Warum Buchblogger das beste Marketing betreiben 

3. Nov. 2022

Wenn du Bücher schreibst, sind Buchblogger für dich ein wichtiger Bestandteil deines Marketings. Zum einen sind sie Influencer deiner Zielgruppe, zum anderen bieten sie dir das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. In diesem Artikel will ich das genauer erläutern. 

Leidenschaft und Authentizität 

Buchblogs sind nicht immer professionell, aber mit viel Liebe und einer Menge Zeitinvestment gestaltet. Auf den Buchmessen und in den sozialen Medien ging immer wieder die Diskussion rum, dass sich Buchblogger für ihre Leistung bezahlen lassen sollten. Doch der Tenor unter den Blogger besagt, dass sie keine Bezahlung wollen. Die Gründe dafür sind häufig die Folgenden: 

  • Man bekommt kostenlose Rezensionsexemplare 
  • Man will Autoren fördern 
  • Die Blogger lieben Bücher und leben mit ihrem Blog ihre große Leidenschaft aus 
  • Sie betreiben ihren Blog eher als Hobby 
  • Die Reichweite ist noch nicht groß genug, um damit Geld verdienen zu können 

Diese Mentalität kann man auf zwei Weisen betrachten: Einerseits könnte man diese Einstellung als wirtschaftlich ineffizient beschreiben und kritisch damit umgehen. Andererseits können wir diese Einstellung auch auf ein Podest stellen und verehren. 

Denn genau diese Einstellung gibt den Buchblogger einen ungeheuren Einfluss auf ihre Leser. Dass sie nichts oder nur sehr wenig mit ihrem Blog verdienen, zeigt auch den kritischsten Leser, dass ihre Meinung nicht käuflich ist.

Authentizität ist wichtig

Niemand ist so authentisch und überzeugend wie Buchblogger. 

Natürlich kann man für 30 Euro über eine Facebook-PPC-Werbung einige Menschen erreichen und ihnen das Buchcover vors Gesicht halten. Dadurch erreicht man vermutlich sogar den ein oder anderen Verkauf (wenn auch nur wenige), sofern man es geschickt anstellt. 

Aber stell dir vor, mit diesen 30 Euro könntest du dein Image verbessern, neue Follower kriegen, ein paar Bücher verkaufen, eine Rezension und auch noch einen freundschaftlichen Branchenkontakt kriegen. 

Wofür würdest du deine 30 Euro eher investieren? 

Als angehender Networking- und Marketing-Experte würdest du natürlich das ausgefüllte Gesamtpaket wählen, anstatt zum gleichen Preis ein paar Klicks auf deine Anzeige zu erhalten. 

Wie solltest du in Buchblogs investieren? 

Wie bereits erwähnt, lassen sich Buchblogger in der Regel nicht bezahlen. Du musst also kein Geld investieren. Deine Investition ist in diesem Fall vor allem Zeit. 

Natürlich kannst du einfach eine Mail mit „Hallo Blogger“ im Betreff schreiben und ein Rezensionsexemplar verschicken. Das wird dich aber nicht weit bringen. Schreibe eine persönliche E-Mail, wenn du einen Buchblogger auserkoren hast. 

Vor allem solltest du im Vorfeld recherchieren. Schaue dir die Bücher auf dem entsprechenden Blog an und suche nach Büchern, die etwas mit deinem Werk gemeinsam haben. Idealerweise mehr als nur zwei. Schreibst du Romance, aber auf dem Blog finden sich größtenteils Western, passt dein Buch einfach nicht zum Blog. 

In meiner Mail an einen Buchblogger kopiere ich nicht einfach den Klappentext, sondern begründe anhand der auf dem Blog bereits gelesenen Bücher, warum ich glaube, dass mein Buch zu diesem Blog passen könnte. Dabei gehe ich auf die Personen selbst ein und versuche, einen persönlichen und freundschaftlichen Kontakt herzustellen. 

Natürlich gibt es nicht nur Zusagen, aber Absagen gehören zum Geschäft. 

Rezensionsexemplare gut auswählen

Meiner Meinung nach sollte man nicht nur das E-Book als Rezensionsexemplar verschicken. Buchblogger wollen in gewisser Weise umgarnt werden und freuen sich über Bücher, die sie anfassen können. Ein paar Goodies, eine Signatur und eine liebevolle Verpackung können dafür sorgen, dass die Buchblogger darüber auf Social Media posten, weil du besonders kreativ warst. 

Kreativität ist ein gutes Stichwort: Lass dir etwas einfallen, um herauszustechen. Überlege dir etwas, das zu deinem Buch passt. Ob handgeschriebene Postkarten, ein liebevoller Tee, ein paar Süßigkeiten oder andere Zusätze. Es gibt immer einen Weg, den Buchblogger neben dem Buch eine Freude zu machen. 

Und genau das ist unendlich wichtig: Buchblogger sind keine Marketing-Maschinen, sondern Menschen mit einem leidenschaftlichen Hobby. 

Nimm dir Zeit für sie und behandle sie respektvoll und freundschaftlich. 

Auf diese Weise kann der Idealfall eintreffen: Du erhältst eine ausführliche Rezension (ich habe leider auch schon Buchblogger erwischt, die nur vier oder fünf Zeilen geschrieben haben) und hast einen neuen Branchenkontakt, wenn nicht sogar eine Freundschaft. So war es beispielsweise bei mir und Lisa von Lisas Bücherleben und ich bin unendlich froh, sie inzwischen als gute Freundin zu haben. 

Genau so soll die Sache mit Buchblogger funktionieren. Mit Liebe. 

Buchblogger bieten dir als Autor einen großen Mehrwert, der von der reinen Rezension bis zur Freundschaft reichen kann. In jedem Fall gewinnt ihr beide etwas dadurch. Was sind deine liebsten Buchblogs? Verrate sie mir in den Kommentaren! 

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