Das Lektorat ist eine der wichtigsten Dienstleistungen, die du für dein Buch heranziehen kannst. Dabei wird dein Manuskript auf Herz und Nieren geprüft – und das auch, wenn es sich nicht um einen Arztroman handelt. Allerdings ist es sinnvoll, im Vorfeld zu vermitteln, auf was beim Lektorat geachtet werden sollte, indem du neben deinem Manuskript auch ein paar Lektoranweisungen mitschickst.

Lektor*innen kennen sich mit vielen Dingen aus. Sie wissen, wie man Plotlöcher aufspürt und wie eine Geschichte strukturiert sein sollte, um möglichst viele Leser*innen anzusprechen. Auf welche Weise sich Charaktere organisch innerhalb einer Geschichte entwickeln. Wie Spannung erzeugt wird. Welche Fakten stimmen? Ist die Geschichte sprachlich rund? Gibt es Stilbrüche? Kurz: Alle handwerklichen Aspekte des Schreibens sind die Expertise von Lektor*innen.

Was sie aber nicht wissen, ist, was du mit deiner Geschichte vermitteln willst. Deshalb ist ein Lektoratsbriefing sinnvoll. So gibst du wichtige Informationen weiter, die beim Lektorat berücksichtigt werden, damit es für dich auch wirklich hilfreich ist.

Wichtig ist die von dir geplante Charakterwirkung der Hauptfiguren. Sollen sie sympathisch wirken oder eher wie echte Kotzbrocken? Diese Information hilft beim Lektorat, falsche Eindrücke zu vermeiden. Geht die Charakterwirkung nach hinten los, wird darauf hingewiesen. Andernfalls kann es dir passieren, dass im Lektorat darauf nicht eingegangen wird, weil der Charakter zwar funktioniert, aber nicht so, wie du es dir vorgestellt hast. Vermittele also, was deine Intention bei den einzelnen Hauptfiguren ist.

Die Zielgruppe ist ebenfalls eine hilfreiche Angabe. Soll dein Buch eher für Erwachsene sein oder schreibst du im beliebten Young Adult-Genre. Bestimmte Szenen können für manche Zielgruppen unpassend sein. Das fällt aber nur auf, wenn beim Lektorat die Zielgruppe bekannt ist. Das Buch ILLUMINAE ist beispielsweise zwar eine Young Adult Geschichte, aber da geht es teils ganz schön heftig zur Sache. In einer Szene trägt ein kleines Mädchen sogar ein menschliches Herz wie einen Teddybären mit sich herum. Für ein junges Publikum vielleicht nicht ganz geeignet.

Du kannst auch Titel angeben, die deiner Geschichte ähnlich sind. Der*die Lektor*in kann sich dann Rezensionen und Meinungen anschauen und sieht, was bei Leser*innen gut ankommt.

Es gibt noch einige Punkte mehr, die du beim Lektorat angeben kannst. Als Hilfe habe ich dir hier eine Vorlage für ein Briefing erstellt, das du gerne nutzen kannst:

Kurzzusammenfassung:

Normseiten:

Genre:

Zielgruppe:

Ähnliche Titel:

Stil: düster, lustig, romantisch etc.

Charakterwirkung Protagonist A (Name der Figur einfügen): sympathisch, hassenswert, intelligent etc.

Charakterwirkung Protagonist B (Name der Figur einfügen): anarchisch, charismatisch, bodenständig etc.

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