In einem Verlag tummeln sich viele Leute. Sie alle sollten in der Lage sein, zu pitchen, was dein Verlag tut und welche Bücher dort verlegt werden. Warum das so ist, will ich dir in diesem Artikel erklären.

Der Fahrstuhl

Fahrstühle eignen sich hervorragend, um in hohen Gebäuden schnell aus dem obersten Stockwerk in den Keller zu kommen. Sie eignen sich aber auch sehr gut dafür, in einem kurzen Gespräch Kunden von deinen Produkten zu überzeugen. Nicht umsonst heißt es „Elevator Pitch“. Zugegeben, aus meiner Erfahrung wird in Fahrstühlen eher wenig geredet. Es geht aber auch eher darum, dir anzueignen, in kurzer Zeit auf den Punkt zu kommen. Eben innerhalb  der Länge einer Fahrstuhlfahrt. Man weiß schließlich nie, wem man zufällig zwischen Tür und Angel begegnet.

Und was machst du so?

Die Frage nach dem Beruf ist immer ein guter Eisbrecher, um eine Konversation zu starten. Nicht jeder Beruf gibt viel Gesprächsstoff her. Wenn du einen Maurer nach seiner Tätigkeit fragst, gibt es vermutlich nicht viel zu erzählen, dass über „ich setze Steine aufeinander“ hinausgeht. In einem Verlag hingegen ist viel los. Ständig werden neue Bücher angekündigt und veröffentlicht, Autor*innen unter Vertrag genommen, das Programm erweitert und was sonst noch so anfällt. Die Antwort „Ich arbeite bei einem Verlag“ ergibt also bestimmt weitere Nachfragen.

Diese Nachfragen sollten alle Mitarbeiter im Verlag kurz und knapp beantworten können. Schließlich begegnet man ständig potenziellen Kunden. In unserer schnelllebigen Zeit, haben die meisten Leute aber nicht die Geduld, sich lange Vorträge anzuhören. Schnell auf den Punkt zu kommen, ist deshalb das Ziel. Das gilt sowohl für die Verleger als auch für die Sekretärin.

Vom Buch bis zum Verlag

Im ersten Moment liegt es immer nahe, das neuste große Buch des Verlags ins Rampenlicht zu stellen. Es geht immer darum, das nächste große Ding zu verkaufen. Es ergibt aber mehr Sinn, nicht nur ein Buch an den Kunden zu bringen, sondern möglichst viele. Bei einem Pitch sollte also nicht nur ein Buch im Mittelpunkt stehen. Stattdessen steht bestenfalls der gesamte Verlag im Fokus. Was ist die Motivation des Verlags? Gibt er jungen Autor*innen eine Plattform oder sucht er eher nach den nächsten Bestsellern? Welche Genres werden verlegt oder sollen noch ins Programm aufgenommen werden? Welche Leser*innen werden angesprochen? Die Antworten auf diese Fragen können in kurzen Antworten Interesse beim Zuhörer generieren. Das Ziel ist immer, dass sich jemand näher mit dem Verlag auseinandersetzt.

Pitchen will gelernt sein. Mit ein wenig Übung, schafft es aber jeder, in kurzer Zeit die Dinge auf den Punkt zu bringen. Deinem Verlag und den Büchern, die du veröffentlichst, wird es helfen. Hast du schonmal etwas ganz kurz gepitcht? Vielleicht sogar im Fahrstuhl? Erzähle es mir in den Kommentaren.

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