Achtung! Dieser Artikel bezieht sich auf die Steuersätze aus dem Jahr 2021 und auch den Grundfreibetrag dieses Jahres. Durch die jährliche Anhebung der Freibeträge, musst du die hier vorgenommenen Rechnungen entsprechend anpassen. Im Jahr 2026 liegt der Grundfreibetrag bei 12.348,00 Euro.
Bei der Einkommensteuer wird das Einkommen je nach Veranlagung und Höhe zwischen 14 % und 45 % versteuert. Bei einem Steuersatz von 45 % spricht man von der Reichensteuer. Gerechtigkeitsfanatiker freuen sich, müssen die Reichen doch 45 % ihres Einkommens abgeben – doch das ist nicht richtig. In dieser Ausgabe von „Autoren an die Steuer“ decke ich das Missverständnis mit der Reichensteuer auf.
Viele glauben, ein „echtes“ Buch entsteht erst, wenn irgendwo eine große Druckmaschine tausend Exemplare auswirft; und vorher ist es nur ein Hobby. Das stimmt nicht. Du kannst heute dein eigenes Buch drucken lassen, in der Stückzahl, die zu dir passt. Auch ein einziges Exemplar. Und es sieht trotzdem aus wie aus der Buchhandlung. Wenn du ein paar Dinge richtig machst.
Vielleicht stehst du gerade genau an diesem Punkt: Dein Manuskript ist fertig oder fast fertig, und jetzt willst du es endlich in den Händen halten. Ein richtiges Buch, mit Umschlag, mit Rücken, mit deinem Namen drauf. Aber sobald du dich umschaust, prasseln Begriffe auf dich ein: Print-on-Demand, Offsetdruck, Grammatur, Beschnitt, PDF/X, Klebebindung, Fadenheftung. Und irgendwie weiß man nicht, wo man anfangen soll.
Genau dafür ist dieser Artikel da. Ich erkläre dir, welche Druckwege es gibt, welcher zu deinem Projekt passt und warum der Druck selbst fast nie das Problem ist, sondern das, was du der Druckerei lieferst. Ohne Fachchinesisch; jedes Fachwort übersetze ich dir sofort.
Kurz gesagt: Für die meisten Autoren ist Print-on-Demand (Druck auf Bestellung) der risikoärmste Weg, ein Buch drucken zu lassen: kein Mindestabnahme-Zwang, kein Lager, kein Karton voller unverkaufter Bücher. Ein Auflagendruck (viele Exemplare auf einmal) lohnt sich erst, wenn du planbar viele Bücher abgibst – etwa über Lesungen, Messen oder eine bestehende Reichweite. Die Druckqualität entscheidet sich dabei weniger in der Druckerei als in deinen Druckdaten: Ein professioneller Buchsatz und ein sauber angelegtes Cover sind die Grundlage für ein Buch, das gedruckt genauso gut aussieht wie gedacht.
Print-on-Demand: gedruckt wird erst, wenn jemand bestellt
Print-on-Demand — oft auch Book-on-Demand genannt – bedeutet wörtlich „Druck auf Abruf“: Dein Buch liegt als fertige Druckdatei auf dem Server, und erst wenn jemand ein Exemplar bestellt, wird genau dieses eine Exemplar gedruckt, gebunden und verschickt. Es gibt keine Mindestauflage, kein Lager, keine Vorabinvestition in hunderte Bücher.
Das heißt: Du kannst tatsächlich ein einzelnes Buch drucken lassen. Viele Autoren bestellen zuerst ein Probeexemplar und das würde ich dir ausdrücklich raten. Ob die Schrift angenehm lesbar ist, das Papier sich richtig anfühlt und das Cover in echt wirkt, weißt du erst mit dem Buch in der Hand.
Ein Print-on-Demand-Buch ist dabei kein „Buch zweiter Klasse“: Moderner Digitaldruck liefert eine Qualität, die du im Regal nicht von klassisch gedruckten Büchern unterscheiden kannst – vorausgesetzt, die Druckdaten stimmen. Dazu gleich mehr, denn da liegt der eigentliche Knackpunkt.
Für die meisten Erstautoren ist Print-on-Demand der risikoärmste Weg
Die Frage „Print-on-Demand oder Auflage?“ beantworte ich für die meisten Erstautoren klar: Print-on-Demand, weil es das einzige Modell ist, bei dem du nichts verlieren kannst, wenn die Verkäufe anders laufen als erhofft. Schauen wir uns die Mechanik an, damit du die Entscheidung wirklich verstehst.
Beim Auflagendruck lässt du viele Exemplare auf einmal drucken, klassisch im Offsetdruck – einem Verfahren für große Mengen. Die Logik: Je mehr Bücher auf einmal, desto günstiger wird jedes einzelne Exemplar, weil sich die Einrichtung der Maschine auf alle verteilt. Die Stückkosten sinken mit der Menge. Klingt verlockend, oder?
Der Haken hat einen Namen: Lagerrisiko. Die günstigen Stückkosten nützen dir nur, wenn du die Bücher auch wirklich abgibst. Wenn nicht, hast du viel Geld in Kartons investiert, die im Keller stehen. Ich sage das so deutlich, weil ich diese Kartons schon zu oft gesehen habe.
Beim Print-on-Demand ist es genau umgekehrt: Jedes einzelne Exemplar ist in der Herstellung etwas teurer, dafür zahlst du immer nur das, was tatsächlich bestellt wird. Kein Risiko, kein Lager, keine Glaskugel nötig.
Daraus ergibt sich eine ehrliche Faustregel:
Du bist Erstautor ohne große Reichweite? Dann Print-on-Demand. Niemand kann seriös vorhersagen, wie viele Exemplare sich verkaufen, und mit Print-on-Demand musst du das auch gar nicht.
Du hast planbare Abnahme. Du hältst Vorträge, stehst auf Messen, hast eine Community, verschenkst Bücher an Klienten? Dann kann sich eine Kleinauflage lohnen: eine überschaubare Stückzahl im Digitaldruck, die du selbst verkaufst oder verteilst. Das ist der Mittelweg zwischen Einzeldruck und großer Auflage.
Du weißt sicher, dass du sehr viele Bücher brauchst? Erst dann spielt der klassische Offsetdruck mit Mindestauflage seine Stärke aus.
Das Schöne ist: Das eine schließt das andere nicht aus. Viele starten mit Print-on-Demand und lassen später eine Kleinauflage für Lesungen oder den Büchertisch drucken. Klein anfangen und nachlegen geht immer, eine zu groß geratene Auflage wird dagegen nicht wieder kleiner.
Softcover oder Hardcover? Das entscheidet dein Buch, nicht der Trend
Ob du ein Taschenbuch drucken lassen solltest oder ein Hardcover, hängt von drei Dingen ab: deinem Genre, der Nutzung des Buches und der Seitenzahl. Eine Pauschalantwort gibt es nicht, aber klare Anhaltspunkte.
Das Softcover (Taschenbuch) hat einen flexiblen Kartonumschlag und ist der Standard für Romane, Erfahrungsberichte und die meisten Ratgeber. Es ist leichter, handlicher, günstiger in der Herstellung und es entspricht der Erwartung der Leser: Ein Krimi als Taschenbuch mit cremefarbenen Seiten fühlt sich sofort richtig an.
Das Hardcover hat einen festen Buchdeckel und signalisiert Wertigkeit und Dauerhaftigkeit. Es passt zu Nachschlagewerken, hochwertigen Sachbüchern, Bildbänden, Geschenkbüchern und zu allem, was lange halten oder in der Vitrine stehen soll. Eine ehrliche technische Grenze gehört dazu: Ein Hardcover braucht genug Seiten, damit es überhaupt produzierbar ist und der Buchrücken nicht verloren wirkt. Bei einem sehr schlanken Text ist das Softcover schlicht die bessere Wahl.
Wenn du dein Buch binden lassen willst, begegnen dir außerdem zwei Begriffe für das Innenleben:
Klebebindung: Die Seiten werden am Rücken verleimt. Das ist der Standard bei Taschenbüchern und im Print-on-Demand – stabil und völlig ausreichend für normale Lesebücher.
Fadenheftung: Die Seiten werden in Lagen vernäht, bevor sie in den Umschlag kommen. Das ist die Königsklasse – das Buch lässt sich flacher aufschlagen und hält Jahrzehnte. Sinnvoll bei hochwertigen Hardcovern, die intensiv genutzt werden.
Dazu kommt die Veredelung. Alles, was den Umschlag besonders macht: matte oder glänzende Folie, eine Prägung (fühlbar erhabene Schrift), ein Farbschnitt (eingefärbte Seitenkanten). Ich rate dir, die Veredelung als Sahnehäubchen zu sehen, nicht als Fundament. Erst muss das Buch handwerklich stimmen.
Papier ist nicht gleich Papier: Grammatur und Farbton
Welches Papier für dein Buch das richtige ist, entscheidet sich an zwei Stellschrauben: der Grammatur und dem Farbton. Grammatur ist das Fachwort für das Papiergewicht, gemessen in Gramm pro Quadratmeter – vereinfacht gesagt, wie dick und griffig sich eine Seite anfühlt. Romane nutzen meist leichteres Papier, damit das Buch nicht unnötig schwer wird; Bücher mit Fotos brauchen schwereres, festeres Papier, damit nichts durchscheint.
Beim Farbton gilt eine einfache Genre-Regel: Cremefarbenes Papier ist der Klassiker für Romane und alles, was am Stück gelesen wird; es ist warm und augenfreundlich. Weißes Papier gehört zu Sachbüchern, Ratgebern und überall dorthin, wo Fotos, Grafiken oder Tabellen brillant wirken sollen.
Damit hängt auch die Frage Farbdruck oder Schwarz-Weiß zusammen: Ein durchgehender Farbdruck macht jedes Exemplar spürbar teurer in der Herstellung – er lohnt sich, wenn Bilder das Herz deines Buches sind, etwa bei einem Reiseführer oder Kochbuch. Für reine Textbücher ist Schwarz-Weiß die richtige Wahl, da vermisst niemand etwas.
All diese Seiten zusammen nennt man übrigens den Buchblock, das Fachwort für das komplette Innenleben deines Buches zwischen den Umschlagdeckeln.
Der Druck ist nur so gut wie deine Druckdaten
Nach dem Druck wird randscharf zugeschnitten. Deshalb gehört in jede Druckdatei der Beschnitt.
Hier kommt die wichtigste Wahrheit des ganzen Themas, und sie überrascht viele: Wenn ein gedrucktes Buch unprofessionell aussieht, liegt das fast nie an der Druckerei, sondern an den Druckdaten. Die Maschine druckt exakt das, was du ihr lieferst. Ein liebloser Buchsatz bleibt ein liebloser Buchsatz, nur eben auf schönem Papier.
Die Qualität deines Buches entsteht also vor dem Druck, im Buchsatz (der professionellen Gestaltung des Innenteils) und in der Covergestaltung. Was eine Druckerei dann von dir braucht, ist im Kern eine überschaubare Liste:
Eine PDF-Datei im Format PDF/X: ein genormtes Druck-PDF, in dem alle Schriften fest eingebettet sind und nichts mehr verrutschen kann.
Beschnitt (meist ein paar Millimeter rundum): Die Datei ist etwas größer angelegt als das fertige Buch, weil die Seiten nach dem Druck randscharf zugeschnitten werden. Fehlt der Beschnitt, entstehen weiße Blitzer am Rand.
Auflösung von 300 dpi für alle Bilder: genug Bildpunkte, damit Fotos gestochen scharf gedruckt werden; was am Bildschirm gut aussieht, kann im Druck pixelig wirken.
Ein Umschlag als eigene Datei: angelegt mit exakt berechneter Rückenbreite, denn wie breit der Buchrücken ist, hängt von Seitenzahl und Papier ab.
Das richtige Farbprofil: Bildschirme mischen Farben anders als Druckmaschinen. Ohne Umwandlung wirken Farben im Druck schnell matschig oder zu dunkel.
Du musst das alles nicht selbst können, aber du solltest wissen, dass es existiert. An diesen Punkten scheitern die meisten Eigenversuche: Das Word-Dokument als PDF exportieren und hochladen reicht eben nicht für ein Buch, das nicht nach Eigenbau aussieht.
Und damit du mich richtig verstehst: Wir bei Kahawa Medien sind keine Druckerei und drucken kein einziges Buch selbst. Unser Part ist das Davor und das Drumherum: der Buchsatz, das Cover, die druckfertigen Daten. Und wenn du möchtest, koordinieren wir für dich die komplette Druckabwicklung: Wir bereiten alles so vor, dass du es wie auf dem Silbertablett serviert bekommst, transparent und ohne versteckten Aufschlag auf den Druckpreis. Du behältst die Kontrolle, wir nehmen dir das Technische ab.
Aus der Praxis: Vom Tal der Tränen zum Buch, das sich richtig anfühlt
Heiko Scharfenort: „Das Ergebnis ist beeindruckend – von der Haptik, vom Aussehen, von den Inhalten.“
Wie groß der Unterschied zwischen Eigenversuch und professionellen Druckdaten ist, zeigt die Geschichte von Heiko Scharfenort. Er hatte ein Nachschlagewerk für Menschen mit Diabetes erarbeitet. Die Inhalte standen. Aber sein erster selbst erstellter PDF-Versuch war ernüchternd: Jede kleine Änderung verschob die Umbrüche, der Satz musste immer wieder neu gemacht werden. „Da bin ich schier wahnsinnig geworden“, sagte er später. Ein echtes Tal der Tränen, in dem er ernsthaft überlegte, ob er überhaupt weitermacht. Dann legte er Buchsatz und Druckdaten in unsere Hände. Als er das fertig gedruckte Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, war seine Reaktion eindeutig. „Da wusste ich: Die Entscheidung war richtig, das nicht selbst zu machen. Das Ergebnis ist beeindruckend – von der Haptik, vom Aussehen, von den Inhalten.“
Und Maren Sturny, die ein sehr persönliches Buch über den Familienalltag mit Diabetes Typ 1 geschrieben hat, traf vor dem Druck eine bewusste Entscheidung: nicht zuerst auf den Preis zu schauen, sondern auf die Qualität. „Man kann einen Buchsatz auch günstiger machen, aber ich weiß nicht, ob die Qualität dann so gut ist“, sagt sie. Sie wollte ein Buch, das ihrer Geschichte gerecht wird und genau das hielt sie am Ende in den Händen.
Zwei verschiedene Menschen, zwei verschiedene Bücher, dieselbe Erkenntnis: Das gedruckte Ergebnis ist nur so gut wie das, was vorher hineingearbeitet wurde.
Häufige Fragen zum Buchdruck
Wie kann ich mein eigenes Buch drucken lassen?
Du brauchst druckfertige Daten – ein professionell gesetztes Innenteil und ein Cover als PDF – und entscheidest dich dann für einen Druckweg: Print-on-Demand über eine Selfpublishing-Plattform oder eine eigene Auflage bei einer Druckerei. Der Druck selbst ist der einfachste Teil; die Vorbereitung der Daten ist der Schritt, der über das Ergebnis entscheidet.
Was ist Print-on-Demand genau?
Print-on-Demand bedeutet, dass dein Buch erst gedruckt wird, wenn jemand es bestellt; einzeln, auf Abruf, ohne Lager. Du investierst nichts in Vorräte und gehst kein Risiko ein, falls sich das Buch langsamer verkauft als erhofft. Für die meisten Selfpublisher ist das heute der Standardweg.
Wie viele Bücher muss ich mindestens drucken?
Beim Print-on-Demand: ein einziges. Eine Mindestauflage gibt es nur beim klassischen Auflagendruck, weil sich dort die Maschineneinrichtung erst ab einer gewissen Menge lohnt. Wenn du dir unsicher bist, wie viele Bücher du brauchst, ist das schon die Antwort: Starte ohne Mindestmenge.
Was kostet es, ein Buch drucken zu lassen?
Das hängt von Format, Seitenzahl, Papier, Bindung, Farbe und Stückzahl ab. Deshalb wäre jede Pauschalzahl unseriös. Die Mechanik dahinter: Beim Print-on-Demand zahlst du pro Exemplar etwas mehr, aber nur bei Bestellung; beim Auflagendruck sinken die Stückkosten mit der Menge, dafür trägst du das Lagerrisiko. In einer Beratung lässt sich das für dein konkretes Buch schnell durchrechnen.
Wie lange dauert der Druck?
Beim Print-on-Demand wird ein bestelltes Exemplar in der Regel innerhalb weniger Tage gedruckt und verschickt. Eine eigene Auflage braucht je nach Druckerei und Ausstattung einige Wochen Vorlauf. Plane bei beidem Zeit für ein Probeexemplar ein. Diesen Schritt solltest du dir nie sparen.
Brauche ich eine ISBN für den Druck?
Für den reinen Druck nicht. Du kannst ein Buch auch ganz ohne ISBN drucken lassen, etwa für Familie, Kunden oder den Eigenverkauf. Eine ISBN brauchst du erst, wenn dein Buch über den Buchhandel bestellbar sein soll, denn sie macht es buchhandelsfähig. Wir vergeben selbst keine ISBN, beraten dich aber gerne, auf welchem Weg du eine bekommst und ob du sie überhaupt brauchst.
Dein Buch ist näher, als du denkst
Buchdruck ist kein Hexenwerk, sondern Handwerk, mit klaren Regeln, die man kennen, aber nicht alle selbst beherrschen muss. Alles, was zwischen deinem Word-Dokument und deinem gedruckten Buch noch liegt, ist lösbar: Druckweg, Bindung, Papier, Daten.
In dieser kostenlosen, circa 60-minütigen Buchberatung entwickeln wir gemeinsam einen Plan für deine Buchveröffentlichung. Du wirst herausfinden, wo und wie dein Buch in den Vertrieb kommt und welche Veröffentlichungsstrategie zu deinem Projekt passt. Dafür gehst du jetzt auf www.buchagentur.de und trägst dich ein. Erzähl ein bisschen von deinem Buch und von deinen Zielen und wir sprechen in den nächsten 2 bis 5 Tagen persönlich über deine geplante Buchveröffentlichung.
Ein Messestand auf der Buchmesse kann sinnvoll sein. Aber wie fast immer kommt es darauf an wo und warum. Du solltest dir im Vorfeld immer Gedanken machen, was die beste Lösung für deinen Messeauftritt ist.(mehr …)
Die Budgetierung ist für alle Unternehmen ein wichtiger Teil auf dem Weg zum Erfolg. Das gilt genauso für Autoren, schließlich musst du auch immer deine Finanzen im Blick behalten und aufpassen, dass deine Liquidität nicht versiecht. Eine moderne Budgetierung ist deshalb etwas, mit dem du dich beschäftigen solltest. Du kannst mit diesem Artikel beginnen.
„Bei Amazon ein Buch zu veröffentlichen dauert keine halbe Stunde.“ Diesen Satz liest man überall. Und das Verrückte ist: Er stimmt. Technisch gesehen.
Du legst ein Konto an, lädst zwei Dateien hoch, klickst auf „Veröffentlichen“, und in der Regel steht dein Buch 72 Stunden später im größten Buchshop der Welt. Kein Verlag, der dich ablehnen kann. Keine Mindestauflage. Kein Karton voller Bücher im Keller.
Und trotzdem sitzen viele Autoren vor dem KDP-Dashboard – der Verwaltungsoberfläche von Amazons Selfpublishing-Plattform – und fühlen sich wie im Cockpit eines Flugzeugs. Tantiemenoption? Beschnitt? KENP? Eigene ISBN oder die von Amazon? Wenn du gerade mit einem fertigen oder fast fertigen Manuskript dasitzt und dich genau das fragst, bist du hier richtig. Ich erkläre dir, wie das Veröffentlichen bei Amazon wirklich funktioniert und warum der Klick auf „Veröffentlichen“ der einfachste Teil der ganzen Reise ist.
Kurz gesagt: Ein Buch bei Amazon zu veröffentlichen ist über Kindle Direct Publishing (KDP) kostenfrei und technisch in kurzer Zeit machbar, als E-Book, Taschenbuch oder Hardcover im Print-on-Demand-Verfahren, also gedruckt erst bei Bestellung. Du bekommst Tantiemen: beim E-Book 35 oder 70 Prozent, beim gedruckten Buch 60 beziehungsweise 50 Prozent des Listenpreises minus Druckkosten. Die eigentliche Arbeit liegt nicht im Hochladen, sondern davor: veröffentlichungsreifes Manuskript, professioneller Buchsatz, ein Cover, das dein Genre trifft, und durchdachte Metadaten. Genau dabei begleitet dich Kahawa Medien.
Wie veröffentlichst du ein Buch bei Amazon? Über Kindle Direct Publishing (kurz KDP), Amazons hauseigene Plattform, über die jeder ein Buch hochladen und verkaufen kann, ohne einen Verlag zu brauchen. Drei Formate sind möglich: E-Book, Taschenbuch und Hardcover, also die gebundene Ausgabe.
Bei den gedruckten Formaten arbeitet Amazon mit Print-on-Demand. Das heißt übersetzt: Druck auf Bestellung. Es gibt keine Auflage und kein Lager. Erst wenn jemand dein Buch kauft, wird genau dieses eine Exemplar gedruckt und verschickt. Für dich heißt das: kein finanzielles Risiko, und dein Buch ist trotzdem dauerhaft lieferbar.
Und die Kosten? Die Veröffentlichung selbst ist komplett kostenfrei. Keine Einstellgebühr, keine Jahresgebühr. Amazon verdient über einen Anteil an jedem Verkauf, bei gedruckten Büchern zusätzlich über die Druckkosten, die von deinen Tantiemen abgezogen werden. Du zahlst also nur, wenn du auch verkaufst. Was du vorher in Lektorat, Buchsatz und Cover investierst, ist eine andere Geschichte. Dazu kommen wir noch.
So läuft die Veröffentlichung bei Amazon ab
Der Ablauf ist im Prinzip immer gleich, egal ob E-Book oder Taschenbuch:
Konto anlegen. Auf kdp.amazon.com registrieren, Adresse, Bankverbindung und Steuerinformationen hinterlegen. Das machst du einmal.
Buchdetails eintragen. Titel, Autorenname, Buchbeschreibung, Kategorien und Schlagwörter, die sogenannten Metadaten. Über sie finden Leser dein Buch überhaupt erst.
Dateien hochladen. Das fertig gesetzte Innenleben (bei Print als druckfertiges PDF, beim E-Book als EPUB-Datei) und das Cover. Bei gedruckten Büchern braucht das Cover eine exakt berechnete Gesamtdatei inklusive Buchrücken und Beschnitt, das ist der zusätzliche Rand, der beim Zuschneiden in der Druckerei wegfällt, damit keine weißen Blitzer entstehen.
Preis und Tantiemenoption festlegen. Du bestimmst den Listenpreis, also den Verkaufspreis, und wählst dein Tantiemenmodell.
Veröffentlichen. Amazon prüft dein Buch; laut offizieller KDP-Hilfe ist es in der Regel innerhalb von 72 Stunden im Shop verfügbar.
Mein Rat aus der Praxis: Bestell dir vor der echten Veröffentlichung ein Korrekturexemplar, KDP nennt das „Proof“. Das ist ein Probedruck mit „Nicht zum Weiterverkauf“-Aufdruck zum reinen Druckkostenpreis. Erst wenn du das Buch in der Hand hattest, weißt du, wie Schrift, Ränder und Coverfarben gedruckt wirken. Diesen Schritt überspringen viele und ärgern sich dann über Details, die am Bildschirm nicht zu sehen waren.
Die Tantiemen-Logik: Beim E-Book wählst du zwischen 35 und 70 Prozent
Wie viel verdienst du pro verkauftem Buch? Beim E-Book bietet Amazon zwei Tantiemenoptionen: 35 oder 70 Prozent des Listenpreises (jeweils ohne Mehrwertsteuer gerechnet). Klingt nach einer einfachen Wahl, aber die 70-Prozent-Option ist an Bedingungen geknüpft:
Dein Listenpreis muss in einem von Amazon festgelegten Preiskorridor liegen; die aktuellen Grenzen zeigt dir KDP direkt bei der Preiseingabe an.
Gibt es eine gedruckte Ausgabe, muss das E-Book mindestens 20 Prozent unter deren Listenpreis liegen.
Amazon zieht eine kleine Übertragungsgebühr pro Verkauf ab, abhängig von der Dateigröße. Bei einem Roman vernachlässigbar, bei einem Bildband spürbar.
Sie gilt nur für Verkäufe in bestimmten Ländern; der deutsche Shop gehört dazu. Außerhalb bekommst du automatisch 35 Prozent.
Für die Praxis heißt das: Liegt dein Wunschpreis im Korridor, ist die 70-Prozent-Option fast immer die richtige Wahl. Die 35-Prozent-Option brauchst du, wenn du preislich aus dem Korridor heraus willst – sehr günstig oder sehr hochpreisig. Details in der KDP-Hilfe zu E-Book-Tantiemen.
Print: Tantiemensatz × Listenpreis − Druckkosten
Für Taschenbuch und Hardcover gilt eine eigene Formel, die du kennen solltest, bevor du deinen Preis festlegst:
Der Tantiemensatz liegt laut KDP-Hilfe bei 60 Prozent. Seit einer Änderung im Juni 2025 allerdings nur noch oberhalb einer bestimmten Preisschwelle; für sehr günstig angesetzte Bücher gilt darunter 50 Prozent. Die Druckkosten berechnet Amazon nach einer festen Mechanik: ein Grundbetrag plus ein Betrag pro Seite, abhängig von Format und Farbigkeit. Farbdruck ist deutlich teurer, deshalb brauchen Bildbände und durchgehend farbige Ratgeber im Print-on-Demand schnell hohe Listenpreise.
Aus dieser Formel ergibt sich auch der Mindestlistenpreis: Amazon lässt dich keinen Preis festlegen, bei dem deine Tantiemen die Druckkosten nicht mehr decken. Ein dickes Buch kann also nicht beliebig günstig verkauft werden. Die Seitenzahl setzt die Untergrenze.
Ich würde dir raten, diese Rechnung ganz früh zu machen. Am besten, bevor der Buchsatz beginnt. Denn Seitenzahl, Format und Farbigkeit entscheiden über deine Marge, und manche Enttäuschung („pro Buch bleibt ja kaum etwas übrig“) ist in Wahrheit eine Planungsfrage, keine Amazon-Frage.
Eigene ISBN oder Amazon-ISBN? Eine Frage der Unabhängigkeit
Brauchst du eine eigene ISBN? Die ehrliche Antwort: für den Start bei Amazon nicht zwingend, aber die Entscheidung hat Folgen, die du kennen solltest.
Die ISBN ist die internationale Standardbuchnummer, sozusagen das amtliche Kennzeichen deines Buches im Handel. Bei KDP gilt: Ein E-Book braucht gar keine ISBN. Amazon vergibt intern eine eigene Artikelnummer, die ASIN. Für Taschenbuch und Hardcover bietet Amazon dir eine kostenlose ISBN an, oder du bringst deine eigene mit, die du in Deutschland über die ISBN-Agentur kaufst.
Der Haken an der kostenlosen Amazon-ISBN: Sie gehört nicht dir. Sie ist an Amazon gebunden, du kannst dein Buch mit dieser Nummer nicht zusätzlich über den Buchhandel oder andere Plattformen vertreiben, und als Verlag erscheint „Independently published“, nicht dein Name.
Meine Empfehlung fällt je nach Projekt unterschiedlich aus. Planst du ein einzelnes Herzensprojekt nur für Amazon, ist die kostenlose ISBN völlig in Ordnung. Willst du dein Buch breiter aufstellen – Buchhandel, Lesungen, mehrere Plattformen – nimm von Anfang an eine eigene; der Wechsel hinterher bedeutet technisch eine neue Ausgabe mit neuer Produktseite. Wichtig zu wissen: Kahawa Medien vergibt selbst keine ISBN, aber wir beraten dich ehrlich, welcher Weg zu deinem Projekt passt, und zeigen dir, wo du sie bekommst.
KDP Select: Kindle Unlimited gegen 90 Tage Exklusivität
KDP Select ist ein optionales Programm für dein E-Book: zusätzliche Sichtbarkeit gegen Exklusivität. Du verpflichtest dich, dein E-Book für jeweils 90 Tage ausschließlich bei Amazon anzubieten, nicht bei anderen Shops, nicht auf deiner eigenen Website, nirgendwo sonst in digitaler Form. Das gedruckte Buch ist davon nicht betroffen, das darfst du weiterhin überall verkaufen.
Im Gegenzug landet dein E-Book in Kindle Unlimited, Amazons Lese-Flatrate. Abonnenten können es dort lesen, ohne es zu kaufen und du wirst pro gelesener Seite vergütet. Amazon rechnet dafür in KENP, „Kindle Edition Normalized Pages“: eine normierte Seitenzählung, damit ein Buch mit großer Schrift nicht mehr „Seiten“ bekommt als eines mit kleiner. Der Betrag pro Seite stammt aus einem monatlichen Fonds und schwankt. Dazu bekommst du Werbewerkzeuge wie zeitlich begrenzte Gratis-Aktionen.
Kindle Unlimited: Abonnenten lesen dein E-Book in der Flatrate, vergütet wird pro gelesener Seite.
Ob sich das lohnt kommt auf dein Buch an. Für Vielleser-Genres – Liebesroman, Fantasy, Krimi-Reihen – kann Kindle Unlimited ein echter Reichweitenhebel sein. Für ein Sachbuch oder ein Buch, das du auch über eigene Kanäle verkaufen willst, wiegt die Exklusivität oft schwerer als der Nutzen. Und ein Detail, das viele übersehen: Die Teilnahme verlängert sich automatisch um weitere 90 Tage, wenn du sie nicht aktiv beendest.
Ehrlich gesagt: Die Druckqualität bei Amazon schwankt
Jetzt der Teil, den dir kaum jemand sagt, der dir KDP schmackhaft machen will. Print-on-Demand bei Amazon ist beeindruckend günstig und schnell, aber es ist Industriedruck in riesigen Mengen, und das sieht man manchmal. Aus vielen Projekten wissen wir: Farben können je nach Druckcharge unterschiedlich ausfallen, satte Cover wirken mal kräftig, mal etwas matschig. Und der Zuschnitt hat Toleranzen. Deshalb gehören in die Druckdaten großzügiger Beschnitt und Abstand zum Rand.
Das ist kein Grund, die Plattform zu meiden, es ist ein Grund, sie richtig einzuordnen. Für einen Roman mit cremefarbenem Papier und gut angelegtem Cover ist die Qualität absolut solide. Wenn dein Buch aber von präziser Farbwiedergabe lebt – ein Fotobuch, ein Bildratgeber, ein Vitrinen-Hardcover als Vermächtnis – dann würde ich dir raten, Alternativen mit anzuschauen oder das Projekt mit jemandem durchzusprechen, der die Plattformen im Vergleich kennt. Solche Abwägungen treffen wir in der Beratung ständig: Welcher Vertriebsweg passt zu welchem Buch? Darauf gibt es keine Pauschalantwort, aber für dein konkretes Projekt gibt es eine richtige.
Der eigentliche Engpass: alles, was vor dem Hochladen passiert
Und damit sind wir beim Kern. Wenn die Veröffentlichung bei Amazon so einfach ist, warum verkaufen sich dann so viele selbst veröffentlichte Bücher kaum? Weil zwischen „hochgeladen“ und „verkauft sich“ vier Dinge liegen, die mit dem KDP-Dashboard nichts zu tun haben:
Manuskriptreife. Lektorat und Korrektorat entscheiden, ob Leser nach der Leseprobe kaufen und ob die erste Rezension von Tippfehlern handelt oder vom Inhalt.
Buchsatz. Das professionelle Innenlayout: Schrift, Zeilenabstand, Seitenränder, Kapitelanfänge. Ein Buch aus Word erkennt man am ersten aufgeschlagenen Blick und Leser spüren das, auch wenn sie es nicht benennen können.
Cover. Es muss in Briefmarkengröße im Shop funktionieren und auf den ersten Blick das richtige Genre signalisieren. Das ist Handwerk, kein Geschmacksthema.
Metadaten. Beschreibung, Kategorien, Schlagwörter. Sie entscheiden, ob dein Buch gefunden wird oder auf Seite 14 der Suchergebnisse verschwindet.
Du musst das nicht alles selbst können. Dahinter stecken mehrere eigene Berufe. Entscheidend ist nur, dass du weißt: Hier liegt die eigentliche Arbeit. Das Hochladen ist der letzte Schritt von vielen, nicht der erste.
Aus der Praxis: Wenn der Eigenversuch ins Tal der Tränen führt
Heiko Scharfenort: „Die Entscheidung war richtig, das nicht selbst zu machen.“
Wie sich das anfühlt, hat uns Heiko Scharfenort sehr offen erzählt. Er wollte sein Nachschlagewerk für Menschen mit Diabetes selbst fertig machen, doch das erste selbst erstellte PDF war, in seinen Worten, „sehr enttäuschend“. Jede kleine Änderung verschob die Umbrüche: „Da bin ich schier wahnsinnig geworden. Mit Word genauso.“ Er stand kurz davor aufzugeben. Erst mit professioneller Begleitung wurde daraus ein richtiges Buch und als er es zum ersten Mal in der Hand hielt, wusste er: „Die Entscheidung war richtig, das nicht selbst zu machen.“
Und Wiebke Tillenburg, die bei uns eine Kurzgeschichte hat setzen lassen, bringt es auf den Punkt: „Wenn man Bücher nebeneinanderlegt, die selbst mit Word gesetzt wurden, gegenüber professionell gesetzten, sieht man den Unterschied. Und die Leser sehen das auch.“ Genau darum geht es. Nicht um Perfektionismus, sondern darum, dass dein Buch im Shop neben Verlagsbüchern bestehen kann.
Häufige Fragen zum Veröffentlichen bei Amazon
Was kostet das Veröffentlichen bei Amazon?
Die Veröffentlichung über KDP selbst ist kostenfrei. Es gibt keine Einstellgebühr und keine laufenden Kosten. Amazon verdient über einen Anteil am Verkaufspreis und bei gedruckten Büchern über die Druckkosten pro verkauftem Exemplar.
Wie lange dauert es, bis mein Buch online ist?
Nach dem Klick auf „Veröffentlichen“ prüft Amazon dein Buch; in der Regel ist es laut KDP-Hilfe innerhalb von 72 Stunden im Shop verfügbar. Einzelne Elemente wie die „Blick ins Buch“-Leseprobe brauchen etwas länger.
Kann ich Fehler nachträglich korrigieren?
Ja, jederzeit. Du lädst eine korrigierte Datei hoch, Amazon prüft sie, und nach kurzer Zeit wird die neue Version ausgeliefert. Produktseite und Rezensionen bleiben erhalten. Dank Print-on-Demand gibt es keine fehlerhafte Restauflage. Aber Achtung: Bei vielen Korrekturen handelt es sich um eine neue Auflage, was im Impressum angegeben werden muss.
Eigene ISBN oder die kostenlose von Amazon?
Fürs E-Book brauchst du gar keine. Beim gedruckten Buch reicht die kostenlose Amazon-ISBN, wenn du nur bei Amazon verkaufen willst, sie ist aber an Amazon gebunden. Willst du auch in den Buchhandel oder auf andere Plattformen, nimm von Anfang an eine eigene.
Darf ich gleichzeitig woanders veröffentlichen?
Ja, solange du nicht bei KDP Select bist. Erst dieses optionale Programm verlangt für jeweils 90 Tage digitale Exklusivität für dein E-Book. Dein gedrucktes Buch darfst du in jedem Fall parallel überall anbieten.
Was sind die häufigsten Fehler bei KDP?
Ein Word-Export statt echtem Buchsatz, ein Cover ohne Genre-Signal, zu knapper Beschnitt, lieblose Metadaten und die Preisfestlegung ohne Tantiemen-Rechnung. Keiner dieser Fehler hat mit der Technik zu tun. Alle passieren vor dem Hochladen.
Dein Buch hat es verdient, dass der einfache Teil einfach bleibt
Lass dich von Dashboard-Begriffen und Tantiemen-Formeln nicht einschüchtern. Amazon KDP ist eine durchdachte, faire Plattform, und den technischen Teil kriegst du hin. Die wirkliche Frage ist, ob dein Buch bereit für diesen Moment ist, innen wie außen.
In einer kostenlosen, ca. 60-minütigen Buchberatung entwickeln wir gemeinsam einen Plan für deine Buchveröffentlichung. Du wirst herausfinden, wo und wie dein Buch in den Vertrieb kommt und welche Veröffentlichungsstrategie zu deinem Projekt passt. Dafür gehst du jetzt auf www.buchagentur.de und trägst dich ein. Erzähl ein bisschen von deinem Buch und von deinen Zielen und wir sprechen in den nächsten 2 bis 5 Tagen persönlich über deine geplante Buchveröffentlichung.
Der Selfpublishing-Zeitplan
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Du erfährst darin:
Wie du einen Marketing-Plan neben der Buchherstellung erstellst
Wann dein Buch fertig ist
Welche Stationen in welcher Reihenfolge ablaufen sollten
Welcher Projektabschnitt wie lange dauert
Welche Marketing-Aktivitäten du zu welchem Zeitpunkt durchführen solltest
Trag dich einfach in das Formular ein und erhalte in wenigen Sekunden diesen ausführlichen Leitfaden für dein erfolgreiches Selfpublishing-Projekt!
Das Ganze kostet dich keinen Cent. Nur deine E-Mail-Adresse.
Es gibt viele Gründe, warum du dein Buch nicht in Canva schreiben solltest. Vor allem natürlich, weil es grundsätzlich viel sinnvollere Methoden gibt, ein Buch zu schreiben. Selbst der Standard-Texteditor auf deinem Computer oder Handy ist besser für die Textverarbeitung als Canva. Am wichtigsten sind aber die Dateien.
Um ein Buch zu veröffentlichen, braucht man einen Verlag, gute Beziehungen und eine Portion Glück – so haben es die meisten von uns gelernt. Das Schöne ist: Davon stimmt heute kein einziger Punkt mehr.
Vielleicht liegt dein Manuskript schon als Word-Datei auf deinem Rechner. Vielleicht fehlen noch ein paar Kapitel, aber die Geschichte steht. Du hast lange daran gearbeitet, vieles davon ist sehr persönlich – und jetzt kommt diese eine Frage, die so viele Autoren genau an diesem Punkt haben: Wie geht es weiter? Wie wird aus meinem Word-Dokument ein echtes Buch, das man in den Händen halten und kaufen kann?
Genau hier fühlen sich viele zum ersten Mal überfordert. Plötzlich tauchen Begriffe auf wie ISBN, Buchsatz, Print-on-Demand, Metadaten und irgendwie weiß man nicht, wo man anfangen soll und welcher Weg überhaupt der richtige ist. Die gute Nachricht: Ein Buch zu veröffentlichen ist Handwerk, kein Hexenwerk. Es hat eine klare Reihenfolge, und jeden Schritt kann man verstehen. In diesem Leitfaden gehen wir den ganzen Weg einmal gemeinsam durch.
Kurz gesagt: Ein Buch zu veröffentlichen geht heute auf drei Wegen: über einen klassischen Verlag (Bewerbung nötig, oft ein bis zwei Jahre Wartezeit, du gibst Rechte ab), im Selfpublishing (du veröffentlichst selbst, behältst alle Rechte und bestimmst Tempo und Gestaltung) oder über einen Druckkostenzuschussverlag – von Letzterem raten wir klar ab. Für die meisten Erstautoren ist Selfpublishing der direkteste Weg: Manuskript fertigstellen, Lektorat und Korrektorat, Buchsatz, Cover, dann über eine Selfpublishing-Plattform mit ISBN und Print-on-Demand veröffentlichen. Vom fertigen Manuskript bis zum kaufbaren Buch vergehen so Wochen bis wenige Monate, nicht Jahre.
Drei Wege zur Veröffentlichung – nur zwei verdienen dein Vertrauen
Wenn du dein Buch veröffentlichen willst, hast du grundsätzlich drei Möglichkeiten: den klassischen Verlag, das Selfpublishing oder einen sogenannten Druckkostenzuschussverlag. Schauen wir uns alle drei ehrlich an.
Der klassische Verlag übernimmt Lektorat, Gestaltung, Druck und Vertrieb. Dafür gibst du Rechte an deinem Werk ab und bewirbst dich mit Exposé und Leseprobe um einen Platz im Verlagsprogramm. Das heißt: Der Verlag entscheidet, ob dein Buch erscheint, wie das Cover aussieht und wann es in den Handel kommt. Für die meisten Erstautoren ist das der steinigste Weg, denn die Programmplätze sind knapp, die Wartezeiten lang, und ein automatisches Marketing gibt es auch dort nicht. Ein passender Verlag kann im Einzelfall trotzdem sinnvoll sein. Zum Beispiel, wenn dir der Verlagsname wichtiger ist als Kontrolle und Tempo.
Das Selfpublishing dreht die Logik um: Du bist der Herausgeber deines eigenen Buches. Immer mehr Autoren veröffentlichen ihre Bücher heute selber. Sie behalten alle Rechte, bestimmen Cover, Titel, Preis und Erscheinungstermin selbst, und die Tantiemen, also dein Anteil an jedem verkauften Exemplar, sind deutlich höher als beim Verlag. Die Verantwortung für die Qualität liegt dafür bei dir. Das klingt erst mal nach viel, ist aber lösbar: Die einzelnen Gewerke – Lektorat, Korrektorat, Buchsatz, Cover – kannst du dir von Profis machen lassen, genau wie es ein Verlag intern auch tut. Entweder einzeln, oder gebündelt bei einem Selfpublishing-Dienstleister, der alle Gewerke aus einer Hand koordiniert. So entsteht ein Buch, dem man das Selfpublishing nicht ansieht.
Der Druckkostenzuschussverlag schließlich nennt sich Verlag, funktioniert aber andersherum: Du zahlst dafür, dass dein Buch „verlegt“ wird; oft mit sehr viel Geld für Leistungen, die du im Selfpublishing selbst beauftragen und kontrollieren könntest. Eine einfache Faustregel hilft dir, seriöse Wege zu erkennen: bei einem echten Verlag fließt Geld immer zum Autor, nie vom Autor weg. Verlangt ein „Verlag“ einen Zuschuss, lass die Finger davon. Diesen Weg lassen wir ab hier bewusst weg.
Der größte Unterschied: Jahre beim Verlag, Wochen im Selfpublishing
Wie lange es dauert, ein Buch zu veröffentlichen, hängt fast vollständig vom gewählten Weg ab. Beim klassischen Verlag rechnest du realistisch in Jahren: Erst die Suche nach einem Verlag, der dein Manuskript überhaupt annimmt, was allein viele Monate und etliche Absagen bedeuten kann. Und selbst nach der Zusage wird dein Buch in ein Programm eingeplant, das oft ein bis zwei Jahre im Voraus steht.
Im Selfpublishing bestimmst du das Tempo selbst. Sobald dein Manuskript fertig ist und die Gewerke Lektorat, Korrektorat, Buchsatz, Cover durchlaufen sind, ist die eigentliche Veröffentlichung über eine Selfpublishing-Plattform eine Sache von Tagen. Realistisch gerechnet liegen zwischen „Manuskript fertig“ und „Buch ist kaufbar“ wenige Wochen bis ein paar Monate, je nachdem, wie gründlich du die Qualitätsschritte angehst. Das heißt: Was beim Verlag Jahre dauert, schaffst du selbst in einem Bruchteil der Zeit, ohne dabei Abstriche bei der Qualität machen zu müssen.
Das ist der Punkt, der vielen Autoren ein gutes Gefühl gibt: Dein Buch erscheint dann, wenn es fertig ist. Nicht dann, wenn ein Programmplatz frei wird.
Vom Manuskript zum fertigen Buch: die sieben Stationen
Lektorat, Korrektorat, Buchsatz: Jedes Gewerk bringt dein Manuskript ein Stück näher ans fertige Buch.
Ein eigenes Buch zu veröffentlichen folgt immer derselben Grundreihenfolge, egal ob Roman, Erfahrungsbericht oder Ratgeber. Hier ist die Landkarte:
Manuskript fertigstellen. Fertig heißt durchgeschrieben und von dir selbst mindestens einmal überarbeitet. Es muss nicht perfekt sein, dafür kommen die nächsten Schritte. Aber es sollte vollständig sein, bevor Profis daran arbeiten.
Lektorat und Korrektorat. Das Lektorat schaut auf Inhalt, Aufbau und Stil, und ein gutes Lektorat bewahrt dabei deine Stimme, statt sie glattzubügeln. Das Korrektorat ist danach der letzte Feinschliff für Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Zwei verschiedene Schritte, beide wichtig.
Buchsatz. Das ist das Innenlayout, die Kunst, aus deinem Word-Dokument echte, angenehm lesbare Buchseiten zu machen: Schriftwahl, Seitenränder, Kapitelanfänge, saubere Umbrüche. Den Unterschied zwischen einem in Word gebastelten und einem professionell gesetzten Buch sieht jeder Leser sofort, auch wenn er ihn nicht benennen kann.
Cover und Klappentext. Das Cover ist das Genre-Signal deines Buches: Es muss auf einen Blick transportieren, was drinsteckt. Der Klappentext – der kurze Text auf der Buchrückseite – ist dein wichtigstes Verkaufsargument neben dem Cover.
ISBN, Impressum und Metadaten. Die ISBN ist die internationale Nummer, über die dein Buch im Handel identifizierbar und bestellbar wird; im Selfpublishing bekommst du sie in der Regel über deine Veröffentlichungsplattform. Das Impressum ist die Pflichtangabe, wer für das Buch verantwortlich ist. Und die Metadaten wie Titel, Beschreibung, Kategorien, Schlagworte entscheiden mit, ob dein Buch online gefunden wird.
Veröffentlichen über eine Selfpublishing-Plattform. Hier lädst du die fertigen Druckdaten hoch und entscheidest über die Formate: Taschenbuch, Hardcover, E-Book oder alles zusammen. Die meisten Plattformen arbeiten mit Print-on-Demand. Das heißt: Dein Buch wird erst gedruckt, wenn jemand es bestellt. Kein Lager, kein Karton voller Bücher im Keller, kein Risiko.
Vertrieb und Tantiemen. Über das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB), das zentrale Katalogsystem des Buchhandels, wird dein Buch auch in jeder Buchhandlung bestellbar. Und bei jedem Verkauf bekommst du deine Tantiemen, also deinen Autorenanteil am Verkaufspreis.
Das ist der Weg in der Vogelperspektive. Welches Format zu deinem Genre passt, welche Plattform für dein Projekt die richtige ist und in welcher Reihenfolge die Gewerke bei dir am meisten Sinn ergeben, hängt von deinem Buch ab und lässt sich pauschal nicht seriös beantworten. Genau dafür gibt es eine persönliche Beratung.
Kostenlos veröffentlichen geht, aber Qualität gibt es nicht geschenkt
Ja, du kannst ein Buch kostenlos veröffentlichen: Die großen Selfpublishing-Plattformen verlangen keine Gebühr für die Veröffentlichung selbst, und durch Print-on-Demand entstehen auch keine Druckkosten im Voraus. Die reine Veröffentlichung kostet dich also tatsächlich nichts.
Aber es gibt da einen Punkt, den du kennen solltest: kostenlos veröffentlicht ist nicht dasselbe wie gut veröffentlicht. Was Geld kostet, ist die Qualität: ein Lektorat, das deinen Text auf Verlagsniveau hebt. Ein Buchsatz, der aus der Word-Datei echte Buchseiten macht. Ein Cover, das in seiner Buchkategorie bestehen kann. Diese Gewerke sind Handwerk von Profis, und sie sind der Unterschied zwischen einem Buch, das man verschenkt und sich dabei ein bisschen unwohl fühlt, und einem Buch, das du voller Stolz in jede Hand geben kannst.
Wovon die Investition abhängt, ist übrigens keine Blackbox: vor allem vom Umfang deines Manuskripts und davon, welche Gewerke du brauchst. Manche Autoren haben schon ein starkes Cover und brauchen nur Korrektorat und Satz; andere wollen das Rundum-Paket. Deshalb gibt es keinen seriösen Pauschalpreis, wohl aber eine ehrliche Einschätzung, was dein Projekt wirklich braucht und was nicht. Auch das gehört zu guter Beratung: dir zu sagen, worauf du verzichten kannst.
E-Book veröffentlichen: der einfachste Einstieg, nicht das Ende
Ein E-Book veröffentlichst du über dieselben Plattformen wie das gedruckte Buch, nur ohne Druckdaten: Statt einer Druck-PDF brauchst du eine EPUB-Datei. Das ist das Standardformat für E-Reader, bei dem sich der Text der Bildschirmgröße anpasst. Lektorat, Korrektorat und Cover brauchst du genauso wie beim gedruckten Buch; nur der klassische Buchsatz wird durch die E-Book-Konvertierung ersetzt.
Viele Autoren starten mit dem E-Book, weil es schnell geht und keine Druckfragen offen sind. Ich würde dir trotzdem raten, das gedruckte Buch von Anfang an mitzudenken. Denn gerade bei persönlichen Geschichten, Erfahrungsberichten und Ratgebern wollen viele Leser etwas in der Hand halten, und für dich selbst ist der Moment, dein eigenes gedrucktes Buch zum ersten Mal aufzuschlagen, durch nichts zu ersetzen. E-Book und Taschenbuch schließen sich nicht aus; sie ergänzen sich. Die meisten veröffentlichen am Ende beides.
Aus der Praxis: Wenn das Buch fast nicht entstanden wäre
Aus der Praxis: Gisela Jung hatte ihren Gedichtband im Kopf und im Herzen und fühlte sich vom Selfpublishing erst einmal schlicht überfordert. Ihr war klar: Wenn sie sich für die Dinge, die sie nicht kann wie Buchsatz, Korrektorat, Cover keine Unterstützung holt und alles allein machen will, stirbt ihre Idee. Also hat sie sich Begleitung gesucht. Wir haben Cover, Korrektorat, Buchsatz und Bildgestaltung übernommen, und aus der Idee wurde in wenigen Monaten ein fertiges Buch. Sie sagt heute selbst: „Allein wäre das Buch wahrscheinlich noch nicht da.“ Und der Moment, in dem sie ihren ersten Verkauf gesehen hat? „Den Moment werde ich nicht vergessen.“
Ähnlich ging es Maren Sturny. Ihr Manuskript über den Familienalltag mit Diabetes Typ 1 war fertig und dann stand sie vor der Frage, um die es in diesem Artikel geht: Wie mache ich mit der Veröffentlichung weiter, und welche Gewerke nehme ich dazu, damit etwas wirklich Professionelles entsteht? Sie ist dabei über den Begriff Buchsatz gestolpert und hat sich gefragt, was das überhaupt ist. Heute ist ihr Buch draußen, sie bekommt wunderbare Rückmeldungen von Familien, denen es hilft, und sie beschreibt die Zusammenarbeit mit einem Satz, der uns sehr berührt hat: „Man nimmt mich wahr, man sieht mich. Ich bin nicht nur eine Nummer.“
Beide Geschichten zeigen dasselbe: Die Überforderung am Anfang ist normal. Sie ist kein Zeichen, dass du es nicht kannst, sondern nur, dass ein Buch eben aus mehreren Gewerken besteht, die man nicht alle selbst beherrschen muss.
Der Moment, das fertige Buch in den Händen zu halten, ist durch nichts zu ersetzen.
Häufige Fragen zum Veröffentlichen eines Buches
Wie veröffentliche ich ein Buch?
Manuskript fertigstellen, dann Lektorat und Korrektorat, Buchsatz, Cover und anschließend über eine Selfpublishing-Plattform mit ISBN und Print-on-Demand veröffentlichen. Das ist der direkte Weg, bei dem du alle Rechte behältst. Alternativ kannst du dich bei Verlagen bewerben, was deutlich länger dauert und mit Rechteabgabe verbunden ist.
Brauche ich einen Verlag für mein Buch?
Nein. Im Selfpublishing veröffentlichst du dein Buch selbst, mit eigener ISBN, als Taschenbuch, Hardcover oder E-Book und es ist genauso im Buchhandel bestellbar. Die Qualität, die ein Verlag intern organisiert, kannst du dir von Profis dazuholen.
Wie lange dauert es, ein Buch zu veröffentlichen?
Im Selfpublishing: vom fertigen Manuskript bis zum kaufbaren Buch wenige Wochen bis ein paar Monate, je nach Umfang der Gewerke. Beim klassischen Verlag rechnest du mit ein bis zwei Jahren, Verlagssuche nicht eingerechnet.
Was kostet es, ein Buch zu veröffentlichen?
Die Veröffentlichung selbst kostet auf den gängigen Plattformen nichts, und Print-on-Demand vermeidet Druckkosten im Voraus. Investieren solltest du in die Qualität: Lektorat, Korrektorat, Buchsatz und Cover. Wie viel das ist, hängt vom Umfang deines Manuskripts und den benötigten Gewerken ab. Das klärt man am besten in einer persönlichen Beratung.
Wie veröffentliche ich ein Buch in Österreich oder der Schweiz?
Genauso wie in Deutschland: Die großen Selfpublishing-Plattformen, die ISBN-Vergabe und der Weg über die Gewerke funktionieren im gesamten deutschsprachigen Raum gleich, und dein Buch ist in Österreich, Deutschland und der Schweiz bestellbar. Auch die Buchpreisbindung – also der feste Verkaufspreis für Bücher – gilt in Österreich genauso.
Woher weiß ich, ob mein Manuskript fertig ist?
Fertig genug für den nächsten Schritt ist es, wenn du alles erzählt hast, was du erzählen wolltest, und du selbst einmal gründlich drübergegangen bist, um die gröbsten Fehler und Ungereimtheiten zu beseitigen. Es muss nicht fehlerfrei und nicht perfekt sein; genau dafür sind Lektorat und Korrektorat da. Warte nicht auf Perfektion, die erreichst du allein ohnehin nie ganz.
Dein Buch ist näher, als du denkst
Zwischen deinem Manuskript und deinem fertigen Buch liegt kein Glück, kein Gatekeeper und kein Geheimnis, sondern eine überschaubare Reihe von Handwerksschritten, die alle lösbar sind. Und den nächsten Schritt musst du nicht allein gehen.
In einer kostenlosen, ca. 60-minütigen Buchberatung entwickeln wir gemeinsam einen Plan für deine Buchveröffentlichung. Du wirst herausfinden, wo und wie dein Buch in den Vertrieb kommt und welche Veröffentlichungsstrategie zu deinem Projekt passt. Dafür gehst du jetzt auf www.buchagentur.de und trägst dich ein. Erzähl ein bisschen von deinem Buch und von deinen Zielen und wir sprechen in den nächsten 2 bis 5 Tagen persönlich über deine geplante Buchveröffentlichung.
Erst einmal ganz grob zur Künstlersozialversicherung: Über die Künstlersozialabgabe geben beispielsweise Auftraggeber, die einen Grafiker bezahlen, Geld an die Kasse ab. Dieses Geld verwendet die Künstlersozialkasse, um den Arbeitgeber-Anteil der Sozialversicherung für selbstständige Autoren zu bezahlen. Als selbstständiger Autor hast du neben der KSK nämlich noch eine andere Wahl: Du kannst dich freiwillig versichern und den Arbeitgeber-Anteil einfach selbst bezahlen.
Ist die Künstlersozialversicherung eine eigenständige Krankenversicherung?
Die kurze Antwort ist: Nein! Die KSK ist sozusagen nur der Arbeitgeber. Es geht bei der KSK nur darum, dich von deiner Sozialversicherungsabgabe zu entlasten, sodass du eher vom Schreiben leben kannst, als würdest du dich freiwillig versichern.
Die KSK versichert Autorinnen und Autoren gar nicht. Der Träger der Kranken- und Pflegeversicherung bleibt erhalten. Die KSK ist der Umweg, über den du dich bei deiner Krankenkasse versichern lässt.
Das ist in einem abhängigen Angestelltenverhältnis genau so. Du teilst deinem Chef mit, bei welcher Krankenkasse du bist, gibst die SV-Nummer ab und die SV-Beiträge werden von deinem Bruttogehalt abgezogen und überwiesen. In etwa so macht das auch die KSK, nur eben ohne Lohnzettel. Weil du ja selbstständig bist.
Auch die gesetzliche Rentenversicherung ist dieselbe, wie die, die du als Arbeitnehmer hast. Deine Rentenversicherungsbeiträge gehen also (weiterhin) an die Deutsche Rentenversicherung und nicht in die KSK. Deine Rente wird später auch nicht die KSK auszahlen, sondern die Deutsche Rentenversicherung.
Wie kommt man in die Künstlersozialversicherung?
Damit du den Künstlersozialkasse Beitrag auf „Arbeitgeber-Seite“ genießen kannst, musst du in diese aufgenommen werden. Ein Bauingenieur ist kein Künstler; da sind wir uns sicher einig.
Hast du einen Brotjob und schreibst nebenbei, kommt die KSK für dich nicht infrage. Deine Sozialversicherung führt der Arbeitgeber ab.
Hast du einen Minijob und hast ein selbstständiges Einkommen, so kommt die KSK jedoch für dich infrage, auch wenn beim geringfügigen Beschäftigungsverhältnis 13 % pauschale Krankenversicherung für dich abgeführt werden. Stichpunkt Knappschaft Bahn-See, das Thema kennst du vielleicht.
Künstler bist du, wenn du..
Musik
Darstellende Kunst
Bildende Kunst
schaffst, ausübst oder lehrst. Ein selbstständiger Musiklehrer ist also ebenso über die KSK versicherbar wie der Bildhauer in seinem Atelier.
Publizist bist du, wenn du…
Schriftsteller
Journalist
Blogger
Werbetexter
bist. Es geht nicht darum, wie künstlerisch deine Texte sind. Es geht nur darum, dass du eigenschöpferische Texte der Öffentlichkeit oder einer Teilöffentlichkeit zur Verfügung stellst (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) und dadurch dein Geld verdienst.
Wie immer gilt: Wer plagiiert, ist raus. Als nette Info am Rande.
Gibt es ein Mindesteinkommen für die Künstlersozialkasse?
Jein.
Im Prinzip setzt die Künstlersozialkasse Mindesteinkommen voraus, aber tut das in einem humanen Umfang, ganz im Gegensatz zur freiwilligen Versicherung für Selbstständige! Während du als Nicht-Künstler mit einer Mindestbeitragsbemessungsgrenze von über 2.000 Euro im Monat berechnet wirst, fordert die KSK, dass du mehr als 3.900 Euro verdienst. Im Jahr.
Diese 325 Euro im Monat musst du also mit deiner publizistischen Tätigkeit als Autor überschreiten und dabei keinen anderen Beruf ausüben, der deinen Lebensunterhalt sichert. Dass jemand mit 326 Euro brutto im Monat Miete, Lebensunterhalt und berufliche Ausgaben bezahlen kann, ist fraglich und ich gehe davon aus, dass jeder Autor, der das hier liest und ernsthaft über die Aufnahme in der KSK nachdenkt, über dieser Grenze ist.
Die gemischte Tätigkeit und die Künstlersozialkasse
Bei der gemischten Tätigkeit geht es darum, dass einigen Autoren der Freiberuf aberkannt wird, wenn sie beispielsweise über ihren Blog Einnahmen durch Werbebanner erzielen. Für bestimmte Tätigkeiten muss man ein Gewerbe anmelden, wie beispielsweise für Webdesign ohne künstlerischen Ausdruck. Konkret brauchst du ein Gewerbe zusätzlich zu deinem freiberuflichen Schreiben, wenn du Einnahmen als…
Blogger
Buchblogger
Youtuber (Auch bei Lehr- und Nachhilfevideos)
Musiker einer Coverband ohne künstlerische eigene Interpretation (ja, ernsthaft.)
Werbefotograf
Gestalter zum Zwecke der Werbung
Autor, sobald du plagiierst
erzielst.
Eine Gewerbeanmeldung ist für die Versicherung in der Künstlersozialkasse kein Hinderungsgrund! Du darfst sogar mit anderen Autoren gemeinsam eine GbR gründen und daraus Einkünfte erzielen.
Die KSK prüft im Einzelfall, ob du mit deinem Schaffen und Schreiben über sie versichert werden kannst. Es ist wichtig, hier klar zwischen Finanzamt und Künstlersozialkasse abzugrenzen!
Im Gegensatz zum Finanzamt interessiert sich die Künstlersozialkasse für den tatsächlichen Hintergrund deiner Arbeit und schaut wirklich darauf, ob du als Künstler oder Publizist giltst und dadurch deine Einnahmen erzielst.
Die Buchsatz-Kosten hängen vom Buch ab. Aber: Ein Buch ist nicht gleich ein Buch. Vor allem, was den Buchsatz angeht, gibt es sehr große Unterschiede bei Büchern. Wir unterscheiden zwischen drei Kategorien:
Das steuerliche Leben eines jeden Kleinunternehmers ist irgendwann einmal zu Ende. Zumindest sollte das mit gesundem wirtschaftlichen Wachstum irgendwo im Fünfjahresplan auftauchen. Als Unternehmer (ohne „Klein“ davor) musst du Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Was hinter der Umsatzsteuerpflicht steckt und was zu tun ist, erklären wir dir in diesem Artikel.
„Autoren an die Steuer 2026“ ist da! Du kannst mithilfe dieses E-Books lernen, den Dschungel aus Steuerparagraphen zu durchkreuzen. „Autoren an die Steuer“ übersetzt Paragraphisch in leicht verständliches Deutsch und orientiert sich an den Bedürfnissen von Selfpublishern und Hybrid-/Verlagsautoren. Von Liebhaberei bis Umsatzsteuerpflicht, von A wie Abschreibung bis Z wie Zuflussprinzip ist alles dabei, was du für einen gelungenen Start in die steuerliche Seite der professionellen Autorenkarriere benötigst.
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