es passen, aber gleichzeitig auch herausstechen.
Weiter geht’s mit Standard-Tipps – das ist nicht verwerflich
Ein Tipp, der sich aus dem bisher Gesagten erschließt: Baut ein Team um euch auf. Man braucht Lektor, Grafiker, Korrektor, Testleser… das wissen wir eigentlich schon.

Sorry fürs Multitasking! Habe trotzdem eine Menge mitbekommen!
Aufgrund meines ärgerlichen Datenverlustes bin ich an dieser Stelle der Session eher mies gelaunt. Die Mitschrift bei der ersten Session ist offenbar unwiderruflich verloren. Mir dabei einen Vortrag anzutun, den ich gefühlt schon tausend Mal gehört habe, bessert das nicht. Also beginne ich Multi-Tasking, arbeite mit einer Testversion eines Data Rescue Programms und notiere nebenbei in zwei Word-Dateien Infos für meine folgende Session und in der anderen stichpunktartig, was ich vom BoD-Vortrag mitbekomme. Letzteres möchte ich euch nicht vorenthalten. Ihr müsst wissen, für wen ihr schreibt. Definiert eure Zielgruppe nicht nur anhand oberflächlicher Daten. Kommt dir das bekannt vor? Na, egal, hier die Liste:
- Geschlecht
- Wohnort
- Schulabschluss
- Ausbildung
- Beruf
- Familienstand
- Hobbies
- Ziele
- Werte
- Abneigungen
- Lieblingsbuch
- Lieblingsfilm
- Lieblingszeitschrift
Hier greift Thorsten die Buyer Persona auf, die ich schon in der Content-Strategie-Session auf interessantem Wege beleuchtet bekommen habe. Beim nächsten Tipp horche ich wieder auf: Wattpad ist eine Social Writing Community. Dort bekommt man besonders schnell Feedback der Leser aus der Zielgruppe. Eine tolle Möglichkeit, um die Zielgruppe besser kennenzulernen. Diesen Tipp halte ich für genial, denn wenn man seine Zielgruppe nicht aus Erfahrung und eigener Logik heraus festlegen kann, ist es hilfreich, sie selbst empirisch zu analysieren. Lasst Menschen eure Texte oder Textausschnitte lesen und erstellt anschließend selbst eine Buyer Persona, wenn ihr euch jeden Leser genauestens anseht.
Von der Quantität der Selfpublisher
Weiter geht es mit dem Schubladen-Tipp. Füttert eure Leser! Und zwar regelmäßig. Besser: oft!
Macht es nicht wie George R R Martin. Aber habt die Fortsetzung in der Schublade. #litcamp17 #bod — Kia (@KiaKahawa) June 24, 2017
Habt die Fortsetzung in der Schublade, sodass der zweite Teil eures Romans so zeitnah erscheint, dass der Leser noch den ersten Teil im Kopf hat.
An dieser Stelle geht ein kurzes Gelächter durch den Raum: „Macht es nicht wie George R. R. Martin.“ Ich befinde mich unter Menschen, die sich auskennen und wissen, was gemeint ist. Yay!Bei Genreliteratur sollte ein Selfpublisher allerdings alle 3-4 Monate ein neues Buch veröffentlichen.Einmal gewonnene Leser wollen mehr. Serien funktionieren gut im Self-Publishing.
Jetzt wird es etwas kontrovers: Timon L. Thöne ergreift das Wort und fragt, ob die Qualität der Bücher nicht darunter leide. Er möchte gerne Statistiken haben und betont den Unterschied von „geschriebenen Telenovelas“ und komplizierter, tiefgreifender Science Fiction.
Die Antwort schweift ein bisschen ab und betont, wie wichtig es ist, dass der Leser vom Autor lesen will. Thorsten empfiehlt Timon Prequels, Kurzgeschichten und ähnliches, was die Leser bei Laune hält, wenn man die drei bis vier Bücher pro Jahr nicht veröffentlichen kann.
Wichtig ist dabei immer die Qualität. Die darf nicht vergessen werden, wenn man den Quantitätsstandards hinterher hechtet.
Wir Autoren haben es schon hart. Liefern, Liefern, Liefern!
Und das möglichst exzellent in Quantität und Qualität, um bloß nicht vergessen zu werden!
Wisst, was ihr wollt!
Seien wir doch mal ehrlich: Books on Demand hat viele Vorteile gegenüber anderen Distributoren. Ich selbst bin mit epubli nicht mehr zufrieden, weil die Erstellung einer Neuauflage kompliziert ist und ich einige Probleme mit der Integration in den Amazon-Shop hatte. Seit dem readfy-Wettbewerb habe ich einen 19-Euro-Gutschein, der mir die Gebühr für eine Veröffentlichung bei BoD schenkt, und so bin ich ein BoD-Fan und würde mein nächstes Buch dort veröffentlichen.
Wer noch nicht weiß, was er oder sie will, kann sich mit folgenden Fragen Abhilfe verschaffen:
Soll alles aus einer Hand geschehen? Oder wollt ihr möglichst viel selbst machen?
Wollt ihr Exklusivität? Oder soll euer Buch überall erhältlich sein?
Alles hat Vor- und Nachteile. Eine exklusive Veröffentlichung könne zu mehr Sichtbarkeit führen und man könne mehr mit dem Titel machen. Ist das Buch überall erhältlich, so hat es den großen Vorteil, dass Leser, die beispielsweise Amazon boykottieren, nicht auf euer Buch verzichten müssen. Außerdem kann man so den lokalen Buchhandel unterstützen, was mir inzwischen tagtäglich immer wichtiger wird.
Informiert euch über den Buchhandel! Und über Verlage, besondere Vorsicht ist natürlich bei DKZV geboten.
Die Wunschliste von BoD oder: die Dos für Selfpublisher
Setzt Metadaten (Katalogdaten) effektiv für die Auffindbarkeit ein! Metadaten sind solche wie Titel, Schlagworte, ISBN, Klappentext und Autorenname.
Setze Schlagworte kreativ ein. Nutzt euer Wissen über Leser und deren Suchverhalten.Das gefällt mir, aber mir fehlen ein wenig die „Donts“ bei den Dos und Donts für Selfpublisher. Dass an dieser Stelle der Bogen zwischen den Zielgruppen-Tipps und der Veröffentlichung eines Buches als Selfpublisher gezogen wird, lässt mein Multitasking unbedeutender werden. Ich bin wieder voll dabei.
Und wieder kommt ein Tipp, der von andere Sessions wiederzukehren scheint: Corporate Identity. Tretet einheitlich auf, macht euch zur Marke, die nicht verwechselbar ist.Dazu gehört eine Website. Sie sollte möglichst professionell sein, denn sie ist für Selfpublisher ein zentraler Ankerpunkt.
Dos und Donts für Selfpublisher sind beim Thema Website einfach auszumachen:• Wählt ein elegantes, stilvolles Design, das euch und der Zielgruppe gefällt.• Ladet nur qualitativ hochwertige Texte hoch.• Beschreibt euch, eure Tätigkeit und eure Werke.• Bietet einen Newsletter an.• Verzichtet auf Pop-Ups und Werbung.• Verlinkt Social Media mit der Website und umgekehrt.• Zieht Leser auf Website und setzt Kaufimpulse.• Bietet den Lesern einen Mehrwert. Recherchiert ggfs. über Content Marketing.
Nutzt Newsletter! Sie sind das effektivstes Instrument bei der Vermarktung! Bietet euren Lesern dabei einen echten Mehrwert. Die Newsletter einer Website ohne integrierten Blog sollten alle drei bis vier Wochen versendet werden.
Setzt den Buchpreis fest. Orientiert euch bei der Preisgestaltung am Genre sowie am Wettbewerb.Ein weiterer Tipp, der mich persönlich weiterbringt: Bevor man in die Vollen geht, was das Marketing und die Verbreitung des neuen Werkes angeht, sollte man fünf bis zehn gute Rezensionen haben.
Dos und Donts für Selfpublisher: mein Fazit
Insgesamt empfand ich Dos und Donts für Selfpublisher als gute Balance zwischen Interessierten-Info und Tipps für Selfpublisher, die bereits Erfahrung haben. Die Tipps, die mir zum größten Teil nicht neu waren, aus der Perspektive von Books on Demand zu hören, war dennoch enorm wertvoll.
Das war jetzt noch mal ein bewegendes Ende im Livestream vom #litcamp17. Danke für’s Zuschauen & bis 2018. Talks kommen alle auf YouTube. pic.twitter.com/0Oa4xTfuvo
— Livestream.watch (@Livestream_DE) 25. Juni 2017
Es ist wichtig, dass wir Selfpublisher uns ein Team aufbauen und uns auf das konzentrieren, was wir können. Niemand ist eine eierlegende Wollmilchsau, die in allen Disziplinen 100 % geben kann. Setzt auf Qualität, aber beachtet auch die Quantität. Haltet eure Leser bei der Stange, präsentiert euch professionell und wisst, was ihr und eure Zielgruppe wollt. Ich bedanke mich für den tollen Vortrag.
P.S.: Die Session zu „Autoren an die Steuer“ habe ich erfolgreich während dieses Vortrags konzipiert. Die Datensicherung ist nicht geglückt, da ich dazu ein Software-Abo hätte abschließen müssen. Wer diesen Vortrag vollständig nachschauen möchte, kann dies auf Youtube tun.
Zum Twitter-Account: @booksondemandZur Website: bod.deZum Pressesprecher von BoD: @Thorsten_Simon
Alles Liebe,
Kia
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