3 Merkmale guter Klappentexte

3 Merkmale guter Klappentexte

Der Klappentext gehört mit dem Cover zur Visitenkarte deines Buches. Er muss potenzielle Leser davon überzeugen, dein Buch zu kaufen.

Den Klappentext solltest du deinem Genre anpassen, für ein Sachbuch eignet sich eine andere Herangehensweise als in der Belletristik.

In diesem Artikel zeigen wir dir für beide Genres, welche 3 Merkmale einen guten Klappentext auszeichnen.

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Die Betriebswirtschaftliche Auswertung

Die Betriebswirtschaftliche Auswertung

Die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) wird von deiner Steuerberatung erstellt. Hier findest du alle wichtigen Aspekte, die deine Selbstständigkeit betreffen. Was genau in der BWA steht und warum es sich lohnt, regelmäßig einen Blick darauf zu werfen, verraten wir dir in diesem Artikel.

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So vermeidest du Fehler im Klappentext

So vermeidest du Fehler im Klappentext

Es gibt wohl kaum eine wichtigere Marketingkomponente als den Klappentext. Auf ihn schauen potenzielle Leser neben dem Cover als Erstes und er entscheidet darüber, ob sie sich näher mit dem Buch beschäftigen möchten oder nicht.

Damit dein Klappentext Lust auf mehr macht, solltest du einige Dinge beachten. Welche das sind, zeigen wir dir in diesem Artikel.

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EÜR: Einnahme-Überschuss-Rechnung als Autor

EÜR: Einnahme-Überschuss-Rechnung als Autor

Du hast Einkünfte als Schriftsteller, Lektor oder sonstige freiberufliche Einnahmen als nebenberuflich tätiger Selbstständiger und bald ist sie dran: Die Steuererklärung für das Jahr 2025. Um diese ordentlich anfertigen zu können, benötigst du die Anlage EÜR: Es geht um die Einnahme-Überschuss-Rechnung als Autor.

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Das habe ich 2025 gelernt (und mir für 2026 vorgenommen)

Das habe ich 2025 gelernt (und mir für 2026 vorgenommen)

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. 2026 wird sich einiges ändern. Wie jedes Jahr habe ich auch 2025 einige Learnings sowohl privat als auch geschäftlich mitgenommen. Welche das sind, erzähle ich dir in diesem kleinen Artikel.

Persönliches Learning: Gelassenheit und Haltung

Ich will gar nicht so viel Persönliches preisgeben dieses Mal, aber ganz ohne geht es natürlich nicht.

2025 habe ich sozusagen eine Grundeinstellung freigeschaltet: „Es wird schon.“ Ich habe eine gewisse Sicherheit für mich selbst entwickelt. Anstatt bei Problemen direkt in den Panik-Modus zu schalten, gehe ich es jetzt viel gelassener an. Ich nehme das Problem an. Ich bewundere das Problem. Ich habe zwar keine Lösung für das Problem und muss eine finden, aber nicht direkt aufspringen und dem Problem hinterherrennen.

Es fühlt sich erwachsen an. Beruhigt. Ich weiß, dass nicht immer alles rund läuft. Dass es gute und schlechte Zeiten gibt. Aber ich habe an Gelassenheit gewonnen und weiß auch, dass sich ein Problem auch morgen noch lösen lässt.

In dem Zusammenhang habe ich außerdem gelernt, dass es okay ist, von Traditionen abzuweichen. Nur weil man etwas so macht oder schon immer so gemacht hat, heißt es nicht, dass man das weiterhin so machen muss. Ganz im Gegenteil. Häufig ist es gerade der neue Ansatz, der dich voranbringt.

Mir wurde mal gesagt: „Prioritäten setzen bedeutet, zu entscheiden, was ich jetzt vernachlässige.“

Ich fand das schrecklich, aber wenn ich auf meinen Alltag schaue, ist dieser Satz ziemlich wahr.

Ich habe in den letzten Monaten immer geguckt, was ich am ehesten vernachlässigen kann – und es war immer das Privatleben.

Ich kann mich immer noch nicht so sehr aus dem operativen Geschäft zurückziehen wie ich es gerne würde, aber es ist auf einem extrem guten Weg.
Ich arbeite weiter daran, weniger Arbeitslast zu haben und wieder mehr Balance in mein Leben zu kriegen.

 

Persönliches Learning: Schreibblockaden und Inspiration

Ich habe ein Buch gelesen: „Wir haben keine Antimemetik-Abteilung“ von Sam Hughes.

Es gibt nichts, was es nicht gibt.
Wenn es um Kreativität geht oder um Ideen – gerade ich, als jemand, der mehrere Jahre von einer Schreibblockade betroffen war, der kein weiteres Buch schreibt und sich nicht als Autor sieht – dann ist dieses Buch eine Offenbarung.

Wer denkt, er hat keine Idee, keine Kreativität und es gibt keine neuen Ideen mehr, gerade in Zeiten von KI, der sollte dieses Buch lesen.

Es ist skurril, abgefahren, düster. Es hat mit Monstern zu tun, es hat mit Ideen zu tun. Es ist total faszinierend.
Es ist wie ein Autounfall zwischen zwei Buchdeckeln. Man muss hingucken.

Das ist eine Leseempfehlung.

Und darauf bin ich in diesem Jahr auch stolz:
Seitdem ich Bücher zu meinem Beruf gemacht habe, brauchte ich ein neues Hobby. Ich habe nicht mehr gelesen.
Und in diesem Jahr habe ich wieder angefangen, das Lesen zu genießen – als Privatperson.

 

Geschäftliche Learnings

Bezogen auf mein Unternehmen, die Buchbranche und mich als Geschäftsführerin habe ich so einige Dinge aus dem Jahr 2025 mitgenommen. Es war nicht das leichteste Jahr, um es mal so auszudrücken. Aber aus schwierigen Zeiten geht man gestärkt hervor. 2025 hat mir auf gewisse Weise den Weg für die Zukunft gewiesen.

Buchmessen, Umsätze und strategische Neuorientierung

Ich bin jedes Jahr sowohl auf der Frankfurter Buchmesse als auch der Leipziger Buchmesse anwesend. In den letzten Jahren – und 2025 ganz besonders – habe ich allerdings festgestellt, dass diese Besuche nicht mehr lohnenswert für mich sind. Auf der LBM 2026 werde ich mich noch aufhalten, weil das schon gebucht ist und ich dort einige Termine habe. Aber ich werde andere Wege gehen.

Die Buchbranche ist unfassbar langsam, was Digitalisierung und die Adaption von KI angeht. Damit meine ich natürlich nicht, dass KI Bücher schreiben soll. Aber innerhalb der Branche gibt es durchaus Bereiche, in denen KI sinnvoll eingesetzt werden könnte. Für Automatisierungen und Modernisierung von Abläufen, Auswahlkriterien und anderem. Machen wir uns nichts vor: KI ist da und sie wird bleiben. Und wer sich nicht zumindest ein Stück weit dieser Entwicklung öffnet, wird auf der Strecke bleiben. Frag mal die Unternehmen, die sich in den Neunzigern dem Internet verwehrten. Die meisten davon kannst du nicht mehr fragen, weil sie nicht mehr da sind.

Ich lehne mich weit aus dem Fenster und sage: Ich habe eines der automatisiertesten, digitalsten und modernsten Unternehmen der Branche.

Und dabei ist es so, dass ich mich in diesem Umfeld nicht so wohlfühle.

Mein Unternehmen ist extrem effizient, mein Team ist extrem effizient. Die Begleitarbeit – Buchhaltung, E-Mail, Projektplanung, Kalender – ist automatisiert. Kein Cent wird verschwendet. Das ermöglicht, dass meine Mitarbeiter sich voll auf die kreative Arbeit konzentrieren.

Das gibt mir eine gute Position auf dem Buchmarkt, aber es gibt mir auch ein gewisses Gefühl der Einsamkeit.

Ich bin ein bisschen müde geworden, der große Fisch im kleinen Teich zu sein und dabei nicht beachtet zu werden, weil die anderen Fische entweder blind sind oder mir sozusagen ausweichen.
Deshalb werde ich mich 2026 mit meinem Unternehmen im Marketing und im Vertrieb vollkommen auf die Zielgruppe Sachbücher und Expertenbücher stürzen.
Ich werde viel mehr mit Unternehmern zusammenarbeiten. Ich habe mein unternehmerisches Umfeld und mein Netzwerk bereits angepasst. Ich bin in anderen Kreisen unterwegs, und das tut mir sehr gut. Natürlich bin ich weiterhin ein Teil der Buchbranche und werde verfolgen, was sich dort tut, aber ich schwimme in einer anderen Bucht als zuvor.

 

Druckkostenzuschussverlage: Trend und Ernüchterung

Seit Jahren kämpfe ich gegen DKZV und versuche alle Autoren und Autorinnen möglichst weit davon fernzuhalten, auf diese Abzocke reinzufallen. Aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Druckkostenzuschussverlage boomen.
Sie sind intelligenter geworden, sich zu tarnen und die Leute in Knebelverträge zu bringen. Ich habe dieses Jahr einige dieser Verträge gesehen und mit vielen Betroffenen gesprochen.

Ich mache mich weiterhin stark für die Aufklärung über diese Pseudoverlage.

Selbst unter meinen eigenen Kunden waren dieses Jahr zwei, die trotz Aufklärung und obwohl wir ihr Buch hergestellt haben, am Ende trotzdem zu Druckkostenzuschussverlagen gegangen sind.

Sie bezahlen mit ihrem Geld bei mir die Dienstleistung und bei den Zuschussverlagen den Zuschuss für deren angebliche Dienstleistung.
Der Zuschussverlag verwendet eine billige Buchsatz-Vorlage, irgendein KI-generiertes Schreiben und ein angeblich passendes Cover an den Drucker schicken – und dafür noch mal ein paar hundert Euro nehmen.

Man kann die Leute nicht zu ihrem Glück zwingen.
Die Autoren, die darauf reinfallen, wollen das Märchen glauben, sie wollen abgezogen werden.
Auch wenn ich Beratung, Erklärungen, Expertise und Warnungen entgegenbringe, wollen sie einfach nicht hören.

Das hat mich schockiert. Gleichzeitig bekomme ich immer mehr Anfragen von Personen, die fast reingefallen wären oder tatsächlich reingefallen sind und jetzt den „richtigen“ Weg gehen wollen.

Ich habe losgelassen. Ich habe mehr Ruhe gewonnen.
Ich werde weiterhin aufklären, aber weniger aktiv.
Ich werde nicht mehr frustriert sein, wenn Menschen meinen Rat ignorieren.

Für 2026 plane ich eine Aktion gegen Druckkostenzuschussverlage. Bleib also gespannt, was da kommt. Bis dahin kannst du dich zum Beispiel in diesem Artikel informieren.

 

Unternehmerische Entwicklung: Marketingangebote 2026

Ich habe festgestellt, dass viele Autoren und Autorinnen große Probleme mit dem Marketing für ihr Buch haben. Das überrascht mich zwar nicht, aber ich habe bisher ignoriert, wie groß diese Schwierigkeiten tatsächlich sind.

Deshalb arbeite ich gerade am Buch-Marketing-Online-Training.
Ich biete ab sofort Einzelberatungen an zum Thema Marketing rund ums Buch.

Ich fokussiere mich dabei auf:

  • Rezensionen gewinnen
  • den Amazon-Algorithmus beeinflussen
  • Amazon-Paid-Ads
  • Landingpages
  • Verkaufsseiten
  • Online-Shops für Bücher
  • E-Mail-Automation
  • Pre-Release-Marketing und Vorankündigungszeit

Diese Einzelberatung biete ich ausschließlich meinen Kunden an, denn ich möchte vermeiden, dass ein schlechtes Buch mit gutem Marketing verkauft wird. Wenn du also bei uns dein Buch herstellen lässt, kannst du auch diesen Kurs in Anspruch nehmen. So bekommst du ein komplettes Rundumpaket für dein Buch. Komplett professionell und von hoher Qualität.

 

GmbH-Gründung und die Sache mit der Geduld

Aus Kia Kahawa Verlagsdienstleistungen wurde Kahawa Verlagsdienstleistungen und jetzt die Kahawa Medien GmbH. Zumindest auf dem Papier ist das der Name. Wir arbeiten weiter als Kahawa Verlagsdienstleistungen, weil das der etablierte Name ist. Aber ich habe dieses Jahr eine GmbH gegründet beziehungsweise aus meinem Unternehmen eine GmbH gemacht.

Und dabei habe ich gelernt, dass Geduld eine Tugend ist.

Ich war naiv und dachte, dass wenn man im Juli eine GmbH gründet, sie bis Dezember vollständig steht – Geschäftskonto, Steuernummer, alles.
Das ist nicht möglich. Die Prozesse sind irre langsam.

Die Lösung war, zu akzeptieren, dass man einfach warten muss.
Man hängt nicht in der Telefonwarteschleife und beißt in die Tischkante.
Man wartet einfach, bis das Schreiben kommt, und dann ist auch gut.
Irgendwann ist der Prozess abgeschlossen. Man selbst kann den Vorgang ohnehin nicht beschleunigen.

 

Erfolge des Jahres

Zum Schluss möchte ich gerne noch zwei Kunden erwähnen, deren Bücher 2025 besonders erfolgreich waren:

  1. Michael Wohlfahrt – Die Steuerberater-Bibel, Altes Testament
    Das Buch wurde als Expertenbuch als Lead-Magnet veröffentlicht.
    Michael hat erzählt, dass er innerhalb weniger Wochen nach Veröffentlichung einen sechsstelligen Umsatz gemacht hat.
    Herzlichen Glückwunsch, eine herausragende Leistung.
  2. Michael Maurus – Das Multiversum der Menschlichkeit
    Dieses wunderschöne Buch, das wir lektoriert, begleitet und gestaltet haben, hat es auf die Longlist des Selfpublishing-Buchpreis 2026 geschafft.

Vielleicht ist dein großer Erfolg ja 2026 dabei. Ich jedenfalls freue mich auf ein neues Jahr voller Bücher, aber auch den Aufbruch in neue Gefilde. Ich werde jede Menge neue Autoren und Autorinnen kennenlernen, die aus einer anderen Richtung kommen als diejenigen, die wir bisher mit unseren Dienstleistungen betreuen. Es wird eine bunte Mischung und ein aufregendes Jahr. Davon bin ich überzeugt.

Persönlichkeitsrechte im Buch: Wen darfst du erwähnen und wen nicht?

Persönlichkeitsrechte im Buch: Wen darfst du erwähnen und wen nicht?

Die Persönlichkeitsrechte im Buch sind vor allem dann wichtig, wenn du reale Personen in deinem Buch erwähnst oder gar über sie schreibst. Das kann dich schnell in Teufels Küche bringen. Wir bringen ein wenig Klarheit in das Thema der Persönlichkeitsrechte und erklären dir, was erlaubt ist und was nicht.

 

Das Persönlichkeitsrecht und die Kunstfreiheit

„Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“, sang vor einigen Jahren eine Antilope. Ganz so einfach ist das aber nicht. Kunstfreiheit und Persönlichkeitsrecht stehen sich auf gewisse Weise gegenseitig im Weg. Oder besser gesagt: Das Persönlichkeitsrecht steht in der Regel über der Kunstfreiheit.

Die Persönlichkeitsrechte umfassen diese Rechte:

  • Recht am eigenen Bild
  • Persönliche Daten
  • Vertraulichkeit von Gesprächen
  • Intimsphäre
  • Persönliche Ehre

Das bedeutet, du darfst nicht einfach …

  • das Bild einer Person verwenden oder diese im Text beschreiben
  • Daten einer Person preisgeben
  • Zitate und Gespräche wiedergeben (hier greift zudem auch das Zitatrecht)
  • die Intimsphäre einer Person verletzen
  • jemanden beleidigen oder durch falsche Tatsachen verleumden

Wie du dir denken kannst, ist die Definition, wann manche dieser Faktoren erfüllt sind, nicht eindeutig geklärt. Deshalb entscheidet im Einzelfall das Gericht (sollte es zu einer Klage kommen). Als Präzedenzfall in Deutschland gilt die Mephisto-Entscheidung vom 24. Februar 1971.

Damals entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Kunstfreiheit nicht als Vorsatz verwendet werden kann, um Persönlichkeitsrechte auszuhebeln. Bei einer Kollision der Kunstfreiheit mit anderen Gesetzen und Rechten muss deshalb immer eine Abwägung der Rechtsgüter vorgenommen werden.

Der damals behandelte Fall handelte übrigens von einem fiktiven Roman, der sich aber wahrer Tatsachen bediente. Das führt uns dann auch tiefer ins Thema rein.

 

Kann ich das Persönlichkeitsrecht trotz realer Erzählung umgehen?

Kurze Antwort: nein.

Im erwähnten Mephisto-Urteil beispielsweise war es so, dass der Protagonist des Romans namens Hendrik Höfgen seinen Aufstieg als Schauspieler bewerkstelligt, indem er einen Pakt mit den Nationalsozialisten eingeht. Viele Einzelheiten des Romans erinnerten sehr stark an die wahre Geschichte des Schauspielers Gustaf Gründgens, der einst von Hermann Göring stark gefördert wurde.

Der Roman erschien 1936. Gründgens starb 1963. 1965 legte der Adoptivsohn und alleinige Erbe Gründgens Klage gegen die Nymphenburger Verlagshandlung ein, die den Roman vertrieb. Wie wir wissen mit Erfolg.

Es ist also weder ein Freifahrtschein, wenn eine Person bereits verstorben ist, noch wenn man Namen und gewisse Fakten ändert. Ist eine reale Person noch klar in der Figur zu erkennen, ist das eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts.

Ein weiterer – modernerer – Fall untersagte einem Autor die Veröffentlichung seines Buchs, weil er darin aus der Ich-Perspektive über seine Ex-Freundin und deren gemeinsames Privatleben berichtete. Dadurch war die Freundin klar erkennbar und die Schilderungen zu nah an der Realität, um rein als Kunst zu gelten und so von der Kunstfreiheit gedeckt zu sein.

 

So greift Kunstfreiheit vor Persönlichkeitsrecht

Wo im Einzelfall entschieden wird, gibt es natürlich auch Beispiele, in denen zugunsten der Kunstfreiheit entschieden wurde. Beispielsweise vom Landgericht Hamburg in einem Fall, in dem ein Galeristenpaar in einem Roman erkennbar war.

Das Gericht entschied aufgrund von zwei Faktoren zugunsten des Autors:

  1. Die Intimsphäre des Paars wurde nicht verletzt, da die Schilderungen nicht in den privaten Bereich gingen.
  2. Die Darstellung der Ereignisse fand nicht in einem faktengetreuen Rahmen statt, sondern wirkten ausreichend künstlerisch verformt.

Dabei handelt es sich um die sogenannte Sozialadäquanz, bei der die Kunstfreiheit vor das Persönlichkeitsrecht gestellt wird.

Daraus ergibt sich, dass du bestimmte Vorsichtsmaßnahmen treffen kannst, um so weit wie möglich weg vom Persönlichkeitsrecht hin zur Kunstfreiheit zu gelangen.

  • Nutze nicht die echten Namen, Orte und beschreibe nicht genau identifizierbar.
  • Erzähle in einer distanzierten Perspektive statt aus der Ich-Perspektive.
  • Hol dir die Einwilligung der Personen ein, die du erwähnen möchtest.

Letzter Punkt ist natürlich einfacher zu bewerkstelligen, wenn du positiv über die Person berichtest.

Grundsätzlich gilt ohne Einverständnis immer, dass die Gefahr auf eine Klage besteht. Auch wenn diese zu deinen Gunsten ausgeht, ist das natürlich stressig.

 

Strafen bei Verletzung der Persönlichkeitsrechte

Sollte es zu einer Klage wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten kommen, ist das grundsätzlich nicht gut. Zum einen hast du dadurch Stress, den du lieber vermeiden willst, und zum anderen kann es deinem Buch generell schaden. Nicht jede Publicity ist gute Publicity.

Wenn du den Fall verlierst, dann natürlich erst recht. Ziemlich sicher ist, dass du dann dein Buch vom Markt nehmen müsstest. Natürlich könntest du es in geänderter Form neu veröffentlichen, aber der Aufwand von Zeit und Geld ist nicht zu unterschätzen.

Apropos Geld: Die Gerichtskosten trägst du. Und es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass Schadenersatz gefordert wird. Vielleicht auch zusätzlich eine öffentliche Berichtigung und Gegendarstellung.

Eher unwahrscheinlich – aber nicht unmöglich – ist in schweren Fällen sogar eine Freiheitsstrafe.

Im besten Fall sicherst du dich also im Vorfeld ab oder verzichtest möglichst auf die Einbindung realer Personen. Dann kann sich auch niemand beschweren.

Disclaimer: Wir sind keine Anwälte und können entsprechend keine Rechtsberatung ersetzen. Alle hier getätigten Aussagen basieren auf unserer Recherche, aber wir geben keine Garantie auf Korrektheit.

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